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Ferritin, Gliadin, ANA erhöht. Was tun?

Eure Fragen und Tipps zu den Symptomen, zur Diagnose und Behandlung von Zöliakie / Sprue

Ferritin, Gliadin, ANA erhöht. Was tun?

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FabiWtal
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Ferritin, Gliadin, ANA erhöht. Was tun?

Beitragvon FabiWtal » 11 Mai 2019 00:21:56

Hallo liebes Forum,

Seit ein paar Tagen bin ich nun hier unterwegs um mich über die Zöliakie zu informieren. Ich möchte gerne meine Geschichte erzählen in der Hoffnung das mir jemand hier helfen kann.. ich weiß ehrlich nicht mehr was ich nur machen soll..

Ich bin Fabian und 25 Jahre alt.

Letztes Jahr im Juni begab ich mich zum Zahnarzt aufgrund einer starken Parodontose.
Die wurde dann behandelt. Daraufhin entwickelten sich aphten im Mund und ich bekam allmählich das Symptom eines Klos im Hals..

Daraufhin begab ich mich zu einem HNO Arzt. Der machte jede Menge Tests mit mir. Unter anderem wurde ich zum Breischluck geschickt um Speiseröhrenkrebs auszuschließen.

Alles negativ. Auch ein Prick Allergie Test war durchweg negativ.

Also wurde ich in die psychosomatische Ecke geschoben.

Im Anschluss ging ich zum Hausarzt. Der machte ein Blutbild und eine „Ganzkörpersonografie“.

Da kam dann heraus das ich eine Fettleber habe (die aber schon länger bekannt war) und das ich Knoten in der Schilddrüse habe. Im Blutbild war der GPT wert bei 70 bei erlaubten 50. hier muss ich ergänzen das dieser Wert vor drei Jahren bei 120 lag! Er ist seitdem stetig gefallen. Warum der Wert so hoch war wollte nie ein Arzt näher verfolgen, da ich ja eine Fettleber hatte..

Durch einen Zufall hat die Ärztin den Ferritin wert angekreuzt. Der lag bei 730! der normwert liegt bei 250.

Daraufhin hatte sie mich gefragt ob ich mich sehr fettig ernähre.. ich nickte zustimmend, da ich beruflich eigentlich nur unterwegs bin und dadurch wenig Zeit habe mich um meine Nahrungsaufnahme zu kümmern. Damit war das Thema für sie eigentlich weitestgehend durch allerdings habe ich ihr das Gefühl vermittelt das ich schon gern wissen würde was da los ist.

Also gab es eine Überweisung zur Radiologie für die Schilddrüse und zum Gastroenterologen mit Verdacht aus hämochromatose.

Die szintigrafie der Schilddrüse erfolgt im Juni. Da wird dann geschaut was das für Knoten sind.

Beim Gastroenterologen wurde erstmal ein 15 seitiges Blutbild gemacht und eine erneute Sonographie. Sonographie unauffällig (bis auf die Fettleber)

Beim Blutbild bestätigte sich wieder der Hohe Ferritin wert. Ist nun seit Monaten erhöht. Der normale Eisenwert ist im Normbereich.

Allerdings ist transferrin im normbereich. Daher wird Hämochromatose ausgeschlossen..

Aber.. im Blutbild würde auch der Gliadin wert kontrolliert.. hier die Daten:

Gliadin IgA 48 (normbereich 25)
Gliadin IgG <25 (normbereich <25)
Transglutaminase IgA <20 (normbereich <20)

Anbei kamen dann noch folgende Werte:
CRP C-Reakt. Protein 1,0 (normwert <0,5mg)
Und der ANA Titer lag bei 1:200 statt normalen 1:100.

Die Werte habe ich mir persönlich in der Praxis abgeholt.

Die Ärztin hat mich lediglich auf der Arbeit kurz angerufen und mir mitgeteilt das ich wohl eine Zöliakie habe und sie eine Magenspiegelung mit Biopsie durchführen mag und noch ein weiteres Blutbild anfertigen lassen mag. Ansonsten war sie kurz angebunden und hat zeitnah aufgelegt.

Seitdem titsche ich von einer Ecke zur anderen und weiß nicht so recht wie ich damit umgehen soll.. es sind zu viele Dinge im Raum und ich fühle mich ein wenig hilflos und alleine gelassen.. auch im privaten Umfeld habe ich das Gefühl das keiner versteht wie es gerade psychisch in mir aussieht..
mein Hausarzt hat erst wieder im Juli Zeit für mich..

Das mit der Schilddrüse ist übrigens mütterlicherseits bekannt. Das hat eigentlich jeder in der Familie. Aber die Kombi aus dem Verdacht der Zöliakie, die Eisenüberladung, die Schilddrüse..

Persönlich muss ich erwähnen das ich seit Jahren Probleme mit Sodbrennen und Reflux habe. Hab auch schon öfters Patropanzol eingenommen. Bei Stress, Angstzuständen, Nervosität bekomme ich Durchfall. Sonst wüsste ich nicht das ich in der Richtung etwas „unnormales“ festgestellt habe.

Vielleicht kann mir ja einer einen Rat geben wie ich mich nun am besten verhalte bzw hat eine Idee ob es eigentlich wirklich eine Zöliakie sein kann.. ich blicke halt langsam nicht mehr durch und stehe voll im Berufsleben und fühle mich eigentlich Soweit ganz gut... wenn da nicht immer diese negativen Gedanken wären „ob ich an irgendwas schlimmen erkrankt bin“.

Ich danke Schonmal jeden der es bis zum Ende dieses Romans geschafft hat!

Die.L
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Re: Ferritin, Gliadin, ANA erhöht. Was tun?

Beitragvon Die.L » 11 Mai 2019 21:17:55

Moin,
da hast Du wohl bei den Autoimmunerkrankungen ganz tief ins Säcklein gegriffen.
Du bist ganz schön jung für eine Fettleber... wie sieht es aus mit den üblichen Verdächtigen Alkohol, Bewegungsmangel, Gewicht?
Bei den erhöhten Zöli-Antikörpern würde ich nicht lange mit der Biopsie zögern. Als Erwachsener braucht es die eh, und wenn sie positiv ist, gibts nichts zu diskutieren. Wenn sie negativ sein sollte, würde ich persönlich anschließend doch einen sehr konsequengten glutenfreien Versuch starten, denn Aphten und Leberprobleme sind schon recht typisch, auch der „nervöse Darm“.
Und ich kann mir gut vorstellen, dass sich ganz zum positiven verändert durch die gf Ernährung.
Das charmante an Zöliakie ist, dass man es komplett selbst in der Hand hat. Das ist anders als bei allen anderen Autoimmunerkrankungen.
Schöne Grüße von Heike!
Mit Tochter aus 02/2004 (Zöliakie diagnostiziert seit 10/2013)
Für mich seit 06/2017 Diagnose antikörpernegative Zöliakie

FabiWtal
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Re: Ferritin, Gliadin, ANA erhöht. Was tun?

Beitragvon FabiWtal » 11 Mai 2019 21:23:24

Ich habe momentan einfach Mega Angst das dort eine ganz schlimme Autoimmunerkrankung vorliegt die auf lange Sicht meine Lebensqualität stark einschränkt bzw mich frühzeitig in den Tod führt. Und kein Arzt scheint mich wirklich ernst zu nehmen.

Grundsätzlich lebe ich ein ziemlich ungesundes Leben. Viel fastfood, Übergewicht etc.. daher winken die Ärzte bei der Fettleber häufig ab und sagen dazu nur „Volkskrankheit“

Ich muss sagen das ich mich grundsätzlich eigentlich fit fühle und so gsrnicht das Bedürfnis besitze zum Arzt zu gehen..

Ist meine Angst berechtigt oder mache ich mir nur unnötig Stress? Liegt wirklich die Gefahr recht hoch das ich mehrere Autoimmunerkrankungen besitze ?

Es wurden ebenfalls im nebenbefund aktin Antikörper gefunden..


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