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Trekkingtour mit Zöliakie

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meinbauch
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Trekkingtour mit Zöliakie

Beitragvon meinbauch » 12 Feb 2017 14:00:47

Hallo alle zusammen,

mit einigen Freunden plane ich, im Sommer eine Trekkingtour in Island (den 7-tägigen Laugavegur).
Da man bei dieser Wanderung nur an unbewirtschafteten Hütten mit Zeltplatz vorbeikommt, sollte man sich vorher genügend Lebensmittel für eine Woche mitnehmen.
Jetzt sind wir in unserer Planung schon etwas weiter und ich mache mir zunehmend Sorgen, wie ich das mit dem glutunfreien Essen organisieren soll. Am Anfang habe ich mir nichts dabei gedacht, und mich in der Sicherheit gewogen, dass ich mein eigenes Essen mitnehme.
Allerdings haben wir mittlerweile eine Art Ernährungsplan und es wird immer deutlicher, dass ich die meisten "Camping-Menüs" à la Tütensuppe oder Dosenravioli gar nicht glutenfrei kenne und auch nicht wüsste, wo man sie finden kann. Das Problem hierbei ist, dass ich auch aus Gewichtsgründen nicht einfach irgendwas mitnehmen kann.
Die zweite Herausforderung stellt dann das Brot dar. Ich persönlich hätte kein großes Problem damit, eine Woche lang einfach Brot mit gesünderen Aufstrichen und eben Powerriegel oder getrocknetes Obst zu essen. Aber auch mit dem Brot ist das nicht so einfach. Zuerstmal ist eigentlich jedes Brot (das ich kenne), dass dicht verpackt ist, mit einem Luftpolster gefüllt und entsprechend groß und unpraktisch für einen Wanderrucksack. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese Brote gerade auf Reisen (Höhen-/Temperatur- -> Druckunterschiede usw.) sehr schnell auch in der verschlossenen Packung feucht werden und schimmeln. Meine größte Angst im Moment besteht darin, dass ich dann da in der Natur sitze und am dritten Tag feststellen muss, dass mein komplettes Brot geschimmelt ist. Was die Brote angeht, traue ich mich nicht, ein selbstgemachtes mitzunehmen (auch aus Verpackungsgründen und Schimmelängsten) und ansonsten kenne ich nur Brote mit diesem Biegteil aus Plastik als Verschluss, also nicht luftdicht verpackt oder halt die Luftpolster wie das Brot von Schär. Es wäre natürlich auch gut, wenn das kein Brot ist, das man toasten muss...

Ich weiß, dass meine Bedingungen ein bisschen extrem sind, aber ich will mich auf keinen Fall durch meine Zöliakie davon abhalten lassen, diese Wanderung zu machen. Ich will ja auch nicht gleich zum Nordpol, sondern nur eine Woche in Island wandern...
Ich wäre sehr dankbar, wenn jemand, der mit sowas schon einmal gemacht hat, seine Erfahrungen mit mir teilen könnte....

Herzliche Grüße
meinbauch ;-)

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Re: Trekkingtour mit Zöliakie

Beitragvon moni130 » 12 Feb 2017 16:10:51

Hallo,

Island - toll, da wäre ich gerne dabei (mit 30 - 40 Jahren wengier auf den Knochen ;)). Gut, also zu Island kann ich keine Erfahrungen beisteuern, aber ich war früher oft in anderen Regionen, wo ich damit rechnen musste, mich wochenlang aus Mitgebrachtem ernähren zu müssen. Aus dieser Zeit stammen meine ersten Erfahrungen mit Pema-Brot und so habe ich mich riesig gefreut, als ich entdeckte, dass diese Firma auch glutenfrei produziert. Nicht alles, was dort hergestellt wird, ist unter eigenem Namen im Handel und so kennen viel mehr Zölis die Brote als die Marke des Herstellers.

Aufgrund des Herstellungsverfahrens und der Verpackung (ohne Luft) ist dieses Brot sehr, sehr lange haltbar und hält auch in extremen Klimabedingungen einwandfrei durch. Um es zu probieren, schaue in größeren Supermärkten beim normalen (!) Vollkornbrot nach der orangeroten Packung mit dem glutenfreien Reisbrot. Was ich aus dem Pema-Sortiment ganz besonders schätze, das sind die scheibchenweise verpackten Portionen in der Brotbox. Die findet man evtl. nicht so leicht, aber die sind einfach genial auf Reisen. Da ich oft den ganzen Tag irgendwo unterwegs bin, habe ich neben Mini-Salamis, gekochtem Ei, Nuß-Fruchtmix-Tütchen, Bananen-Chips und Frankonia Haselnuss-Schnitte immer ein paar der einzeln verpackten Scheiben Pema-Brot dabei. Ich kann dann unterwegs entscheiden, was ich davon essen möchte und weil alles gut haltbar und sauber verpackt ist, kann das, was übrig bleibt, bedenkenlos für die nächste Tour wieder mitgenommen werden. Gelegentlich, nicht nur zur Weihnachtszeit, habe ich auch mal einen großen glutenfreien Mandel-Lebkuchen von der Nürnberger Fa. Fraunholz dabei. So ein Lebkuchen ersetzt eine komplette Mahlzeit.

All das hat eine hohe Nährstoffdichte, d.h. ich schleppe kein unnötiges Wasser mit mir rum.

Für die Camping-Küche aus dem Rucksack empfehle ich z.B. rote Linsen mitzunehmen. Die sind ganz schnell fertig und fallen auch nicht durch Wassergehalt ins Gewicht. Das gilt auch für Reisnudeln oder Glas-Nudeln aus Mungobohnenstärke. 1-2 Tuben Tomatenmark, Mini-Kabanossi, Baby-Bel, Erdnusscreme, Nüsse, Heringsdosen (auf Island natürlich vor Ort eingekauft), Getränkepulver ("heiße" Zitrone geht wunderbar auch kalt), gekörnte Brühe und Kartoffelpürrepulver würden sich für so eine Tour sicherlich auch noch in meinem Rucksack versammeln. Momentan experimentiere ich mit Chia-Samen und kann ich mir vorstellen, dass die zusammen mit isländischem Skyr und isländischen Beeren gut harmonieren.

Essen für 7 Tage im Rucksack mitzuschleppen, stelle ich mir nicht so einfach vor. Dosenravioli u.ä. sind bei einer solchen Unternehmung ganz sicherlich nicht geeignet, da viel zu schwer. Also brauchst Du auch nicht traurig sein, dass Du die nicht essen kannst. Aber Deine Freunde werden Dich vielleicht um Deine optimal tourentauglichen Proviantideen beneiden.

Gruß
Monika
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Re: Trekkingtour mit Zöliakie

Beitragvon Heiterkite » 12 Feb 2017 16:58:34

Von einigen Firmen gibt es Schwarzbrot, dass jeweils einzeln abgepackt ist. Das hat meine Radreisen, auch mit ordentlich Höhen-und Temperaturunterschieden, gut überstanden. Müsli ist auch unkritisch.
Dosen sind für eine Tour ja sowieso eher ungeeignet. Tütensuppen gibt es einige glutenfreie. Nudeln, Reis, Fertigkartoffelbrei lassen sich auch gut mitnehmen.

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Re: Trekkingtour mit Zöliakie

Beitragvon Die.L » 17 Feb 2017 17:30:19

Ich teile Monikas Begeisterung für das Pema-Brot. Allerdings ist es hier, am anderen Ende der Republik nur unter dem Label Hammermühle zu bekommen.

Ich wünsche Dir viel Spaß!
Schöne Grüße von Heike!
Mit Tochter aus 02/2004 (Zöliakie diagnostiziert seit 10/2013)
Für mich seit 06/2017 Diagnose antikörpernegative Zöliakie


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