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Zöliakie ohne Diagnose

Wie wurde Zöliakie / Sprue bei euch festgestellt? Wie geht ihr mit der Erkrankung um?

Zöliakie ohne Diagnose

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piet550
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Zöliakie ohne Diagnose

Beitragvon piet550 » 14 Sep 2019 08:18:04

Hallo,ich bin Piet ,57J.Meine Geschichte startete im März 2018.Mein Stuhlgang ging in Richtung Bleistiftstuhl und wurde weicher und öfters mal breiige Durchfälle.Im September 2018 bekam ich wegen einer anderen Geschichte 3 verschiedene Antibiotika über insgesamt 5 Wochen .Danach hatte ich fast nur noch breiigen Durchfall oder Bleistiftstuhl mit sichbaren unverdauten Gemüse . Nach negativen Test auf Bakterien,Blutuntersuchung,Magen-Darmspiegelung dann die Diagnose Reizdarm.Damit habe ich dann bis vor 3Monaten "gelebt".Dann gab es noch eine Steigerung.Von 3-5 mal tgl. Stuhlgang kam ich auf 10 mal tgl.komischerweise fast ausschliesslich nur vormittags. Der Stuhlgang wurde auch noch sehr fettig.Ich gegoogelt und bin auf Bauchspeicheldrüse sowie Zöliakie gestossen.Bin sofort angefangen mich Gluten- und Laktosefrei zu ernähren,gleichzeitig habe ich die Bauchspeicheldrüse ausschliessen lassen.Schon nach 2 Tagen hatte ich wieder festen Stuhlgang.Leider nicht mehr ganz so wie früher,aber ich bin guter Hoffnung.
Meine Hausarzt meinte,ich solle mit Gluten und Laktose experimentieren,wieviel ich noch vertrage.
Aus Unacht habe ich eine Bratensosse(ohne Weizenmehl),aber mit Spuren von Gluten verzehrt.Danach bekam ich 3 Tage Durchfall.Einmal habe ich einen Joghurt gegessen.Das Resultat war 4 Tage Durchfall.Also für mich ,ist der Fall ziemlich klar.Auf einigen Seiten,lese ich immer wieder ,dass es wichtig sei,die Diagnose vom Proktoenterologen zu bekommen.Ich lese aber nirgendwo ,warum es so wichtig ist?Habt ihr eine Ahnung?
Ich sehe doch die Fortschritte meiner glutenfreien Ernährung.Für eine solche Untersuchung müsste ich 2-3 Wochen vorher wieder anfangen mich gluten-und laktosehaltig zu ernähren und dann auch nur für einen Bluttest.Das möchte ich mir nicht so gerne nochmal antun.

Reinhard Schwabroh
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Re: Zöliakie ohne Diagnose

Beitragvon Reinhard Schwabroh » 17 Sep 2019 08:32:40

Moin Piet,
Willkommen im Club.
Du bist über 50Jahre alt. Wahrscheinlich bist du vernünftig und führst ein bewusstes Leben.
Da musst du dir jetzt nicht unbedingt die klassische Diagnoseprozedur antun. Besser wäre es natürlich.
Schreibe ab jetzt ein Ernährungstagebuch. Schreibe auf, was du gegessen hast und wie es dir danach geht.
So kannst du Nahrungsmittel ausschließen in jeder Richtung (ja oder nein).
Traue nicht deinem Arzt, dass du Gluten etc langsam wieder einführen sollst.
Lies hier im Forum über die Dauer der Regeneration der Darmzotten.
Backe selbst Brot (natürlich mit meinen Rezepten) oder bestelle zb bei mgb.
Vermeide den Darm belastende Nahrungsmittel wie Bohnen, Speck etc.
Beobachte dich und versuche, positiv ins Leben zu schauen.
Es kann aber auch alles anders kommen.
Wir wissen ja selbst so wenig über die Prozess in unserem Leib.

Gruß
Reinhard
Schwerpunkt:Brotbäcker


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