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Prozente bei Zöliakie!?

Versorgungsamt (Antrag auf Behinderung), Finanzamt, Arbeitsamt, Bundeswehr, Versicherungen, ...

Prozente bei Zöliakie!?

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Melli31
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Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon Melli31 » 11 Mai 2011 15:21:37

Hallo,
hat von Euch jemand Prozente wegen der Zöliakie beim Versorgungsamt beantragt und wenn ja, wieviel habt ihr bekommen. Wie lange hat es gedauert von Antragstellung bis zum Bescheid?
Freue mich sehr über eure Antworten.
Gruss Melli31

Mod/H :arrow: verschoben aus "Diagnose Zöliakie/Sprue Erwachsene

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Jochen
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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon Jochen » 11 Mai 2011 17:18:28

Hallo Melli,

es gibt bei Zöliakie 20 % Behinderung
und wie lange es dauert ? das hängt vom " Arbeitseifer " des Bearbeiters ab.
Gehe aber gerne von mehreren Wochen aus.

Wenn Du sonst keine Behinderungsprozente hast, ergeben sich auf die 20 % keinerlei " Vorteile "
die fangen erst bei 25 % an, siehe hier ---> index.php?i=308
Bild Gruß Jochen

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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon moni130 » 11 Mai 2011 19:04:59

Wie lange es dauert, das hängt u.a. davon ab, wie lange sich die von Dir angegebenen und dann vom Amt angeschriebenen Ärzte Zeit lassen mit ihrer Antwort ans Amt. Erst wenn alles beieinander ist, dann geht die Sache weiter zum Gutachter des Versorgungsamtes usw. Mit zwei bis drei Monaten sollte man rechnen. Es kann aber auch mal über ein Jahr dauern, zumindest wenn mehrere Beeinträchtigungen und dadurch auch mehrere Ärzte zu berücksichtigen sind.

Gruß
Monika

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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon Melli31 » 11 Mai 2011 20:15:53

Hallo zusammen,
ich hab´auch noch Arthrose im Knie und vor Jahren wurde mir daraus Knorpel entfernt. Hat das Auswirkungen auf den GdB?
LG Melli31

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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon Jochen » 11 Mai 2011 21:03:12

Hallo Melli,

gebe es mit an, vielleicht erhöht sich dann der Grad der Behinderung
das Versorgungsamt wird die Unterlagen vom Arzt anfordern
und mehr wie ablehnen kann es nicht.
Bild Gruß Jochen

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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon anjah. » 12 Mai 2011 10:56:06

Hallo,

mein Sohn Fabian (9) hat recht schnell (ca. 5 Wochen) die 20 % anerkannt bekommen. Weiß nicht, ob ihm das irgendwas nützt ... höchstens vielleicht später, falls noch andere Sachen hinzukommen sollten.

LG Anja

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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon rosti55 » 27 Jul 2011 13:19:08

Ich möchte mich mal wieder zu Wort melden. :-P
Nachdem ich mehrere Dinge in meinem Körper nicht in Ordnung habe, habe ich schon seit zwei Jahren 40 Prozent.
Nachdem ich jetzt im Februar auf REHA war, wurde mir dringend ans Herz gelegt, gleich den Entlassungsbericht mit Veränderungsantrag an das Versorgungsamt zu schicken.
Und, Ihr werdet es nicht glauben.
Aber ich habe 50 GdB (=Grad der Behinderung) bekommen.
Ich weiß zwar noch nicht genau, was das dann für Vorteile hat, aber auf alle Fälle habe ich 5 Tage mehr Urlaub im Jahr.
Alles andere muss ich mich erst schlau machen.
Nächste Woche bekomme ich einen Ausweis.
Ich kann Euch nur Mut machen, wirklich, alles, aber auch alles zu melden. :yes:
Es gibt online die Möglichkeit den Antrag zu stellen.
Und das hat funktioniert.
Viele Menschen wissen das gar nicht.
Angefangen von kaputten Knien(Knorpelschaden), über die Wirbelsäule, bis zum Brustkrebs ((gut, das ist nicht so der Hit, aber auch da bekommt man Prozente mit einigen finanziellen Vorteilen verbunden!), operierte Hände (--> nix schweres mehr heben....).
Alle Befunde von allen Ärzten fleißig sammeln und hinschicken. Das bringt wirklich was.
LG aus Bayern von Rosti55
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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon Jochen » 27 Jul 2011 16:48:43

Hallo Rosti55,

könntest Du mir bzw. uns erzählen warum Du zur Reha warst,
denn in unzähligen Erfahrungberichten kann ich lesen, daß es wenn schon ein
höherer Grad der Behinderung wie z.B. 40% vorliegt es auf eine Anhebung wegen Zöliakie ( 20 % )
keine Erhöhung gibt.

Da ich ja ein " ungläubiger " Mensch bin :lol:
vermute ich, daß ein anderer Grund für Deine Erhöhung auf 50 % ist.

Nebenbei bemerkt gönne ich Dir selbstverständlich die 50 % :yes:
Bild Gruß Jochen

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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon rosti55 » 02 Aug 2011 21:02:16

Hallo Jochen, sry, dass ich jetzt erst schreibe, bin am VZ arbeiten, daher abends immer spät zuhause.
Ich war in der psychosomatischen Klinik, wegen meiner Lebenssituation zuhause, die mich runterzog. Kranker Mann, :oops: etc. will ich hier nichts näher erläutern....tut ja auch nix zur Sache.

Ihr habt Recht, ich hab noch Depris mit neu dazu bekommen zur Sprue, obwohl ich gott sei dank keine Medis brauche... :yes:
Aber dennoch habe ich jetzt 6 Punkte mit je 20 %, was dann die 50 % ergeben hat.aber ich nehme an, der Entlassungsbericht war außer den neuesten ärztlichen Befunde eindeutig.

Ich kann euch dennoch nur raten, es jedes Jahr zu versuchen, immer die neuesten Befunde hinzuschicken.
Wenn ich nicht dort zufällig mit einem so ausführlichen Blutbild "bedacht" worden wäre, dann wäre ich jetzt noch nciht so weit. Vermutlich hab ich die Sprue schon seit mind. 5 Jahren.

Penetrant werden, so hat mir das die Sozialberaterin in der Reha-Klinik geraten.
LG Rosti
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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon MiriamK. » 02 Aug 2011 22:24:05

Jochen hat geschrieben:denn in unzähligen Erfahrungberichten kann ich lesen, daß es wenn schon ein
höherer Grad der Behinderung wie z.B. 40% vorliegt es auf eine Anhebung wegen Zöliakie ( 20 % )
keine Erhöhung gibt.


Hallo!

Unsere Tochter war wegen ihres Diabetes Typ I auf 40 % (H) eingestuft.
Als die Zöliakie dazukam wurde sie auf 50 % (H) heraufgesetzt.

LG Miriam

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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon rosti55 » 03 Aug 2011 06:36:40

Mir ist noch was eingefallen: die einzelnen Versorgungsämter (ZBFS heißt das inzwschen !) entscheiden auch sehr unterschiedlich, manches wird immer wieder abgewiesen und an anderen Ämtern sind die Ärzte einsichtig.
Ich kann Euch echt nur raten, dass Ihr nicht aufgebt.
Wirklich. LG aus dem Job von Rosti55
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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon Karina34 » 03 Aug 2011 14:52:10

Moment mal, bei Kindern wird der Diabetes doch grundsätzlich auf 50% eingestuft (und mit dem Merkzeichen "H" müsste das doch auf jeden Fall so sein).

Also ich habe auch 50% auf meinen Diabetes und nochmal 20% auf die Zöliakie bekommen (Gesamt 60%).

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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon MiriamK. » 03 Aug 2011 19:00:10

Karina34 hat geschrieben:Moment mal, bei Kindern wird der Diabetes doch grundsätzlich auf 50% eingestuft (und mit dem Merkzeichen "H" müsste das doch auf jeden Fall so sein).

Also ich habe auch 50% auf meinen Diabetes und nochmal 20% auf die Zöliakie bekommen (Gesamt 60%).


Vielleicht hängt es auch vom Alter der Kinder ab. Meine Tochter war 10 J. bei Manifestation u. somit schon in der Lage
selber zu spritzen, messen etc. ... Oder ist es abhängig in welchem Bundesland man lebt? Vielleicht liegt es ja schlimmstenfalls
an der Laune des Sachbearbeiters??? :shock:
Wir haben auf jeden Fall erst durch die Zöliakie 50% bewilligt bekommen..., haben aber auch keinen Widerspruch ein-
gelegt.

LG Miriam

Helena*
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Re: Prozente bei Zöliakie!?

Beitragvon Helena* » 03 Aug 2011 21:11:30

Hallo zusammen,
die "Versorgungsmedizinische Grundsätze" = offiziellen Gutachtertabellen, sind seit Januar 2009 verrechtlicht worden , also verbindlich . ausserdem gab es am 09.07.2010 eine Änderung der Beurteilung des GdB bei Diabetes nachzulesen hier:
http://www.ddb-nrw.de/Unser-Service/Sch ... nrecht.pdf

Zu dem Merkzeichen *H* bei Kindern, das erhebliche steuerliche Nachteilsausgleiche bringt, gilt folgendes:
http://www.zbfs.bayern.de/imperia/md/co ... ds_tze.pdf:
"5. Besonderheiten der Beurteilung der Hilflosigkeit
bei Kindern und Jugendlichen
a) Bei der Beurteilung der Hilflosigkeit bei Kindern und Jugendlichen sind
nicht nur die bei der Hilflosigkeit genannten „Verrichtungen“ zu beachten.
Auch die Anleitung zu diesen „Verrichtungen“, die Förderung der
körperlichen und geistigen Entwicklung (z.B. durch Anleitung im Gebrauch
der Gliedmaßen oder durch Hilfen zum Erfassen der Umwelt
und zum Erlernen der Sprache) sowie die notwendige Überwachung
gehören zu den Hilfeleistungen, die für die Frage der Hilflosigkeit von
Bedeutung sind.
b) Stets ist nur der Teil der Hilfsbedürftigkeit zu berücksichtigen, der
wegen der Behinderung den Umfang der Hilfsbedürftigkeit eines gesunden
gleichaltrigen Kindes überschreitet. Der Umfang der wegen der
Behinderungen notwendigen zusätzlichen Hilfeleistungen muss erheblich
sein. Bereits im ersten Lebensjahr können infolge der Behinderung
Hilfeleistungen in solchem Umfang erforderlich sein, dass dadurch die
Voraussetzungen für die Annahme von Hilflosigkeit erfüllt sind.
c) Die Besonderheiten des Kindesalters führen dazu, dass zwischen dem
Ausmaß der Behinderung und dem Umfang der wegen der Behinderung
erforderlichen Hilfeleistungen nicht immer eine Korrelation
besteht, so dass – anders als bei Erwachsenen – auch schon bei niedrigerem
GdS Hilflosigkeit vorliegen kann.
d) Bei angeborenen oder im Kindesalter aufgetretenen Behinderungen ist
im Einzelnen folgendes zu beachten:
[...]jj) Beim Diabetes mellitus ist Hilflosigkeit bis zur Vollendung des
16. Lebensjahres, bei fortbestehender instabiler Stoffwechsellage
bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres anzunehmen. [...]"


LG, helena


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