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Biopsie bei ÖDG

Eure Fragen und Tipps zu den Symptomen, zur Diagnose und Behandlung von Zöliakie / Sprue

Biopsie bei ÖDG

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Biopsie bei ÖDG

Beitragvon Nadira » 21 Feb 2019 20:24:33

Hallo,

bei mir soll das 1. Mal aufgrund von Beschwerden eine Gastroskopie gemacht werden.

Seit 4 Jahren leide ich unter Völlegefühl und Oberbauchbeschwerden. Jetzt kamen vor 2 Wochen noch starke Schluckbeschwerden dazu. Pantoprazol 40 2x tgl hat geholfen, jetzt schleiche ich aus.
Vor 3 Jahren wurde eine Fruktoseintoleranz mit dem H2 Atemtest diagnostiziert, Laktose war negativ. Seitdem habe ich weniger Blähungen und morgens keinen Durchfall mehr.
Deamidierte Gliadine waren damals negativ.

Sonst habe ich einen niedrigen Ferritinwert, B12 ca. 250 (vor einem Jahr, neue Werte sind schon abgenommen).
Außerdem habe ich eine Hashimoto Thyreoiditis.
Zwischendurch hatte ich häufiger beidseits taube kleine und Ringfinger plus Unterarme. Nervenleitgeschwindigkeit ok.

Ein besonderer Zöliakieverdacht wurde nicht ausgesprochen, allerdings dachte ich, dass man das bei einer Gastro mituntersuchen sollte, oder?

Der Gastroenterologe sagte heute beim Vorgespräch, dass eine Zöliakie ja schon ausgeschlossen wäre, da ich Laktose vertrage. Also gibt es nur 2 Probeentnahmen im Dünndarm...
Unsympathisch war er mit auch.

Kann man nach einem Vorgespräch in einer Gemeinschaftspraxis noch den Arzt zur Gastro wechseln?
Vom niedrigen Ferritin habe ich nichts erzählt.
Welche Argumente kann ich noch vorbringen?

Viele Grüße, Nadira

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Re: Biopsie bei ÖDG

Beitragvon moni130 » 21 Feb 2019 21:01:33

Hallo Nadira,

natürlich kannst du den Arzt wechseln. Und das solltest und bedingt auch tun! Wenn einer preisgibt, dass er so wenig Ahnung hat und dann auch noch unsympathisch rüber kommt, dann würde ich mich um keinen Preis dem aussetzen.

Ich kann nur den Kopf darüber schütteln, dass ein Gastroenterologe meint Zöliakie dadurch ausschließen zu können, dass vor drei Jahren mal keine Laktoseunverträglichkeit festzustellen war. Du brauchst einen Arzt, der gründlich arbeitet und zu dem Du vertrauen haben kannst - und keinen Hellseher.

Nee, da gibt es nur eines: Renne weg so schnell und so weit Du kannst.

Gruß
Monika
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Re: Biopsie bei ÖDG

Beitragvon Nadira » 21 Feb 2019 22:33:24

Danke.
Ich versuche bei seinem Kollegen unterzukommen. Das merkt er doch bestimmt nicht, oder?
Ich wurde auch nicht gefragt, ob ich eine Sedierung möchte oder nicht. Das gibt es standartmäßig.

Gibt es ohne Sedierung Probleme beim Probenentnehmen?

Es werden auch noch 4 Proben im Magen genommen. Arbeiten sollen sie ja auch können. Solche Medikamente sind mir nur etwas unheimlich.

Viele Grüße, Nadira

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Re: Biopsie bei ÖDG

Beitragvon moni130 » 21 Feb 2019 23:00:38

Du solltest die Praxis wechseln! In einer Gemeinschaftspraxis hast Du kaum die Chance, Einfluß darauf zu nehmen, wer welche Untersuchung macht.

Auf eine Sedierung solltest Du nicht verzichten. Ich habe Erfahrungen mit Untersuchungen, die ohne Sedierung gemacht wurden. Und weil da nicht alles glatt ging, war es nicht nur für mich großer Stress. Weil bei Dir auch noch Schluckstörungen da sind, dürfte es ohne gar nicht gehen.

Vor den Medikamenten brauchst Du keine Angst haben. Du wirst ja überwacht, bis Du wieder ganz wach bist. Nur geschäftsfähig bist Du dann noch nicht gleich. Du solltest also nicht gerade an diesem Tag ein neues Auto kaufen ...
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Re: Biopsie bei ÖDG

Beitragvon Nadira » 22 Feb 2019 08:50:05

Ja, dann muss ich mal überlegen...
In allen anderen Praxen hatte ich 3 Monate Wartezeit aufs Vorgespräch. Nach diesem Vorgespräch 2 Monate Wartezeit auf die Gastro.
Ich telefoniere in ein paar Tagen mal mit der Praxis.

Bei mir wurde vom Ha ja keinerlei Verdacht aufgrund meiner Beschwerden geäußert. Es stand auch nichts auf der Überweisung.
Sollte man aufgrund meiner Beschwerden nicht einfach Zöliakie, Reflux, Entzündung, (Ai) Gastritis etc ausschließen? Und zum Ausschluss der Zöliakie würden halt 6 Gewebeproben gehören.
Im April brauche ich ja eine neue Überweisung. Da könnte mein Ha es ja draufschreiben.

Mit den Schluckstörungen bzw. Schmerzen ist es viel besser. Ok, dann lasse ich mich einfach „abschießen“.

Viele Grüße, Nadira

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Re: Biopsie bei ÖDG

Beitragvon moni130 » 22 Feb 2019 10:30:20

Hallo Nadira,

ich weiß nicht mehr, was ich Dir noch raten könnte. Es ist alles so abenteuerlich bei Dir. Die Verordnung von 2mal 40 mg Pantoprazol ohne vorangegangene Diagnostik zur Feststellung der Ursache Deiner Beschwerden, das darf eigentlich nicht sein. Noch dazu bei einem ohnehin schon niedrigen Vitamin B12-Spiegel.

Machmal muss man etwas weitere Wege in Kauf nehmen, um einen Arzt zu finden, der eine komplexe Sache, wie sie bei Dir vorzuliegen scheint, richtig anpackt.

Lasse uns doch mal wissen, in welcher Gegend Du wohnst. Vielleicht kennt ja jemand aus dem Forum einen netten, gründlichen Gastroenterologen, dem Du Dich anvertrauen magst.

Auf jeden Fall aber: Vermeide es, dem Arzt vorzusagen, welche Diagnose Du gerne (abgeklärt) haben möchtest, insbesondere in Bezug auf Zöliakie. Vorerst erkenne ich aus Deinen Schilderungen weder bei Dir noch bei Deinem Sohn mehr als vage Anhaltspunkte, dass evtl. Zöliakie im Spiel sein könnte. Eher schon das Gegenteil, denn bei dem sehr niedrigen Vitamin B12, müsste, wenn Zöliakie die Ursache dafür sein sollte, bei den Antikörperbefunden, so spärlich sie auch sind, schon etwas dabei sein, das diese Richtung vorgibt. Aber da ist ja bei Euch rein gar nichts.

Wichtig, sehr wichtig (!!) ist es, bei Euch beiden abzuklären, was mit Magen und Speiseröhre los ist!

Vielleicht ist ja sogar der Arzt, der Dir so unsympathisch rüber gekommen ist und sich so merkwürdig bezüglich Zöliakie geäußert hat, dass ich davon laufen würde, genau der richtige "Fuchs" für Speiseröhre und Magen?

Monika
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