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Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

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Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon Hansi37 » 21 Mai 2014 16:00:02

Hallo Zusammen,

ich habe mich mal als Betroffener hier registriert, weil mich eine Frage beschäftigt. Es geht um das Thema Bier. Da halten es Betroffene ja durchaus verschieden.

Meine persönliche Erfahrung damit ist, dass ich zu 95% keine Zöliakie Beschwerden nach dem Genuss von Bier habe. Was mich im Umkehrschluss zu der These verleitet, dass auf Grund meines "Selbstversuches" auch nur evtl. maximal 5% der Biere bedenklich kontaminiert sind.

Da es also nur in einem Jahr vielleicht 3 bis 4 Mal bei mir vorkommt, dass ich wirklich nach Bier Konsum Beschwerden habe, rechtfertigt das für mich persönlich keinen Verzicht, zumal ich ein Bier Liebhaber bin. Viel trinke ich eh nicht, weil ich alkoholempfindlich bin insbesondere auf Grund einer zusätzlichen Histaminose. Aber Bier vertrage ich am besten, vor allem besser als Wein. Ich trinke so etwa jeden 3. Tag 0,5 - 1 Liter.

Gibts hier auch "Konsumenten" und habt ihr ähnliche Erfahrungen damit ? Oder verzichtet ihr lieber ganz strikt darauf und macht eine 100% Illiminations-Diät ?

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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon Purzeline » 21 Mai 2014 16:21:38

Hallo Hansi,

bei Bier geht es nicht darum, dass es kontaminiert ist, sondern, dass Bier aus einem glutenhaltigen Getreide gewonnen wird und das Gluten bei der Fermentation nicht komplett abgebaut wird. Wie weit das Gluten abgebaut wird ist von verschiedenen Faktoren abhängig und kann schon von Charge zu Charge einer Sorte variieren, aber es ist immer noch Gluten enthalten!
Dass du keine körperlichen Beschwerden bekommst hat noch lange nichts zu sagen, das kann durchaus sein, dass du auf glutenhaltiges Bier keinen Durchfall, Übelkeit, Blähungen und ähnliche Symptome bekommst, aber dein Immunsystem wird trotzdem reagieren und es kann dann zu Folgeschäden und Folgeerkrankungen kommen.
Grüßle
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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon FSM » 21 Mai 2014 17:20:04

Hallo Hansi,

du hast ganz sicher Zöliakie, die medizinisch korrekt diagnostiziert wurde (Bluttest + Dünndarmbiopsie)?

Falls ja, musst du wissen, dass die Mengen an Gluten in jedem Bier locker ausreichen, um die schädliche Autoimmunreaktion aufrecht zu erhalten / neu anzufachen. Vielleicht merkst du das gar nicht, das geht vielen so. Nichtsdestotrotz erhöht sich dein Risiko für unangenehme bis lebensbedrohliche Krankheiten enorm - vergleichbar vielleicht mit dem Rauchen. Wenn dir Bier und andere glutenhaltige Speisen wichtiger sind als deine Gesundheit, ist dass deine Entscheidung - genau wie sich Raucher entscheiden, viele wohl wissend, welche Krankheiten vom Rauchen ausgelöst werden können. Du solltest dir nur nichts vormachen: Wenn du Zöliakie hast, ist Gluten für dich schädlich, jedes Bier, auch wenn du erstmal nichts davon merkst. Falls du mir nicht glaubst, frag einen Gastroenterologen oder geh zu einem Seminar für Neubetroffene der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft.

Ich persönlich habe die Wahl nicht, weil ich nach Konsum von Gluten lang anhaltende Beschwerden bekomme. Mein Arzt hat gemeint, ich solle froh darüber sein, dann komme ich gar nicht Versuchung zu "sündigen." Einige seiner Patienten würden es mit der glutenfreien Diät nicht so genau nehmen, weil sie nichts merken, und bei mehr als einem musste er dann ein Karzinom feststellen.

Viele Grüße vom FSM

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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon Hansi37 » 22 Mai 2014 09:24:50

Danke für Eure Antworten. Bei mir war der Bluttest positiv, die entsprechenden Transglutaminase Werte und IgA Werte deutlich erhöht und die Biospie positiv.
Ich hatte allerdings auch immer deutlichere Beschwerden, wie Duran, Neurologische Beschwerden wie Migräne, Kinnzittern, Sehstörungen, eine chronische Müdigkeit, Gelenkbeschwerden, Rückenbeschwerden und täglich Druchfall, oft mehrmals am Tag.
Nach der Diagnose und glutenfreier Ernährung verschwanden die meisten dieser Symptome. Ich habe mich anfangs komplett glutenfrei ernährt, d.h. auch ohne Bier.

Bei mir kommt wie schon gesagt noch dazu: Histaminose. Außerdem wurde vor einem Jahr eine Sarkoidose bei mir durch Zufall entdeckt. Da ich vor der glutenfreien Ernährung mich logischerweise nicht glutenfrei ernährt habe und ich das vermutlich über viele Jahre tat, würde ich als Laie mal nicht ausschließen, dass die Sarkoidose durchaus auch durch die Zöliakie ausgelöst worden sein könnte! Glück im Unglück: Herzmuskel, Nervensystem und Nieren sind jedenfalls nicht beteiligt bei der Sarkoidose, wie es aussieht im Moment nur die Lunge. Und da ist seit der Diagnose vor einem Jahr stillstand, es wird nicht "mehr" an Verdichtung in der Lunge und meine Lungenfunktion ist auch noch bei 100% ! Hoffe das bleibt so... :yes:

Wo ihr schreibt, dass es Unterschiede bei den Betroffenen bzgl. Symptomatik nach einem Diätfehler gibt: Ich merke deutlich Gebäcke aller Art, Brötchen, Waffeln etc. mit anschließenden tagelangen Beschwerden. Bei Bier aber seltsamerweise meistens nicht! Von daher scheint es da bei mir auch Unterschiede bei der Art der Gluten zu geben, die ich zuführe. Auch wenn ich was mit Weizenstärke esse, merke ich das relativ schnell. Von daher würde ich aus meiner persönlichen Erfahrung sagen:
Es gibt nicht ein entweder - oder (Einerseits Menschen mit tagelangen Beschwerden danach, andererseits die ganz ohne Beschwerden nach Diätfehler), sondern bei mir ein sowohl als auch!!!

Aber das ist wohl doch ein Risiko mit dem Bier, danke für Eure Denkanstöße. Das wird dann eine Abwägungssache bei mir, weil ich leider ein leidenschaftlicher Bierliebhaber bin und ein kompletter Verzicht auch mit einem größeren Verlust von Lebensqualität für mich einhergehen würde. :?

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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon Hetairos » 22 Mai 2014 12:40:49

Willkommen Hansi :)

Hansi37 hat geschrieben:... Ich merke deutlich Gebäcke aller Art, Brötchen, Waffeln etc. mit anschließenden tagelangen Beschwerden....

Besser, du probierst das nicht wieder aus!
Hattest du inzwischen schon wieder mal Laborkontrollen?

Hansi37 hat geschrieben:...Das wird dann eine Abwägungssache bei mir, weil ich leider ein leidenschaftlicher Bierliebhaber bin und ein kompletter Verzicht auch mit einem größeren Verlust von Lebensqualität für mich einhergehen würde. :?

Wieso? Du brauchst auf Bier doch nicht zu verzichten. Mittlerweile gibt es doch genug glutenfreie Biere. Schon mal Schnitzer versucht?

Lieben Gruß!
Hetairos
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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon Hansi37 » 22 Mai 2014 14:42:33

Hetairos hat geschrieben:Willkommen Hansi :)

Besser, du probierst das nicht wieder aus!
Hattest du inzwischen schon wieder mal Laborkontrollen?
Wieso? Du brauchst auf Bier doch nicht zu verzichten. Mittlerweile gibt es doch genug glutenfreie Biere. Schon mal Schnitzer versucht?

Lieben Gruß!
Hetairos


Hallo,

ja, ich hab die glutenfreien Biere mal ausprobiert mit dem Ergebnis, dass ich die seltsamerweise nicht so gut vertrage. Obwohl Schnitzler geschmacklich respektabel ist.
Aber: Bier ist eben nicht gleich Bier. Ich komme aus der schönsten und größten Stadt im Rheinland. Dort gibts es eine obergärige Spezialität, von der so einige Sorten verdammt lecker sind. :engel:

Ja, das mit den Gebäck, Kuchen und Brot lass ich ganz weg, bis auf Bier halte ich mich strikt daran.

Außer einmal im Jahr, da gibts den Big Tasty Bacon, ich muss ja schließlich testen ob bei mir eine Spontanheilung eingetreten ist, die ja durchaus bei Zöliakie möglich ist. :engel: ;-) Und eine Tag später, wenns sowieso wieder losgeht auch nochmal was, wo mir sonst das Wasser im Mund zusammenläuft und ich es nicht darf, wie Waffel mit Sahne. :oops:

Aber wie gesagt wirklich nur ca. einmal im Jahr um zu testen ob ichs überhaupt noch habe :shock:

Nein, Laboruntersuchungen zum Thema gab es danach nicht wieder. Der Doc hat mich entlassen und eine Glutenfreie Ernährung empfohlen, das wars. Wäre aber natürlich mal interessant. Welche Werte sollte man laufend kontrollieren ?

Lieben Gruß zurück ;-)

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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon lichtung » 22 Mai 2014 15:21:11

Hansi37 hat geschrieben:[

Aber wie gesagt wirklich nur ca. einmal im Jahr um zu testen ob ichs überhaupt noch habe :shock:


Das meinst Du jetzt aber nicht Ernst oder? Du weißt schon, dass Zöliakie nicht heilbar ist, egal, was irgendwelche "Schlaumeier" ab und zu behaupten!??
lg lichtung

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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon FSM » 22 Mai 2014 15:43:01

Hansi37 hat geschrieben:Ja, das mit den Gebäck, Kuchen und Brot lass ich ganz weg, bis auf Bier halte ich mich strikt daran.

Das ist eine Unterscheidung ohne Unterschied. Wenn Ausnahmen machst, hältst du dich nicht strikt an die glutenfreie Ernährung - mit allen medizinischen Folgen, die in der Regel damit verbunden sind. Bei Zöliakie gilt eben nicht was bei Fructoseintoleranz gilt: Man kann so viel Fruktose essen wie man will, so lange es einem gut geht. Bei Zöliakie bekommen manche kein direktes Feedback vom Körper, krank macht das Gluten dann trotzdem.

Hansi37 hat geschrieben:Außer einmal im Jahr, da gibts den Big Tasty Bacon, ich muss ja schließlich testen ob bei mir eine Spontanheilung eingetreten ist, die ja durchaus bei Zöliakie möglich ist. :engel: ;-) Und eine Tag später, wenns sowieso wieder losgeht auch nochmal was, wo mir sonst das Wasser im Mund zusammenläuft und ich es nicht darf, wie Waffel mit Sahne. :oops:

Aber wie gesagt wirklich nur ca. einmal im Jahr um zu testen ob ichs überhaupt noch habe :shock:

Eine spontane Heilung ist nicht möglich. Wenn dies in Einzelfällen vermutet wurde, hing dies mit ungenauen Diagnosen zusammen. Es hatten also Leute "Spontanheilungen", die die Krankheit gar nicht hatten. Bei deiner sicheren Diagnose nach modernen Verfahren ist eine Heilung ausgeschlossen.

Hansi37 hat geschrieben:Nein, Laboruntersuchungen zum Thema gab es danach nicht wieder. Der Doc hat mich entlassen und eine Glutenfreie Ernährung empfohlen, das wars. Wäre aber natürlich mal interessant. Welche Werte sollte man laufend kontrollieren ?

Diese Kontrollen sind mit Vorsicht zu genießen. Wenn deine Antikörper in die Höhe gehen, dann zeigt dass regelmäßige Aufnahme von Gluten an. Auch wenn diese Werte nicht erhöht sind, kann die Darmschleimhaut geschädigt sein, was nur durch eine Dünndarmspiegelung mit Biopsie herauszufinden wäre. Und selbst wenn die Biopsie keine Veränderungen anzeigt, ist etwa das Krebsrisiko bedingt durch wiederholten Auslösen des Autoimmunprozesses erhöht.

Insgesamt erwarten einen gelegentlichen Glutenkonsumenten die gleichen Symtome wie bei dauerhaftem Glutenkonsum, also Mangelerscheinunge, schwaches Immunsystem, Knochenschwund, Krebs... die Lebenserwartung ist verkürzt.

Ich habe nichts dagegen, wenn sich jemand trotz Zöliakie gegen eine strikte Diät entscheidet. Genau wie bei Tabak, Alkohol, Unsportlichkeit, ungesunde Ernährung usw. sollte niemand gezwungen sein, das für seine Gesundheit sinnvolle zu tun. Allerdings sollte man das nicht verharmlosen. Gluten ist für Menschen mit Zöliakie sehr gefährlich. Leider glauben uns viele Leute (Verwandte, Bekannte, Gastwirte,...) nicht. Deswegen finde ich es schon ein Gebot der Solidarität das als Betroffener nicht zu verharmlosen.

Viele Grüße vom FSM

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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon Purzeline » 22 Mai 2014 17:28:44

Hallo Hansi,

die Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die mit weiteren Erkrankungen, u.a. auch weiteren Autoimmunerkrankungen assoziiert ist. Ein Zöliakiebetroffener, der sich nicht an die glutenfreie Ernährung hat ein wesentlich höheres Risiko weitere Autoimmunerkrankungen oder Folgeerkrankungen zu bekommen. Hält sich ein Zöliakiebetroffener an die strikte glutenfreie Ernährung geht man davon aus, dass er / sie nach ca 3 - 5 Jahren wieder das gleiche Risiko hat, andere Autoimmunerkrankungen zu bekommen, wie ein "gesunder" Mensch.
Solange du aber deinem Körper die notwendige Regeneration nicht gönnst und weiter regelmäßige Diätfehler begehst, bleibt dein Risiko weiter Autoimmunerkrankungen, Folgeerkrankungen, Mangelerscheinungen zu bekommen auf dem Level eines nicht diagnostizierten Zöliakiebetroffenen.
Bei der Zöliakie gibt leider kein "ein bisschen glutenfrei" es gibt nur ein "ganz" oder "gar nicht".

Oder etwas individueller auf dich bezogen, die Lebensqualität die du dir mit dem "bisschen" glutenhaltigen Bier und dem Burger jetzt glaubst du steigern, wirst du in absehbarer Zeit mit der Verschlimmerung der Sarkoidose, sollte diese tatsächlich eine Folge der nicht behandelten Zöliakie sein, wieder sehr stark einbüsen!
Grüßle
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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon Hetairos » 22 Mai 2014 17:44:44

Hallo Hansi,

mit Kontrolluntersuchungen ist -->dies<-- gemeint.
Die solltest du schon einmal jährlich durchführen lassen, um evtl. Veränderungen mit den vorherigen Ergebnissen zu vergleichen.

Wie die anderen schon schrieben - es muss dir bewusst sein, dass du dir schadest, wenn du durch bewusste Diätfehler den Entzündungsprozess am Schwelen hältst.
Stell es dir mal so vor wie bei einem kontrollierten Feuer. Solange noch Glut ist, herrscht auch noch Zerstörungsgefahr.

Mach' dir nichts vor!
Gruß Hetairos
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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon Hansi37 » 22 Mai 2014 18:42:10

Danke für Eure antworten, Ihr habt mir nochmal das Risiko bewusst gemacht, dass ich ein Spiel mit dem Feuer treibe.

Im Rahmen der Sarkoidose Untersuchungen in der Klinik und beim Lungenarzt wurden das kleine Blutbild, auch Vitamine und Spurenelemente untersucht.

Alles war normwertig. Es wurde darüber hinaus auch Vitamin D3 untersucht, alles normal. Die Leberwerte waren beim letzten Test sogar niedrig wie nie!

Aber die Transglutaminase werde ich in jedem Fall nochmal machen lassen. Calcium ist bei mir sogar immer im oberen Bereich.
Früher hat meine PArtnerin immer gesagt, das ich immer sehr warm bin und ideal zum wärmen ;) (als die Zöliakie noch unerkannt war). Seit dem ich mich weitgehend glutenfrei ernähre bin ich meist viel kälter, und ich fühle mich auch nicht mehr so überhitzt wie früher. meine Freundin findet das aber schade, dass ich nicht mehr so warm bin :?

Aber unabhängig davon woher jetzt meine Sarkoidose kommt, wird sich die Zöliakie sicher nicht positiv darauf auswirken, das kann ich mir auch vorstellen. Daher werde ich wohl auch wieder umschwenken auf 100% Glutenfrei.

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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon lucky luck » 22 Mai 2014 18:44:43

Hi Hansi
Dass dir hier soviel Gegenwind entgegen kommt braucht dich nicht wundern, solch lockerer Umgang mit
der glutenfreien Diät werde ich nie unterstützten.
Die Gesundheit ist unser höchstes gut.
Da du ja auch unter Histaminose (Histaminintolleranz) leidest, sollte Alkohol eigentlich gemieden werden.
Ich habe selber Histamininrolleranz, Alkohol geht bei mir gar nicht.
Du hast ja schon genug andere Bausstellen, schau dass diese sich nicht zunehmst verschlimmern.
lg
Valentin
(wir sind die anderen aber wissen das die anderen)

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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon Hansi37 » 22 Mai 2014 19:37:36

lucky luck hat geschrieben:Hi Hansi
Dass dir hier soviel Gegenwind entgegen kommt braucht dich nicht wundern, solch lockerer Umgang mit
der glutenfreien Diät werde ich nie unterstützten.
Die Gesundheit ist unser höchstes gut.
Da du ja auch unter Histaminose (Histaminintolleranz) leidest, sollte Alkohol eigentlich gemieden werden.
Ich habe selber Histamininrolleranz, Alkohol geht bei mir gar nicht.
Du hast ja schon genug andere Bausstellen, schau dass diese sich nicht zunehmst verschlimmern.
lg
Valentin


Ich sehe das doch gar nicht als Gegenwind ;-)

Das man als Histaminose Betroffner allerdings Alkohol völlig meiden soll, ist dagegen nicht richtig. Jeder Betroffener hat eine andere Toleranzgrenze, jeder ist anders. Der eine reagiert z,b, mehr auf Zitronensäure, ein anderer weniger. Ein anderer sogar auf Cola. Das ist sehr individuell und Empfehlen über Art und Menge können bei Histaminose nicht pauschal gegeben werden!

LG

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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon moni130 » 22 Mai 2014 20:06:26

Daher werde ich wohl auch wieder umschwenken auf 100% Glutenfrei.

Gut so!

Und deswegen gibt es jetzt auch als eine kleine "Belohnung" einen Tipp:

Hast Du denn schon mal das Spalter BUCHweizen probiert? Das einzige Risiko, das für uns mit diesem Bier verbunden ist: Wenn man das einmal getrunken hat, dann will man vielleicht nie mehr ein anderes ;). Es ist ein herrlich leichtes Bier mit rel. wenig Alkohol und ich finde auch als Radler einfach super.

Abgesehen davon, dass dafür keine glutenhaltigen Rohstoffe verwendet werden, sondern nur Buchweizen, ist es streng nach dem Reinheitsgebot gebraut - was man von den anderen "Bieren" aus glutenfreien Rohstoffen nicht sagen kann. Ich weiß sonst nur von dem österreichischen BeerUp, dass es auch noch nach dem Reinheitsgebot gebraut wird.

Leider gibt es das Buchweizen nur regional in der Umgebung von Nürnberg und über einige Versandhändler. Und es ist leider auch preislich noch in der Oberliga der guten Sachen. Aber ich werde meine nächste Tour in die Gegend zum Einkauf nutzen. Nürnberg, ich komme ...

Gruß
Monika

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Re: Bier - Wirklich immer kontaminiert ?

Beitragvon Heiterkite » 22 Mai 2014 20:35:39

Das Buchweizen finde ich auch toll. ich hatte sonst im Sommer gern und viel alkfreiese Weizenbier getrunken, das Buchweizen ist ein super Ersatz. Auch wenn es mit Alk ist


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