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Zöliakie im Kindergarten... - Seite 2

Wie wurde Zöliakie bei euren Kindern festgestellt? Wie gehen sie mit der Erkrankung um?

Zöliakie im Kindergarten...

Wie wurde Zöliakie bei euren Kindern festgestellt? Wie gehen sie mit der Erkrankung um?
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SierraHotel
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Re: Zöliakie im Kindergarten...

Beitragvon SierraHotel » 01 Dez 2014 22:54:03

Hallo AllAboutEve,
Und Kündigungen sind bei uns eigentlich nur zum Ende des KiGa-Jahres (Sommerferien) möglich.
Frag doch noch mal nach- normalerweise gibt es Wartelisten auf die Plätze. Ich habe seinerzeit sofort jemanden gefunden, der sich die Finger nach dem KIGA- Platz geschleckt hat. Lass dich nicht verunsichern ;-)
Liebe Grüße und alles Gute für die Kleine :yes:
SierraHotel :Matrose:
Wenn es Zitronen regnet, mach Limonade daraus (unbekannt)

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Re: Zöliakie im Kindergarten...

Beitragvon AllAboutEve » 08 Dez 2014 21:11:58

Kurzes Update:

KiGa-Leitung besteht auf Einhaltung der Kündigungsfrist von 2 Monaten. Sie hätten alles richtig gemacht & sich ausführlich über Zöliakie informiert. Meine Tochter hätte sich sehr wohl in ihrer Gruppe gefühlt, das hätten sie dokumentiert. Desweiteren hätten ein Empfehlungsschreiben des Arztes angefordert, wie sie sich verhalten sollten, es aber nicht bekommen....

Über den Elternbeirat, den ich ebenfalls informiert hatte, ließ man mir ausrichten, es wäre doch gut, sich nochmal zusammenzusetzen, damit wir nicht im Bösen auseinandergingen. Außerdem empfahl man mir, mich für einen Start in einem neuen KiGa doch um einen Integrationsplatz zu bemühen, da sei dann der Personalschlüssel höher. Wenn ein Kind so einen intensiven Betreuungsbedarf hätte, sei dafür in einer normalen Gruppe keine Zeit.

Die DZG-Broschüre hätten sich alle Erzieherinnen ja ganz genau durchgelesen (.... NACH meiner Kündigung, sage ich, denn sowohl die Bemerkung mit dem allergischen Schock als auch die Aussage einer 2. Erzieherin am letzten Back-Morgen dort, sie hätte sich die Broschüre noch nicht angesehen, sprechen doch für sich...), aber daraus sei nicht hervorgegangen, dass z. B. auch der Umgang mit glutenhaltigem Mehl ein Problem darstellen könnte (...zumindest wenn er von Erzieherinnen begleitet wird, die keine Ahnung haben). Deshalb wollte ich ja ein Gespräch, da hätte man sowas ansprechen können.

A propos Gespräch: Dem Elternbeirat haben sie erzählt, sie hätten ja ein Gespräch mit mir und meinem Mann haben wollen, aber wir hätten ja keine Zeit gehabt.....

Von meinem Wunsch-Kiga habe ich übrigens letzte Woche ungefragt eine Absage erhalten mit ganz fadenscheinigen Begründungen. Und dann kam gleich der Vorschlag, ich solle doch mal nach einem privaten KiGa Ausschau halten, da wären die Gruppen kleiner & man könne besser auf Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf eingehen. Dieser Text kam mir sehr bekannt vor.... Der Elternbeirat hat sich dann auch noch verplappert und mir bestätigt, dass die beiden Kindergärten sich wohl über uns kurzgeschlossen hätten. Wer dabei nun wen angerufen hat, weiß ich nicht, aber alleine die Tatsache, dass das passiert ist, lässt doch tief blicken.

Das mit dem Integrationsplatz ist doch ein Witz, oder? Wenn ich richtig informiert bin, gibt es sowas doch nur für Kinder, die eine Behinderung haben? Aber doch nicht für ein Kind mit Zöliakie?

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Re: Zöliakie im Kindergarten...

Beitragvon Heiterkite » 08 Dez 2014 21:59:55

Ein integrativer KiGa (müssten die nochtbeigentlich schon inklusiv sein??) ist ja für alle Kinder.
Also...diese ganze Geschichte ist ja evcht übel. :mad:
Der Vorschlag, man solle nicht im Bösen auseinander gehen- warum denn nicht? :roll:
Ich würde mich vielleicht wirklich an Presse und/oder Kommunalpolitiker wenden.
Kann ja wohl echt nicht angehen sowas

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moni130
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Re: Zöliakie im Kindergarten...

Beitragvon moni130 » 08 Dez 2014 22:30:12

Hallo AllAboutEve,

es ist traurig, aber genau so habe ich mir die weitere Entwicklung vorgestellt. Ich kann Dir nur sagen, dass Du FROH sein solltest, dass durch diese Geschichte Deine Tochter frühzeitig aus dem Dunstkreis dieser professionellen Realitätsverbieger genommen wird, die für mich schon aus Deinem ersten Beitrag schimmerten. Der Elternbeirat ist zweifellos Teil dieses Dunstkreises, so dass Du von vorneherein keine Chance hattest, Unterstützung für Dein Anliegen zu bekommen.

Ziehe so schnell wie möglich einen Schlußstrich unter diese Sache, die Dich sonst ohne Aussicht auf irgendein befriedigendes Ergebnis nur immer weiter ärgert. Suche in Ruhe eine neue Betreuungsmöglichkeit. Vielleicht durch eine Tagesmutter. Da gibt es natürlich auch sehr unterschiedliche "Qualitäten", aber Du kannst Dir ja Zeit nehmen um eine Betreuung zu finden, in die Du Vertrauen setzen kannst.

Alles Gute,
Monika

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Re: Zöliakie im Kindergarten...

Beitragvon AllAboutEve » 09 Dez 2014 16:11:56

Heiterkite hat geschrieben:Der Vorschlag, man solle nicht im Bösen auseinander gehen- warum denn nicht? :roll:


Da fallen mir 2 Möglichkeiten ein:
1. Wir wohnen in einem kleinen Ort in direkter Nachbarschaft des KiGas. Da begegnet man sich ständig beim Einkaufen oder Spazierengehen. Wenn man sich dann "spinnefeind" ist, ist das schon blöd.
2. DIe haben Angst vor negativer Publicity und befürchten, wir geben unsere Erfahrungen mit ihnen weiter, wenn sie uns nicht im Gespräch noch einer Gehirnwäsche unterziehen können.

Heiterkite hat geschrieben:Ein integrativer KiGa (müssten die nochtbeigentlich schon inklusiv sein??) ist ja für alle Kinder.
Also...diese ganze Geschichte ist ja evcht übel. :mad


Dieser KiGa hat eine Integrativgruppe mit höherem Betreuungsschlüssel, aber da war meine Tochter nicht drin.

Ist das eigentlich echt ein Grund für einen Integrationsplatz, wenn man Zöliakie hat?

Ich habe übrigens auch den Träger kontaktiert und warte auf einen Rückruf. Da wird es dann noch mal einen Gesprächstermin mit einem Vertreter des Trägers geben.

S.81
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Re: Zöliakie im Kindergarten...

Beitragvon S.81 » 25 Dez 2014 22:43:35

Guten Abend.
Ich kann nicht fassen, wie sich der Kindergarten, bzw die Erzieherinnen und die Leitung verhalten !!!

Im Vorfeld möchte ich mich aber noch vorstellen.
Ich arbeite selber im Kindergarten als Integrative Fachkraft und bin Mutter einer 5 Jährigen Tochter mit Zöliakie.

1) ist Zöliakie natürlich eine "schreckliche" Erkrankung, aber keine Begründung für eine integrative Betreuung im Kiga
Es sei denn, es liegen Verzögerungen in der Entwicklung vor, die mehr wie 6 Monate betragen.
2) verhalten sich die Erzieherinnen fahrlässig und inkompetent. Das sollte eigentlich schon ein Grund zur Abmahnung sein.


Wie ist es denn weitergelaufen?

Lieben Gruß

Zauberprinzmama
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Re: Zöliakie im Kindergarten...

Beitragvon Zauberprinzmama » 16 Feb 2015 11:02:05

Hallo AllaAboutEve,

Ich bin über einen anderen Thread hier gelandet und finde es furchtbar, wie das bei euch gelaufen ist.
Soviel Ignoranz auf Seiten von Menschen, denen das Wohl ihrer Schützlinge eigentlich sehr am Herzen liegen müsste ist ein echtes Armutszeugnis für diese Einrichtung. Viele Kinder hin oder her.

Habt ihr denn jetzt einen neuen Kiindergarten gefunden, wo sie bereit sind ihr Möglichstes zu tun?

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Re: Zöliakie im Kindergarten...

Beitragvon AllAboutEve » 17 Feb 2015 17:56:10

Danke für Euren Zuspruch..... Er gibt mir das Gefühl, *doch* keine hysterische Über-Mama zu sein, die sich völlig verrannt hat....

@S.81: Super - wo arbeitest Du? Ich würde Dir meine Tochter sofort auf den Schoß setzen :engel:
Nach anfänglicher Ablehnung haben wir uns sozusagen "auf halber Strecke" getroffen. Ich habe die Hälfte der Kündigungsfrist noch bezahlen müssen & die andere Hälfte wurde mir dann erlassen.

Ein Integrationsplatz steht uns definitiv nicht zu - habe mit der zuständigen Ärztin beim Gesundheitsamt gesprochen. Sie war ziemlich erstaunt, dass die KiGa-Leitung das vorgeschlagen habe, da sie eigentlich wissen müsse, wie die Rahmenbedingungen für einen solchen Platz sind. Sie hätten schon für mehrere Kinder einen beantragt.

@Zauberprinzmama: Erstmal herzlich willkommen hier!

Bis dato habe ich noch keinen neuen KiGa gefunden, weil ich noch nicht intensiv gesucht habe. Ende der Woche schaue ich mir mit der Kleinen zum ersten mal nach dem Debakel einen neuen KiGa an. Meine Tochter sagt nach wie vor oft, sie wolle NIE MEHR in einen Kindergarten gehen. Deshalb habe ich sie auch erst mal zuhause gelassen, damit sie ein bisschen Abstand zu der ganzen Thematik bekommen kann.

So langsam denke ich aber, es wäre vielleicht bald ein guter Zeitpuntk, um einen Neustart zu wagen. Ich kann ihr doch nicht die Erfahrungen ersetzen, die sie im KiGa mit anderen Kindern machen würde, und ich kann auch nicht so viel mit ihr spielen, wie sie es gerne hätte. Sie ist hier daheim auf Dauer einfach nicht "ausgelastet". Und auch im Hinblick auf die Zöli-Thematik denke ich, dass ein verantwortungsvoller Kindergarten ein guter Ort wäre, um das Anders-Sein beim Essen einzuüben, so dass es später in der Schule schon ein wenig Routine ist. Je früher sie das in einer Gruppe lernen kann, umso leichter dürfte es ihr fallen. Zumindest hoffe ich das...


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