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Wirklich alles Zöliakie

Wie wurde Zöliakie / Sprue bei euch festgestellt? Wie geht ihr mit der Erkrankung um?

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Patricia_1108
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Wirklich alles Zöliakie

Beitragvon Patricia_1108 » 22 Feb 2015 16:02:55

Hallo Zusammen,

ich habe seit einigen Monaten Beschwerden verschiedenster Art, was zu einer ziemlichen Angst vor schlimmen Krankheiten geführt hat. Wirklich so, dass es mich psychisch stark beeinträchtigt. Erst hatte ich starke Angst vor Darmkrebs, jetzt vor Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Es fing an mit leichten linksseitigen Bauchschmerzen und teilweise Flankenschmerzen.
Bisherige Untersuchungen: Blut (mehrfach), Ultraschall (2x, 1x davon gründlich im KH), Magen- und Darmspiegelung,
Diagnose: nicht 100% sichergestellte Zöliakie Marsh Typ IIIa

Meine Beschwerden:
- Leichte dauerhafte Schmerzen unter der linken Brust und den linken Rippen
- diese Schmerzen ziehen auch weiter nach unten
- Schmerzen im Becken (auch leicht, weniger oft als die Rippenschmerzen)
- leicht erhöhte Leberwerte (GOT und GPT leicht erhöht, GGT ok)
- immer wieder Schmerzen an Stellen wie zB unterm Knie, am Handgelenk....nicht gravierend, würde sonst nicht so auffallen)

kann das wirklich an der Zöliakie liegen?
Man muss dazu sagen, dass ich 10 Jahre dachte einen Reizdarm zu haben, bis ich die Pille abgesetzt hab und eigentlich meine Verdauung seit Dezember viel besser geworden ist.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Danke schonmal!

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moni130
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Re: Wirklich alles Zöliakie

Beitragvon moni130 » 22 Feb 2015 17:01:33

- Leichte dauerhafte Schmerzen unter der linken Brust und den linken Rippen
- diese Schmerzen ziehen auch weiter nach unten


Hallo Patricia,

ist auch mal orthopädisch abgeklärt worden, ob von Seiten der Wirbelsäule evtl. ein fortgeleiteter Schmerz ausgelöst werden kann? An so etwas denken die Internisten eigentlich nie, sondern packen alles an Untersuchungen aus, was einen das Fürchten lehren kann. Aber wenn man es weiß, woher der Schmerz kommt und dass er nichts Schlimmes ankündigt, kann man ihn auch leichter "wegstecken".

Andere Schmerzen (ohne wirkliche Bedeutung) können sich dazu gesellen, wenn das Schmerzsystem durch so etwas laufend überlastet ist.

Leicht erhöhte Leberwerte sind bei der Zöliakie-Diagnose nichts Besonderes. Auch die Bauchspeicheldrüsenwerte können da erhöht sein. Unter glutenfreier Ernährung normalisiert sich das.

Auf jeden Fall kannst Du davon ausgehen, dass Du wirklich keine gefährliche Krankheit hast. Wenn Dich weiterhin Angst vor Krebs quält, solltest Du nicht zögern, Dir psychologische Begleitung zu suchen, um wieder Herr zu werden, über das, was Dir durch den Kopf geht.

Kopf hoch und lasse es auf Dich zukommen, was von Deinen Beschwerden nach ein paar Monaten glutenfrei noch übrig ist.
Monika

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Hetairos
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Re: Wirklich alles Zöliakie

Beitragvon Hetairos » 22 Feb 2015 17:16:22

Hallo Patricia,

auch ich möchte dir Mut machen. Du schreibst ja selbst, dass deine Verdauungsbeschwerden sich schon gebessert haben.
Mit Marsh IIIa hast du eine gesicherte Diagnose. Damit fällt schon mal etwas wichtiges weg, was anderen Patienten, deren Diagnose nicht so
eindeutig ist, oft lebenslang zu Schaffen macht: der Zweifel!

Denke jetzt mal nicht zu viel über deine "von Hier nach Da hüpfenden" Beschwerden nach (Monis Hinweis solltest du aber dennoch nachgehen!)
Du glaubst ja gar nicht, was die Zöliakie alles anrichten kann. Unter konsequent glutenfreier Ernährung kann sich aber alles wieder zum Guten wenden.
Stürze dich kopfüber ins glutenfreie Leben! Lass dir helfen - dieses Forum bietet derart viele Tipps und Kniffe dafür, dass man sich das Experimentieren
durchaus zum Hobby machen und schier neue Welten entdecken kann. Erst diese Woche gibt es -->einen Artikel in der ZEIT<-- mit dem Hinweis auf den Blog einer jungen Amerikanerin, die aus ihre Glutenunverträglichkeit eine Passion gemacht hat.
Da läuft einem doch das Wasser im Munde zusammen! :)

Stöbere dich durch unsere "praktischen" Kategorien und mach dir auch die Seite glutenfrei-kochen.de unserer Trudel zum Alltags-Begleiter. Klar musst du jetzt viel lesen, lernen, aners machen. Aber du wirst sehen, dass es sich lohnt.

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Willkommen bei uns!
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Re: Wirklich alles Zöliakie

Beitragvon Patricia_1108 » 22 Feb 2015 17:28:51

Vielen Dank für die lieben Kommentare.
Gleich gibts erstmal ein glutenfreies Abendessen;)
Wie lange kann es dauern, bis die glutenfreie Ernährung Besserung schafft?

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Re: Wirklich alles Zöliakie

Beitragvon moni130 » 22 Feb 2015 17:59:25

Wie lange kann es dauern, bis die glutenfreie Ernährung Besserung schafft?

Das kommt u.a. auch auf Dich an, was Du als Besserung wahrnimmst. Nicht alle Beschwerden verschwinden auf einen Schlag. Manches kann sich schon nach Tagen spürbar bessern, anderes kann Monate und sogar Jahre dauern. Die Verdauung reagiert meist ganz schnell, Gelenkschmerzen brauchen etliche Monate und bei Schäden im Nervensystem rechnet man in Jahren.

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Re: Wirklich alles Zöliakie

Beitragvon Rookie Andrea » 22 Feb 2015 18:11:08

Ich hatte auch leicht schlechte Leberwerte und nach einem Jahr war alles wieder ok

Wirst sehen das normalisiert recht rasch.
Lg Andrea

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Re: Wirklich alles Zöliakie

Beitragvon lucky luck » 22 Feb 2015 20:03:38

Hi Patricia
:welcome:
Bedenke glutenfreie Backwaren enthalten mehr stärke als normale Backwaren
die auch Verdauungsbeschwerden hervorrufen
können,das Verdaungsystem muss sich erst
daran gewöhnen man sollte diese langsam in die Ernährung dazunehmen.
Mann sollte daher von Natur aus glutenfreie Lebensmittel
wie Reis, Kartoffel, Fisch, Fleisch, Eier, Reiswaffeln dazu nehmen.
Eine vorübergehende Laktose und Fructoseintolleranz könnte auftreten,muss
aber nicht sein hier Infos dazu viewtopic.php?f=135&t=16198.
Alles gute
Lg
Valentin
Zuletzt geändert von lucky luck am 23 Feb 2015 12:32:45, insgesamt 1-mal geändert.
(wir sind die anderen aber wissen das die anderen)

Mellena
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Re: Wirklich alles Zöliakie

Beitragvon Mellena » 23 Feb 2015 09:07:43

Hallo,

ich habe auch seit 1,5 Jahre anhaltende Bauchschmerzen mit Übelkeit und Krämpfen. Nachdem eine Tochter Zöliakie hat wurde bei mir auch sowohl Magen - als auch eine Darmspiegelung gemacht sowie ein grosser US aber ohne Befund ( einzig meine Milz ist vergrössert ). Mein Gastroenteriologe tippte dann auf Rücken und auch meine Ostheopatin schloss sich diesem Verdacht an, da ich seit einem Reitunfall vor zwei Jahren immer noch Probleme mit der LWS habe. Ich habe dann ein Symptom Tagebuch geführt und immer wenn ich meinen Rücken belastet habe oder mein Rücken schmerzte kam kurz darauf der Magen zum Vorschein.
Der Tip mit dem Orthopäden ist daher gold richtig....das kann zusammen hängen. Ich spreche da aus Erfahrung.


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