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Genetischer Bluttest

Eure Fragen und Tipps zu den Symptomen, zur Diagnose und Behandlung von Zöliakie / Sprue

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Lilie 2008
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Genetischer Bluttest

Beitragvon Lilie 2008 » 16 Feb 2008 18:40:04

Ich war diese Woche bei meinem Rheumatologen (auch Arzt für Innere Medizin) Der sagte mir das es ein Nachweis im Blut gibt der zu 99% sagen kann ob mann die Vorraussetzung hat um an Zöliakie zu erkranken.Wenn nicht hätte man auch keine Zöliakie.Was sagt ihr dazu? :roll:

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Hetairos
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kein 100%iger Ausschluss durch negativen Gentest!

Beitragvon Hetairos » 16 Feb 2008 19:05:47

Hei Lilie,

du sprichst vom Test auf die genetische Disposition HLA DQ2 und DQ8.
Die Zahlen schwanken da in den Veröffentlichungen.

Während einer neueren Studie in Rom wurden über 500 Zöliakie-Patienten und eine entsprechen große Kontrollgruppe typisiert.
Dabei ergab sich, dass 91% der getesteten Patienten das Gen trugen, davon 94% der weiblichen und 85% der männlichen Testpersonen,
das heißt, dass 6 % der negativ getesten Frauen und 15% der negativ getesteten Männer dennoch eine Zöliakie entwickelt haben.
Quelle

Fürs Familienscreening in Familien mit Zöliakie-Betroffenen, sowie bei Verdacht auf Transiente Zöliakie und/oder grenzwertigen Diagnosen erscheint eine Typisierung sinnvoll.

Mit dem Nutzen der Gen-Typisierung für die Diagnostik befasst sich auch -->diese Veröffentlichung (pdf)<--

Lieben Gruß, Hetairos
Zuletzt geändert von Hetairos am 06 Jan 2012 21:54:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon erdbeerhase » 16 Feb 2008 20:23:00

Hallo,

auch ich und mein Sohn (2 Jahre) lassen am Donnerstag diesen Gentest machen. Mein Sohn wurde bei dem normalen Zöliakie-Buttest negativ getestet, aber ich möchte einfach mehr Sicherheit und wissen, ob er auch diesen Gendefekt in sich trägt und wir ihn in Zukunft in dieser Hinsicht mehr im Auge behalten müssen oder ob wir aufatmen können wenn sich rausstellt, dass er den Genfehler nicht in sich trägt.

Also aus meiner Sicht macht dieser Test auf jeden Fall Sinn, wenn schon Zöliakiefälle in der Familie aufgetreten sind.

Gruß Erdbeerhase

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Beitragvon Purzeline » 16 Feb 2008 23:07:12

Hallo Lilie,

wie Hetairos schon schreibt, gibt es auch Zöliakiebetroffene, die trotz negativer genetischer Disposition eine Zöliakie entwickelt haben.

Andersherum ist es aber so, dass ca 25% der Deutschen diese genetische Disposition haben - aber nicht einmal 1% der Deutschen eine Zöliakie entwickeln..

von einer Trefferquote von 99% durch die Bestimmung der genetischen Disposition kann also so oder so keine Rede sein!

Allerdings ist die Trefferquote bei positiven Transglutaminase-Antikörpern sehr hoch (95-98%) vielleicht liegt hier eine Verwechslung vor....
Grüßle
Purzeline


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Beitragvon Nibelungenring » 17 Feb 2008 18:36:20

Purzeline hat geschrieben:............
Allerdings ist die Trefferquote bei positiven Transglutaminase-Antikörpern sehr hoch (95-98%) vielleicht liegt hier eine Verwechslung vor....


Heisst das jetzt, dass wenn die Transglutaminase-Antikörper positiv sind, und die Biopsie negativ, die Wahrscheinlichkeit im späteren Leben trotzdem noch an Zöliakie zu erkranken, bei 95-98% liegt?

d.h. irgendwann werden die Trans.glut. AK weiter ansteigen - man macht wieder eine Kontrollbiopsie und die ist dann positiv?

Omama
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Beitragvon Omama » 27 Feb 2008 15:31:51

Hallochen,
sagt mal, wurde der Gentest, soweit veranlasst, bei euch von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt?
LG A.

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Beitragvon Lilie 2008 » 05 Mär 2008 19:06:17

Hallo Omama

nein dieser Gentest muß man selber bezahlen. Kosten ca. 100€

Grüßle Lilie

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Re: Genetischer Bluttest

Beitragvon Sandi1803 » 30 Mär 2011 20:39:30

Sorry, wenn ich mich hier einmische.
Also ist das bei Kindern auch eine Igel-Leistung?

Sonne14
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Re: Genetischer Bluttest

Beitragvon Sonne14 » 30 Mär 2011 21:14:55

unsere private kasse hat das übernommen

lg

Sande
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Re: Genetischer Bluttest

Beitragvon Sande » 31 Mär 2011 06:38:34

Hallo,

also bei meinem Großen hat das die gesetzliche Krankenkasse bezahlt. Da seine Blutwerte erhöht waren, aber nur Marsh 1 festgestellt wurde, konnte eine Zöliakie nicht eindeutig nachgewiesen werden. Wenn HLA DQ2 oder DQ8 nicht in seinem Blut nachgewiesen worden wären, hätte man so, laut Ärztin, eine Zöliakie ausschließen können. Nun war aber einer der Marker in seinem Blut und wir müssen nun erneut irgendwann zur Untersuchung, d. h. ein paar Wochen Glutenpulver (damit er sich nicht wieder an das "normale" Essen gewöhnt) und dann Blutabnehmen und Magenspiegelung.

Gruß Susanne


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