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Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Eure Fragen und Tipps zu den Symptomen, zur Diagnose und Behandlung von Zöliakie / Sprue

Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

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doppel-zölli
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Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon doppel-zölli » 21 Feb 2016 13:46:40

Hallo,
ich habe mich gerade erst angemeldet und im VorstellungsThread meine ganze Geschichte schon erzählt, daher hier nochmal in ganz kurzer Form:
Seit Jahren immer wiederkehrenden Krämpfe, Blähungen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Nervenleidem im Zeigefinger. Erfolglose Ärzte-Odyssee. Nach Antibiotika Unverträglichkeit (gegen Angina) Durchfall - "Therapie" tagelang Zwieback und Salzstängel und damit drastische Verschlimmerung des Durchfalls trotz Lopedium, Perenterol, Omniflora. Seit Wochen war kein normaler (Arbeits-)Alltag möglich. Und nun mein "Problem":

Nach der Erkenntnis dass das Gluten das Problem sein könnte kam der Bluttest - Antikörper nachgewiesen. Da mein Arzt offensichtlich nicht so die Koryphäe auf dem Gebiet ist hat er zur sofortigen Nahrungsumstellung geraten. Hab ich natürlich gemacht. Und es geht mir BLENDEND. Ich lebe wieder einen normalen Alltag mit Kind und Job und bin einfach nur glücklich.
Inzwischen weiss ich aber dass eigentlich eine Biopsie durchgeführt werden sollte. Mir ist nur nicht so ganz klar geworden - wozu? Ohne Gluten ist alles bestens, ich fühle mich grandios. Um die Biopsie zu machen müsste ich ja wieder über einen längeren Zeitraum Gluten essen - schon bei der Idee bekomme ich nahezu Panik.

Daher meine dringende Frage - wozu brauche ich die definitive Diagnose (die soweit ich es verstanden habe ja doch sowieso oft nicht / falsch) gestellt wird. Macht es denn einen Unterschied ob nun Zöliakie, Unverträglichkeit oder Sensitivität? Keines ist heilbar, in allen Fällen muss lebenslang auf Gluten verzichtet werden - also wozu wieder wochenlanges Martyrium?
Liebe Grüsse von Sabine, der Zöllnerin mit Zöliakie (und Lactoseintoleranz)

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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon Verafee » 21 Feb 2016 14:10:52

Hallo,

ich bin der Meinung - ja!
1. Falls man irgendwann mal Probleme bekommt und die Krankheit zweifelsfrei nachweisen muss braucht man die Bestätigung durch die Biopsie.
2. Es könnte (und ich sage könnte) in den nächsten Jahren passieren, dass dir Zweifel an der Diagnose kommen und dann hilft eine doppelte Bestätigung sich weiter strikt (Krümel..., vorallem auswärts) an die Diät zu halten.

Meine Tipps zum weiteren vorgehen:

Wenn ich das Richtig gelesen habe isst du erst seit 1 Woche glutenfrei. In dieser Zeit bilden sich die Darmzotten sicherlich nicht soweit zurück, dass die Zöliakie nicht mehr nachweisbar wäre. Also so schnell wie möglich zum Gastroenterologen eine Magenspiegelung machen lassen und auf eine "Richtige" Diagnostik bestehen. Am einfachsten ist ein kurzfristiger Termin für die Magenspiegelung wrsl zu erwirken wenn du deinen Hausarzt bittest für dich bei den Kollegen anzurufen und auf einen Termin in der nächsten Woche zu bestehen (mit der Erläuterung, dass die gf Diät schon begonnen wurde und die zeitnahe Spiegelung somit wichtig ist).

Sollte ich irgendetwas falsch dargestellt haben bitte ich um Korrektur der anderen Mitglieder.

Gruß Vera

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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon moni130 » 21 Feb 2016 14:17:37

Hallo Sabine,

im anderen Posting hast du geschrieben, dass erst letzte Woche die Antikörper bestimmt wurden und Du erst seither glutenfrei isst. Wenn Du jetzt sofort einen ganz schnellern Termin zur Biopsie rausleiern kannst, wäre das auf jeden Fall sinnvoll. Der Grund? Heute hast Du es im Griff, wie Du Dich ernährst. Aber das Leben kann manchmal verdammt ungerecht sein, es kann irgendetwas in Dein Leben kommen, das es wichtig macht, eine Diagnose mit Brief und Siegel zu haben. Das erfordert eine kleine Anstrengung, eine überschaubar kurze Leidenszeit jetzt - und dann ist die Diagnose wasserdicht und kann Dir nicht mehr "ausgeredet" werden, was auch immer in Zukunft geschieht.

Hänge dich morgen ans Telefon bzw. lasse das evtl. sogar Deinen Arzt machen, damit der das auch lernt, wie vorzugehen ist, wenn Zöliakieverdacht im Raume schwebt. Schnelltsmöglicher Termin zur Biopsie zwecks Absicherung der Zöliakie-Diagnose (und Ausschluß anderer "Defekte" im oberen Gastrointestinaltrakt). Dein Arzt hat etwas gutzumachen, da er Dich so lange hat baumeln lassen.

Viel Erfolg,
Monika
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon doppel-zölli » 21 Feb 2016 14:42:13

hey, danke für eure schnellen antworten. dann werd ich doch morgen gleich mal den doc anrufen. vllt. hätte ich dazu sagen sollen dass es ab morgen 2 Wochen ohne Gluten sind...aber so einen mega unterschied wird das ja hoffentlich nicht machen bzw. der doc kann mir das ja dann sagen (obwohl - er eher nicht aber der gastro....gasto...dingsda. also an das wort muss ich mich noch gewöhnen :-D

werd das auf jeden fall machen aber FALLS ich so schnell keinen Termin bekomme - schaden kann die glutenfreie Ernährung doch auf keinen fall, oder? also ich meine für den fall dass die "Diagnose" falsch ist. also mal davon abgesehen dass ich umsonst meine Ernährung umgekrempelt habe, die Lebensmittel deutlich teuerer sind und ich einen zweiten Toaster gekauft habe und fast alles doppelt koche - einmal als GF und für Junior als "normale" Variante. Rein gesundheitlich kann es keine negativen Auswirkungen habe, richtig?
Liebe Grüsse von Sabine, der Zöllnerin mit Zöliakie (und Lactoseintoleranz)

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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon moni130 » 21 Feb 2016 15:01:09

Nein, im Prinzip hat es keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen, sich aus welchem Grund auch immer glutenfrei zu ernähren - vorausgesetzt man hält sich von den überwiegend keineswegs gesunden glutenfreien Diätprodukten fern!!! Das sind überwiegend "leere" Kohlehydrate und Fett plus etlichen Zusatzstoffen, die für die industrielle Herstellung gut sind und für sonst nichts.

Glutenfreie Ernährung besteht nicht aus dem Verzehr von dem, was die Werbung uns als glutenfrei präsentiert, sondern vor allem in der gezielten Auswahl der unendlich vielen Nahrungsmittel, die schlichtweg kein Getreidde und damit auch kein Gluten enthalten. Dann entfällt - bis auf wenige Ausnahmen - auch das doppelte Kochen, denn wenn Du öfter mal Kartoffeln (in unendlich vielen Varianten) oder Reis oder Hirse oder Quinoa oder Buchweizen als Beilage machst statt Nudeln, kannst Du Dir viel unnötigen Aufwand ersparen.

Wenn Du "richtig" glutenfrei kochst, dann wirst Du entdecken, dass viel Früchte und Gemüse, Nüsse und diverse Samen nicht nur für guten Geschmack und abwechslungsreiches Essen sorgen, sondern dass insgesamt die Ernährung vollwertiger wird.

Wegen dem Termin für eine Biopsie darfst Du getrost ein wenig quengeln.
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon doppel-zölli » 21 Feb 2016 15:15:15

danke moni130,
diätprodukte sind völlig uninteressant - ich bin 1,68 und wiege im moment 54 kg. von diätbedarf keine spur.
das mit dem doppelt kochen war vllt. ein wenig unverständlich, ich dachte dabei weniger an die beilagen (klar gibts öfter Kartoffeln, Reis, Polenta oder einfach Salat). aber junior mag zb Schnitzel nur paniert, damit ist für mich automatisch auch die sosse aus der Pfanne tabu. also mach ich da eben 2 Varianten. so war das gemeint. ich steh der GF Ernährung überhaupt nicht negativ gegenüber und weiss, dass es genug abwechslungsreiche und leckere alternativen gibt. Aber vielen dank für deine motivierenden Worte!
Liebe Grüsse von Sabine, der Zöllnerin mit Zöliakie (und Lactoseintoleranz)

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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon Hetairos » 21 Feb 2016 15:49:46

Willkommen doppel-zölli!

doppel-zölli hat geschrieben:...diätprodukte sind völlig uninteressant - ich bin 1,68 und wiege im moment 54 kg. von diätbedarf keine spur.

Da hast du moni ein wenig missverstanden. Sie meinte nicht etwa "Light"- bzw. einschlägige "Abnehm-Produkte", sondern die speziell für die
glutenfreie Ernährung hergestellten "diätetischen Spezialprodukte" wie industriell hergestellte gf Backwaren, Nudeln, Müsli etc.
Solche meinst du sicher auch, wenn du schreibst, dass

doppel-zölli hat geschrieben:... die Lebensmittel deutlich teuerer sind ...

Du solltest unterscheiden lernen zwischen Lebensmitteln und "Lebensmittel-Produkten", dann greift die glutenfreie Ernährung gar nicht so sehr in den Geldbeutel,
wie es zu Beginn vielleicht erscheinen mag.

Lerne fürs Einkaufen mit der Kennzeichnung von Lebensmitteln umzugehen, und ansonsten: lies dich bei uns ein! Gib z.B. mal "Panade" in die Suche ein - du wirst sehen,auch hier kannst du dir das Doppelt-Kochen sparen.

Lieben Gruß!
Heti
Es ist nicht alles glutenfrei, aber es ist nicht alles nicht glutenfrei, auf dem nicht glutenfrei drauf steht.

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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon doppel-zölli » 21 Feb 2016 17:40:19

hallo heti, danke für die begrüssung
(und natürlich auch allen anderen die so nett waren mir zu antworten nochmal danke!)

hui, da hab ich moni tatsächlich völlig falsch verstanden. dachte noch - wie kommt sie denn darauf dass ich Diät Produkte kaufe??? also an der stelle sorry an moni!
ich sehe die begriffe muss ich eindeutig noch lernen!

da ich einerseits seit zig Jahren bei einem (oder dem? peinlich weiss ich grade nicht...) weltweit grössten molkereibetrieb arbeite und dort ständig mit den inkies arbeite, gleichzeitig ironischerweise seit über 10 Jahren lactose intolerant bin ist Inhaltsstoffe lesen für mich ganz normaler Alltag, muss eben nur zur lactose jetzt auch die glutene beachten. daher fand ich auch den tollen Beitrag über zöli1, zöli2 und zöli3 so wundervoll. ich bin noch nicht mal auf die Idee gekommen mit einer liste oder dem tablet einkaufen zu gehen ;-)
und daher hab ich auch jahrelange Erfahrung mit den überteuerten speziell gekennzeichneten Laktose freien Produkten, wird ja das Selbe sein wie bei die Glutenfreien. Es gibt so viel günstige Produkte die genauso geeignet sind, nur dass die eben nicht in dem speziellen Regal stehen und man sie erstmal ausfindig machen muss. Ich könnt mich oft schlapp lachen wenn ich im Lactosefrei Regal zb. Schinken finde der das doppelte kostet wie der normale nur weil auf dem Aufkleber steht "Laktosefrei" . Also ich hab in all den Jahren noch keinen einzigen Schinken gesehen der Laktose enthält!

Aber gerade Mehl, Nudeln und Backwaren auf die ich schlicht nicht ganz verzichten will gibt es soweit ich es bis jetzt in Erfahrung gebracht habe eben nur als diese speziellen glutenfreien "Angebote" . Und die meinte ich mit teuer. Sicher lernt man mit der Zeit auch einiges selbst zu backen etc., aber ich bin ja erst seit 2 Wochen dabei und zumindest die ersten Tage war mir grossteils noch so elend dass ich nicht im Traum dran gedacht habe irgendwas zu kochen oder zu backen. Und da ich wie im Hallo Thread gesagt vollzeit arbeite, 1,5 Stunden Tagesstrecke habe und allein erziehend bin werde ich wohl zumindest unter der Woche auch nicht allzu viel Zeit damit verbringen können mich an Brot und co als Bäcker zu betätigen, da werde ich noch eine Weile auf Schär etc. angewiesen sein. Und ehrlich gesagt sehe ich auch nicht ein alles was an gh Produkten noch in den Schränken war jetzt weg zu werfen, solange es da ist wird es für Junior verwendet und ich mach mir eben gf Alternativen. Allein deshalb bleibt es automatisch noch einige Tage bei doppeltem kochen. zumindest bis die alten Vorräte weg sind.

Aber ich bin hier ganz fleissig am lesen, hab auch schon ganz viele wundervolle tips gefunden. Danke auch für den Hinweis über die Panade. Klingt vllt seltsam aber ich freu mich auf die Zeit des experimentierens - was schmeckt wie am besten, was sich zum kochen und backen am besten verwenden lässt etc.

Schön dass es Euch gibt und ihr so viel Zeit und Mühe in die Aufklärung investiert! Danke!
Liebe Grüsse von Sabine, der Zöllnerin mit Zöliakie (und Lactoseintoleranz)

Sibylle

Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon Sibylle » 22 Feb 2016 10:10:58

Hallo!
Willkommen hier!
doppel-zölli hat geschrieben:Aber gerade Mehl, Nudeln und Backwaren auf die ich schlicht nicht ganz verzichten will gibt es soweit ich es bis jetzt in Erfahrung gebracht habe eben nur als diese speziellen glutenfreien "Angebote" . Und die meinte ich mit teuer.

Da hast du Recht, die sind wirklich meist (viel zu) teuer.
Du schreibst, dass du dich auf die Zeit des Experimentieren freust.Das ist eine gute Voraussetzung für dein "neues Leben". Das Mehl kannst du dir selbst mischen. Eine Grundlage dazu kannst du bei Trudel hier und hier abgucken.
Glutenfreien Kuchen zu backen ist nicht schwerer als glutenhaltigen Kuchen. Rezepte dazu findest du auch hier im Forum oder bei Trudel.
Zu gekauftem Brot hab ich nur wenig Erfahrung (nur neulich im Urlaub, weil ich mich mit der mitgenommen Menge vertan habe), aber wenn du was kaufen willst, was fast nur aus hohlen Kohlenhydraten (Stärke) besteht, aber toll aussieht und sau teuer ist, dann kauf das in der gelben Packung, welches inzwischen fast überall angeboten wird. Alternativen scheint es über das Internet zu geben. Manche schwören auf das hier.

doppel-zölli hat geschrieben:da ich einerseits seit zig Jahren bei einem (oder dem? peinlich weiss ich grade nicht...) weltweit grössten molkereibetrieb arbeite
In HN?

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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon moni130 » 22 Feb 2016 12:11:10

Manche schwören auf das hier.

Der Tipp von Sibylle ist sicherlich gut, nur falls Du generell Vollkornbrot magst, geht es auch einfacher: Du kannst in so gut wie jedem Supermarkt unter den normalen Vollkornbrotpackungen auch eine in Orange ond Rot finden mit einem glutenfreien Reis-Brot mit Sonnenblumenkernen, das es am günstigsten überall bei Edeka gibt (kg-Preis bei ca. 4,50 € - so günstig kann glutenfreie Produktion sein, wenn man will!). Aus der offensichtlich gleichen Herstellung gibt es auch glutenfreie Vollkorn-Angebote unter anderen Labels und zu ganz anderen Preisen, aber das ist Dir ja sicherlich vertraut, dass Label und Hersteller oft nicht identisch sind und nicht alle Produkte eines Herstellers unter seinem eigenen Label erhältlich sind. Das gibt es auch bei normalen Lebensmitteln, ohne dass wir davon etwas mitbekommen, nur bei den glutenfreien Sachen ist es halt ganz besonders auffällig - und wer darauf achtet, kann ganz schön sparen, wenn ein Produkt unter dem Label des Herstellers gekauft wird statt unter dem eines teuren glutenfrei-Riesen, der Interesse daran hat, die Preise hoch zu halten.
Bei dem genannten Brot noch erwähnenswert wäre das unter blauem Label, bei dem es einzeln verpackte Scheiben in zwei Sorten gibt, mit Sonnenblumenkernen oder mit Leinsamen. Das ist einfach genial als Proviant für unterwegs - vorausgesetzt man mag Vollkornbrot. Zu finden zB. bei Kaufland.

Viele Grüße
Monika (die sich auch fragt, ob Du bei dem großen Molkereibetrieb mit dem roten Label bist oder bei dem Weltmarktriesen, der eher in Hellblau auftritt)
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon doppel-zölli » 22 Feb 2016 12:45:07

hallo sybille und mini,

danke für eure netten und wirklich hilfreichen antworten.

dann werd ich doch gleich mal trudels Mehl unter die Lupe nehmen. hab mich nämlich vorhin schwarz geärgert. hab mir ein gf Kochbuch aus dem internet bestellt. da steht bei den zutaten immer xy gr gf mehl. ja vielen dank auch, darauf wäre ich auch selbst gekommen. für mich ist die grosse frage aber noch WAS für ein gf mehl. das Angebot ist ja wesentlich grösser und verwirrender als ich gedacht hätte. wenn man erstmal weiss was man mag, was sich wozu eignet ist das ja sicher ganz wunderbar und schafft wieder eine gewisse geschmacksvielfalt, für mich ist es im moent aber noch :?: :?: :?:

leider wohne ich in einem winzigen süssen Dörfchen. was heisst leider, ich liebe das Landleben und die Dorfschrulligkeiten. Nur in dem Fall ist es schlecht weil wir genau einen MiniSupermarkt haben und zumindest auf den ersten schnellen blick hat der (abgesehen von den logischen Sachen wie Fleisch und Kartoffeln etc.) mal gar nix. Werde aber nachher noch in einen fast-nachbarort fahren, da gibts kaufland und rewe und die haben ja recht viel im Angebot :) such ich doch gleich mal orange rote brotverpackungen :yes: danke für den Hinweis. bei mir kommt es unheimlich drauf an was als Belag drauf soll. unter Marmelade und Schoki zb (wie gut dass nutella weiter auf dem Speiseplan bleiben darf ) mag ich es lieber hell, unter wurst und käse dunkel. generell will ich ja auch Abwechslung auf dem Speiseplan.

Klar kenn ich das mit dem gleichen Produkt im unterschiedlichen Becher zu verdammt unglaublichen Preisen nur zu gut. Ich sag jetzt natürlich nicht dass das bei uns ja auch so gemacht wird ;-) ach ja, uns ist übrigens tatsächlich in hn, trägt blau und "Liebe ist wenn es das Premium Produkt ist". So, das zählt wohl nicht als Schleichwerbung...
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon doppel-zölli » 22 Feb 2016 12:49:29

ach ja, was ich noch sagen wollte. in 2 Wochen habe ich einen Termin bei einem Internisten der wohl auf lebensmittelunverträglichkeiten spezialisiert ist. mal schaun was er zu sagen / untersuchen / machen hat.
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon moni130 » 22 Feb 2016 13:22:13

nternisten der wohl auf lebensmittelunverträglichkeiten spezialisiert ist

Alarm, Alarm! Ist das ein Gastroenterologe???? Oder einfach nur ein Internist, der womöglich gerne teure und völlig nutzlose Tests verkauft? Jetzt nur nich schludern bei der Arztwahl!! Du brauchst einen, der sich auf sein Handwerk konzentriert und nicht auf den Businessplan.

Sibylle kann Dir da sicherlich einen Tipp geben, wohin Du Dich wenden kannst. Ich habe so ne Ahnung, dass sie vielleicht gar nicht weit weg ist von Dir.

Noch etwas: Die Spiegelung sollte unter "Schlafspritze" gemacht werden, ganz einfach, weil dann der Arzt auch mehr Ruhe hat dabei, sich auf das konzentrieren kann, was er sieht. Das hat aber auch zur Folge, dass Du dann an dem Tag nicht mehr mit dem Auto fahren darfst und auch nicht unbegleitet aus der Praxis marschieren darfst, wenn es korrekt gemacht wird. Trotzdem solltest Du den Arzt nicht danach aussuchen, dass er möglichst nahe an Deinem Wohnort ist, sondern notfalls auch etwas mehr organisatorischen Aufwand einplanen, um einen guten Gastroenterologen mit guter Reputation in Bezug auf Zöliakie-Diagnose aufzusuchen. Es gibt, man mag es kaum glauben, offenbar immer noch jede Menge Ärzte, die Spiegelungen durchführen, ohne zu wissen, auf was sie in Bezug auf Zöliakie zu achten haben.

Monika
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon doppel-zölli » 22 Feb 2016 13:32:30

:oops: ich wusste nur das wort schon wieder nicht. es ist ein GASTROENTEROLOGE :yes: und ich hab den gar nicht ausgesucht, den hat mein Hausarzt für mich ausgesucht weil er ja wie schon festgestellt keine wirkliche Ahnung von dem Thema hat. Aber zu seiner Verteidigung muss wohl gesagt werden dass a) er eben ein echter Dorfarzt ist und b) er sich ja nun, da er seinen ersten Fall von glutenunverträglichkeit hat, sofort für mich mächtig schlau gemacht hat und mir da den Termin gemacht hat.

aber vielen dank für deinen Alarm!!!

Liebe Sybille, wenn wir denn tatsächlich nicht so weit auseinander wohnen - du kennst nicht zufällig die Gastroenterolegen Praxis in Sinsheim?
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon moni130 » 22 Feb 2016 13:45:33

Glückwunsch! Dein Hausarzt hat seine Hausaufgaben offenbar gut gemacht. Nach der Website der Sinsheimer Praxis sieht alles sehr viel besser bzw. gründlicher und zeitgemäßer aus als bei vielen anderen.
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon Sibylle » 22 Feb 2016 17:06:28

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Zuletzt geändert von Sibylle am 15 Aug 2016 20:07:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon doppel-zölli » 22 Feb 2016 17:30:24

na dann hoffe ich mal dass die Herren da so gut sind wie die website :-D

HD wäre natürlich auch eine Möglichkeit gewesen...grübel...aber ich denke jetzt habe ich dort einen Termin und da das ja laut Expertin :yes: gut aussieht geh ich eben auch da hin. werde dann (natürlich ohne Vergleichsmöglichkeiten und rein Subjektiv) berichten ob der Eindruck stimmt.
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon moni130 » 22 Feb 2016 17:58:57

Ich denke, das kannst Du wirklich hingehen, ohne Dich mit Zweifeln zu plagen. Was ich auf der Website gesehen habe bzw. was mir positiv aufgefallen ist: Klare Angabe der technischen Ausstattung, der hygienischen Maßnahmen, der Arbeitsteilung zwischen Ärzten und MTAs, volles Spektrum der H2-Atemtests, online-Bereitstellung des "Papierkrams" zur gründlichen Vorbereitung usw. Das sind alles Aspekte, bei denen andere Ärzte gelegentlich schon mal 0 Punkte erreichen.
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon doppel-zölli » 28 Feb 2016 09:43:29

so, auf die Frage von Valentin aus dem Ich packe in meinen Einkaufswagen Topic mag ich lieber hier antworten, gehört ja schließlich nicht auf den Einkaufszettel :-D

also ich habe ja nächste Woche meinen Info Termin beim Gastroenterologen. Nachdem die mir am Telefon gesagt hatten dass es für eine zuverlässige Biopsie dann eh schon zu spät wäre nachdem ich ja inzwischen 3 Wochen GF frei lebe habe ich entschieden dass ich mich wirklich gut informiere, wenn der Doc meint dass nichts dagegen spricht werde ich voraussichtlich erstmal auf die Biopsie verzichten, mich STRIKT gf frei ernähren. Und wenn mich in ein paar Monaten oder Jahren dann doch mal der Zweitel überkommt oder ich es aus welchem Grund auch immer dann doch definitiv wissen will ... dann kann ich das ja immernoch machen! Dann sind die Qualen der letzten Monate vllt im Kopf nicht mehr ganz so präsent und möglicherweise, wenn sich der Darm bis dahin ein klein wenig erholt hat, reagiere ich auch nicht mehr ganz so heftig und die Zeit mit der GH Nahrung bis zur Biopsie wird dann gar nicht soooo schlimm.
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Re: Soll ich überhaupt eine Biopsie machen lassen?

Beitragvon moni130 » 28 Feb 2016 10:47:28

Träum weiter!
Leider ist es nicht so, wie Du erhoffst! Die Bestätigung der Diagnose ist dann sehr viel belastender und unsicherer! Nutze die Chance jetzt!!! Die paar Tage jetzt wirst Du durchhalten. Die Biopsie ist wichtig auch in Hinblick auf evtl. Zusätzliche Erkrankungen! Ich wäre womöglich nicht mehr hier, wenn ich mich damals so rausgeredet hätte wie Du jetzt.
Gruss
Monika
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