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Hoffe auf Rat - mein Sohn 5 - Seite 2

Eure Fragen und Tipps zu den Symptomen, zur Diagnose und Behandlung von Zöliakie

Hoffe auf Rat - mein Sohn 5

Eure Fragen und Tipps zu den Symptomen, zur Diagnose und Behandlung von Zöliakie
OlliOlla
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Re: Hoffe auf Rat - mein Sohn 5

Beitragvon OlliOlla » 02 Dez 2019 13:59:58

Liebe Monika,

Puh ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Du unterstellst mir gewissermaßen Erziehungsfehler begangen zu haben und nun hypochondrisch organische Ursachen bei meinem Sohn dafür zu suchen um nicht die Verantwortung übernehmen zu müssen und vergleichst mich mit Müttern "diesen Klientels". Auch wenn das nicht böse gemeint war, ist es verletzend und respektlos.
Du kennst unsere und meine (Krankheits-)Geschichte nicht im Ganzen - und sie wäre auch viel zu lang und kompliziert als dass ich sie hier erzählen wollte - und du weißt nicht welche Wege wir schon gegangen, welche Hilfe ich (ja auch ICH!) mir bereits geholt habe und welche Kämpfe wir schon ausgetragen haben. Ich habe zwei Kinder, gleiche Eltern, gleiche Erziehung, gleiche Umstände. Und alle stimmen zu dass mit dem Großen etwas nicht stimmt und zwar von Geburt an, noch im Krankenhaus! Und keiner weiß was. Wohingegen der kleine Bruder so 'normal' und unkompliziert ist wie man es sich nur wünschen kann. Und da soll ich die Verhaltensprobleme anerzogen oder "überstülpt" haben?

Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Wenn das die Art und Weise ist wie man auf ernste Sorgen hier im Forum eingeht wurdert mich die schrumpfende Zahl der Beiträge hier nicht.

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rehlein
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Re: Hoffe auf Rat - mein Sohn 5

Beitragvon rehlein » 02 Dez 2019 14:08:36

Danke Moni,
Besonders für die Geschichte mit dem Musik.
So ist das Leben - leider. :oops:
Nochmals allen meine besten Wünsche :currywurst:
Grüße vom Rehlein

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moni130
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Re: Hoffe auf Rat - mein Sohn 5

Beitragvon moni130 » 02 Dez 2019 15:08:31

Hallo OlliOlla,

es geht mir nicht darum, Dir etwas zu unterstellen. Weder Erziehungsfehler noch sonst etwas. Doch Dein Kreisen um Deine Beschwerden bei Weizengenuß sind auffällig und niemand kann sagen, wie sich das auf Deine Umgebung, speziell auf Deinen Sohn auswirkt. Deswegen mein ernst und keineswegs herabwürdigend gemeinter Rat, auch an diesem Punkt anzusetzen. Ich vergleiche dich auch ganz gewiß nicht mit Müttern "dieses Klientels", sondern habe an diesem selbst erlebten (erlittenen) Beispiel nur aufgezeigt, wie eine eigentlich harmlose unpassende Bemerkung einer wichtigen Bezugsperson eine Kinderseele völlig aus dem Takt bringen kann.

Und alle stimmen zu dass mit dem Großen etwas nicht stimmt und zwar von Geburt an, noch im Krankenhaus!

Und da soll jetzt ausgerechnet glutenfreie Ernährung bzw. eine Zöliakie-Diagnose die Lösung bringen?

Du hast um Rat gebeten und wenn es Dir damit ernst ist, dann solltest Du auch Rat gelten lassen, wenigstens sacken lassen, der nicht Deinen Erwartungen entspricht.

Aber weil ich gerade über meine Sport-Kinder verschiedener Altersgruppen nachgedacht habe, noch eine Geschichte:
Ein Mädchen in einer Gruppe, die ich mehrere Jahre mitbetreut habe, stellte alle vor immense Herausforderungen. Ich nenne sie A. Niemand kam wirklich an A. heran. Sie rannte herum und wurde nicht selten zu einer Gefahr für andere. Sie dürfte im Verhalten Deinem Sohn geähnelt haben, war in der Uniklinik in der Psychiatrie usw. Nichts schien zu helfen. Auch da war noch ein kleiner Bruder mit völlig normalem Verhalten, nette, engagierte Eltern.
Ein anderes Mädchen, ich nenne sie E., fiel als besonders eifrig und kooperativ auf.

Nun rate mal, welche von den Beiden später mit Zöliakie diagnostiziert worden ist? Nein, es war nicht A., sondern das nur positiv auffällige Kind E. Beide haben übrigens später selbst einen pädagogischen Beruf ergriffen. Und wenn ich den Namen von A. im Zusammenhang mit zusätzlichem sozialem Engagement lese, freue ich mich von Herzen darüber, dass offenbar alles sehr gut geworden ist. Warum sie als Kind so furchtbar "daneben" war, konnte meines Wissens nie geklärt werden. Die Eltern haben gelitten, haben aber nie versucht, eine Diagnose zu erzwingen.

Dein Sohn tut mir leid, denn er leidet. Er weiß nicht woran, Du weißt nicht woran und ob Ärzte das herausfinden, das ist ungewiß. Vielleicht wirst Du ihn ein paar Jahre lang so akzeptieren und lieben müssen, wie er ist. Und vielleicht hilft es Dir dann, an das Mädchen A. zu denken.

Monika
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Immanuel Kant (1784): "Sapere aude – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."


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