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Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Eure Fragen und Tipps zu den Symptomen, zur Diagnose und Behandlung von Zöliakie / Sprue

Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

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Neuling07
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Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon Neuling07 » 20 Jul 2017 10:39:54

Hallo zusammen

ich wende mich an euch, weil ihr glaube ich am meisten Ahnung von Zöliakie habt ;-) .

Ich bin Ende 20 und mir wurde ein 3-monatiger Verzicht von Gluten verordnet.

Meine Symptome seit einem Jahr:

- Bauchschmerzen - auch bei Schonkost
- Aufgebläht fühlen
- Schwäche
- Übelkeit

Angefangen hat alles vor einem Jahr im Sommer, seit dem vertrage ich kein Bier mehr. Danach ging es immer weiter. Immer mehr habe ich nicht vertragen. Es gab Schonkost, es gab Fettarm, es gab dies und das. Nichts half.

Es gab iwann auch eine Magenspiegelung. Auch die hat nichts ergeben. Sie beschränkte sich auf den Magen und den 12-Fingerdarm und sollte vor allem eine Helico Bacter Infektion ausschließen.

zusätzlich kam im April eine andere Diagnose hinzu: Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto. Das wird derzeit behandelt.

Meinem Magen geht es aber leider immer noch nicht gut :(

Auf Grund dessen wurde ein IgE und IgG4 Test gemacht.

Diese waren im dunkelroten Bereich bei:

IgG4:
Hafer / Roggen / Weizen / Gluten / Kasein / Milch / Senfkorn / Banane / Kiwi

Dieser Test ist der Grund für die 3 monatige Meidung dieser Produkte.

Für mich stellt eigentlich nur Gluten eine neue Herausforderung dar, da ich vegan lebe und mit Kasein und Milch somit eh nichts am Hut habe.

Leider habe ich mich nun etwas belesen und herausgefunden das dieser IgG4 Test wirklich sehr umstritten ist.

Jetzt weiß ich nicht was ich tun soll. WELCHER Test könnte mir denn noch einen etwas konkreteren Hinweis auf eine Glutenunverträglchkeit geben?

Da ich erst vor kurzem eine Magenspieglung hatte, wollte ich nämlich nicht direkt sofort wieder eine machen lassen (mit Dünndarm), bevor ich nicht wirklich einen Anhaltspunkt habe.

Die eine Idee wäre, 3 Monate Verzicht und schauen ob es besser wird. Der Nachteil: Ich müsste für die Spiegelung dann erneut mit Gluten anfangen.

Die bessere Idee wäre: Einen Test veranlassen der mir wirklich Hinweis gibt und wonach man anschließend weiter verfahren kann. Heißt, entweder wirklich eine Spiegelung machen, oder eben nicht.

Zu dem IgG4 Test: Ich bin übrigens Lactose-intolerant. So viel stimmt daran doch schon mal ^^ .

Ich hoffe ihr könnt mir einen kleinen Tipp geben, wie der folgende Test heissen sollte.

Ich bin immer mal über etwas Namens IgA gestoplert. Wäre das ein besserer Test?

Wenn der selber bezahlt werden muss, dann ist das so. Mir ist seit einem Jahr schlecht ^^ ich will ein Ergebnis ^^

Ich freue mich über Antworten und bis bald :)

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Bee88
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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon Bee88 » 26 Jul 2017 18:16:33

Liebe Neuling07,

wenn du tatsächlich eine mögliche Zöliakie abklären lassen möchtest, dann ess erstmal wieder glutenhaltig, sonst wird es schwierig.
Zu deinen Tests:
Mit dem IgG4-Test hast du recht, der ist äußerst umstritten und hier im Forum ist der Konsens, dass dieser Test absolut nicht aussagekräftig ist im Hinblick auf Unverträglichkeiten.
Bei deiner Magenspiegelung wäre interessant, was dort genau untersucht wurde. Wurden Proben aus dem Zwölffingerdarm entnommen und histologisch untersucht? Gab es dort, wenn es gemacht wurde, Hinweise auf eine Zöliakie?
Generell könnten deine Symptome auf eine Zöliakie hinweisen, auch die Hashimoto wäre ein Indiz dafür, da beides öfters zusammen vorkommt.
Zur weiteren Abklärung könntest du deinen Arzt bitten, die für Zölikie spezifischen Antikörper *siehe hier* zu bestimmen. Dieser Test ist allerdings nur unter glutenhaltiger Ernährung sinnvoll.

Vielleicht konnte ich dir ein wenig weiterhelfen,
Liebe Grüße
Bee

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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon Neuling07 » 01 Aug 2017 09:30:31

Vielen vielen Dank für die Antwort.

Das Gluten dann erstmal wieder Einzug erhalten muss ist wohl wahr. Das hab ich auch schon vernommen.

Meines Wissens wurde Magen und Zwölffingerdarm histologisch untersucht aber ich werde mir das beim nächsten Besuch aushändigen lassen.

Vielleicht ist es auch nur eine Sensibilität.

Ich werde nun weiterhin darauf verzichten und nachdem die 3 Monate vorbei sind, halt wieder Anfangen, wenn das weiter untersucht werden soll. Kann ja sein das es mir nach 3 Monaten ohne Gluten immer noch schlecht geht. Dann könnte es sein das es das nicht ist.

Es bleibt weiterhin eine Lange Reise, aber der Hinweis zu diesem Antikörpertest ist sehr hilfreich, danke

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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon Neuling07 » 01 Aug 2017 09:33:40

Ach so, ich komme um den 3 monate Verzicht leider nicht drum rum. Mein Arzt besteht darauf, weil er mich nicht schon wieder zur Spiegelung schicken will ohne nicht zumindest die Idee zu haben, das glutenwirklich der Auslöser ist.

aber ich schau auch noch mal auf den letzten Bericht wie gesagt :)

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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon moni130 » 01 Aug 2017 13:44:10

Hallo,

der Arzt, der Dir mit dem IgG-Test und dem Vorschlag der dreimonatigen Glutenkarenz gekommen ist, wird Dich keinen einzigen Schritt voran bringen, sondern allenfalls die Chancen auf eine klare Diagnose verderben!

Lasse Dir den ausführlichen Bericht der Magenspiegelung aushändigen. Achte auf die Anzahl der Proben aus dem Zwölffingerdarm und die Ausführlichkeit der Untersuchung bzw. der Beurteilung.Berichte hier darüber, dann können wir das einordnen.

Es können, so lange Du Dich ausreichend glutenhaltig ernährst, die IgA-Antikörper auf Gewebstransglutaminase bestimmt werden, sofern ein allgemeiner IgA-Mangel ausgeschlossen ist. Dazu wende Dich an einen Arzt, der sich an medizinische Leitlinien hält und nicht an die Werbesprüche und Gewinnversprechen eines Laborvertreters.

Notfalls können auf IgG-Antikörper gegen deamidierte Gliadin-Peptide heran gezogen werden, aber ansonsten sind IgG-Tests völlig ohne Aussagewert. Hier, bei den deamidierten Gliadin-Peptiden besteht eine Ausnahme, denn diese Peptide entstehen nur bei Zöliakie, sind also kein Stoff den man einfach so zu sich nimmt und daher können Antikörper gegen diese Peptide auch nur entwickelt werden, wenn Zöliakie im Spiel ist. Logischerweise ist es in dem Fall auch egal, welche Art von Antikörpern gefunden wird.

"da ich vegan lebe ...." ist auch daran zu denken, dass das in der Regel keine ausgewogene Ernährung ist, die irgendwann mit "unerklärlichen" Beschwerden einher gehen kann. Mir persönlich ist es zB. völlig schleierhaft, wie man vegan auf die nötige Eiweißversorgung kommen kann, die man braucht, um an Herz (= Muskel) und Hirn gesund zu bleiben.
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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon Neuling07 » 02 Aug 2017 14:42:46

Danke für deine Antowrt. Das mit dem Glutenstopp gerade ist scheiße, das stimmt. ich bin mir iwie unsicher was ich machen soll. Generell ist der Hausarzt wirklich sehr entgegenkommend, was meine Wünsche so betrifft, deswegen will ichden auch nicht so gerne wechseln.

Vor allem habe ich den noch nicht soo lange, weil meine erste hausärztin die ich Jahre hatte auf meine Probleme nur mit: "Naja, ist manchmal im Leben so. Dann vertragen Sie wohl ab jetzt weder Alkohol noch Kaffe"
Das fand ich eher nicht so schön, außerdem wurde ich weiterhin mit Pantoprazol behandelt obwohl es nicht half ^^. Die neue Ärztin hat sich da schon ziemlich reingehangen und gibt sich auch im Sachen Schilddrüse echt Mühe.

Somit weiß ich nicht was ich tun soll. Gluten essen und sie zu dem test zwingen? Immer lästig wenn Ärzte es nicht so genau wissen..


Bzgl vegan: ,
dass das in der Regel keine ausgewogene Ernährung ist, die irgendwann mit "unerklärlichen" Beschwerden einher gehen kann. Mir persönlich ist es zB. völlig schleierhaft, wie man vegan auf die nötige Eiweißversorgung kommen kann, die man braucht, um an Herz (= Muskel) und Hirn gesund zu bleiben


Das ist in der Regel also keine ausgewogene Ernährung, so so. Ich bin mir sehr sicher, dass du wie du schon durchblicken lässt, dich im Thema vegane Ernährung nicht auskennst. Deswegen solltest du solche haltlosen Äußerungen auch nicht machen :-) Ich würde dir ja auch nicht sagen, was du wahrscheinlich alles schlechtes zu dir nimmst ;-)

Du kannst dich gerne mal belesen, was vegane Eiweißlieferanten sind. Also was für Gemüse. Ich glaube aber nicht, dass dich das wirklich wirklich interessiert. Sonst hättest du dieses Thema "vegan" iwie weniger feindseelig angesprochen.

Über die Muskeln musst du dir wirklich keine Gedanken machen :D Es gibt sogar suuuper viele Leistungssportler die sich so ernähren O.O

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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon Die.L » 02 Aug 2017 17:42:52

Moni schrieb: "in der Regel".
Und vegan ohne Gluten und ohne viele höchstverarbeitete Produkte auf 1-1,5g Eiweiß pro kg Körpergewicht pro Tag zu kommen ist schwierig.
Insbesondere, wenn man (aus gutem Grunde) mit Spuren/Spurenhinweisen bei kleinen Nischenherstellern vorsichtig ist.

Vitamin B12 muss ergänzt werden, sonst ist es spätestens nach 10-15 Jahren vorbei mit der veganen Ernährung (ja, ich beobachte das Phänomen seit den 1980er Jahren... persönlich kenne ich keinen Veganer, der mehr als 7 Jahre geschafft hätte).

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg bei der Diagnosefindung.
Schöne Grüße von Heike!
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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon moni130 » 03 Aug 2017 10:35:27

Wer sich rundum gesund und fit und leistungsfähig fühlt, der kann sich ernähren, wie er mag und wie es in sein persönliches Konzept passt.

Doch wer hier aufschlägt mit
- Bauchschmerzen - auch bei Schonkost
- Aufgebläht fühlen
- Schwäche
- Übelkeit

und allein deswegen nach einer Zöliakie-Diagnose trachtet, dazu aber von veganer Ernährung berichtet, der muss sich den Hinweis gefallen lassen, dass all diese Beschwerden sehr wohl allein auch Folge genau dieser Ernährungsweise sein können.

Vegane Ernährung ist berüchtigt dafür, dass sie mit quälenden Blähungen einher geht. Gerade die wegen ihres Eiweißgehaltes wichtigen Hülsenfrüchte gehören zu den stark FODMAP-haltigen Lebensmitteln und sind daher für viele Menschen nur in sehr begrenzter Menge verträglich.

Hinzu kommt
außerdem wurde ich weiterhin mit Pantoprazol behandelt obwohl es nicht half

:!: das ist ein sog. Protonenpumpenhemmer, der nicht nur die Produktion von Magensäure hemmt, sondern dabei auch die Verwertung von Mikronährstoffen aus der Nahrung beeinträchtigt. Insbesondere betrifft das das Vitamin B12, das bei veganer Ernährung ohnehin schon kaum enthalten ist. Da dieses Vitamin als einziges langfristig im Körper gespeicht wird, macht sich eine Mangelversorgung erst nach etlichen Jahren bemerkbar. Dann allerdings sehr, sehr unangenehm! Nervenschädigungen, das fand ich neulich irgendwo in der Literatur bestätigt, treten da schon auf, bevor sich irgendetwas im Blutbild abzeichnet.

Was die Verlautbarungen von Spitzensportlern über ihre Ernährung betrifft, so richten sich die - in der Regel - ausschließlich nach den gerade aktuellen Werbeverträgen!

Ich persönlich würde mir aus ökologischen Erwägungen sehr wünschen, dass Menschen mit veganer Ernährung aus naturbelassenen Rohstoffen (!) gesund und leistungsfähig leben könnten. Warum das auf Dauer nicht funktionieren kann, mag ich hier nicht erörtern, da mir ja ohnehin nur böswillige Ahnungslosigkeit unterstellt wird.
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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon Neuling07 » 03 Aug 2017 12:48:17

Mensch, das ist einfach echt nicht okay von dir.

Vegan, ist nicht gleich vegan. Ich habe in meinem Leben zb noch keine Linsen vertragen ^^ Weder als Omni noch vegan - die esse ich also gar nicht.

Code: Alles auswählen

 Insbesondere betrifft das das Vitamin B12, das bei veganer Ernährung ohnehin schon kaum enthalten ist. Da dieses Vitamin als einziges langfristig im Körper gespeicht wird, macht sich eine Mangelversorgung erst nach etlichen Jahren bemerkbar. Dann allerdings sehr, sehr unangenehm! Nervenschädigungen, das fand ich neulich irgendwo in der Literatur bestätigt, treten da schon auf, bevor sich irgendetwas im Blutbild abzeichnet.


Das stimmt gar nicht. Vitamin B12 kann über Pflanzen laut mehreren Studien GAR NICHT aufgenommen werden (auch nicht über Algen), auch nicht ein bisschen. JEDER Veganer nimmt B12 ^^ und lässt diesen Wert genauso wie Ferritin immer wieder kontrollieren. Glaub mir, meine Blutwerte sind beneidenswert.

Ich glaube ich muss mich nicht für meine Ernährung rechtfertigen. Du weisst nicht was ich esse, ob es bläht oder nicht, ob Paleo davon abrät, Weight Watcher es befürwortet, du weißt ja nun mal gar nichts über meinen Wissensstand von Ernährung.

Genau deswegen kannst du dieses Gespräch auf der Plattform hier gar nicht mit mir führen. Deine Gedankengänge sind vorverurteilent und da bist du leider keine Ausnahme. Gerade du, die hier in einem Forum ist, wo es um eine Unverträglichkeit geht, sollte doch wissen das es total doof ist sich in eine Ernährung mit Halbwissen einzumischen - vor allem weil du ja nun mal gar nicht weißt was ich esse. Du weisst nur, vegan. Du bist sicher auch kein Fan von: "waaaaas ich hab gelesen das ist voll ungesund ohne Gluten und waaaaaas ich glaube das ist nur psychisch mit deinem Gluten.... " Das selbe in grün.

Ich habe NIE an Gluten gedacht im übrigen. NUR dieser IgG-Test , der offenbar sehr umstritten ist und keine große Aussage geben kann, hat mich auf diese Idee gebracht.

Vegane Ernährung ist berüchtigt dafür


Ach wenn ich das schon lese.. mal ganz ehrlich. "Glutenfreie Ernährung ist berüchtigt dafür.." "weisst du eig was für Vollkorn dir entgeht?" "Ist das nicht total schädlich für dein Kardiosystem?" hab ich mal gelesen (...), hab ich mal gelesen....(..)"

Du solltest niemanden bzgl seiner Ernährung angreifen oder verurteilen. Und ja, du verurteilst. Du gehst mit einer "vegan ist icht gesund"-Haltung in dieses Gespräch. Das ist ein Urteil. Du gehst mit"man sagt veganer Ernährung nach" weiter durch deine Beurteilung dieser Ernährung. Die übrigens SO unterschiedlich ist.

Kein Veganer isst gleich. Auf Facebook gibt es Gruppen, die essen fast nur Ersatzprodukte - finde ich seltsam, finde ich iwie nicht gesund ABER - es geht mich auch nix an. Leben und leben lassen.

Es ist totaaaaaal weiß ich nicht, mag ich nicht sagen was es ist, auch davon auszugehen das sich noch kein Arzt mit mir darüber unterhalten hat und geguckt hat ob Probleme aus dieser Richtung zu erwarten sind.

Hinweis: Ernährungstagebuch

Und dieser Wink zu pantoprazol, oder auch Omeprazol. Na was soll ich dazu nun sagen? Ich bin bei dem Arzt nicht mehr, und es klang nun mal die ersten Wochen eher nach Magenschleimhaut. Ist nun mal so. Das nehme ich doch schon seit Ewigkeiten nich mehr ^^

Ausserdem hast du offenbar auch überlesen das ich Hashimoto habe und manche Schwäche noch davon kommt, ich bin nämlich hormonell noch nicht perfekt eingestellt.

Ach ich finde das einfach wirklich so doof, dass gerade hier auf einer Plattform mit diesem Thema so jemand anzutreffen ist.

__________________________

Danke zumindest für den IGA Hinweis und sonst kann man hier leider nichts mehr für mich tun. Ichhab einfach n mega problem mit Verallgemeinerungen.

Alle Veganer, alle Ossis, alle Wessis, alle Low-Carber .. bla - geht leider gar nicht. Alles Gute euch.

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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon Siliisa » 03 Aug 2017 13:47:09

Hallo ihr :)
ich bin ja gerade (wie in einem anderen Beitrag näher beschrieben) auch in der Glutenproblematik und bin froh, dass ich bald (wenn auch erst in 1 1/2 Monaten) eine Magenspiegelung habe, um die Sache abzuklären und wollte hier auch mal etwas beitragen.

Jetzt erstmal zum Thema Diagnose und glutenfrei für 3 Monate:

Ich stimme Moni und Bee zu, 3 Monate glutenfrei bevor du eine Diagnose hast, sind nicht sehr sinnvoll. Mir ging es z. B. schon nach 1 bis 2 Wochen langsam besser (vielleicht würde das ja auch bei dir zum Austesten reichen), längere Zeit habe ich mich bis jetzt nicht glutenfrei ernährt, um ggf. die Diagnose nicht zu erschweren und da ich merke, wie viel anstrengender es bei jeder erneuten Glutenphase werden kann. Wenn man recht sicher ist, dass es an etwas Bestimmtem liegt, fällt es einem viel schwerer, diese Sachen trotzdem wieder zu essen.

Die Frage bei dir ist wie schon weiter unten angemerkt, ob bei der Magenspiegelung auch explizit nach Hinweisen für eine Zöliakie geschaut wurde und ob du vorher normal glutenhaltig gegessen hast.

Ansonsten solltest du vielleicht eher weiter glutenhaltig essen und einen Termin für eine erneute Magenspiegelung in 1 oder 2 Monaten vereinbaren.
Ich denke, es ist sehr wichtig, dass du eine richtige Diagnose erhältst. Ich persönlich stelle es mir anstrengend vor, nie so hundertprozentig zu wissen, ob oder ob nicht.

Zumal es bei der veganen Ernährungsform ja weitere Einschränkungen bzw. Alternativlösungen erfordern würde und glutenfreie Ernährung ohne Zöliakie oder ähnliches ja keinen wirklichen Vorteil (weder für die Gesundheit noch für den Geldbeutel) hat. Aber es ist prinzipiell möglich, sogar relativ gut, das kann ich dir von meinen glutenfreien Phasen schon berichten. Nur manche glutenfreie Nudeln (vor allem Spaghetti) sind teilweise echt gewöhnungsbedürftig. ;)

Mhh vielleicht kommt mein Text zum Thema vegane Ernährung etwas spät, es ist ja leider schon ausgeartet (ich verstehe nicht, wieso sowas immer mit Diskriminierungen und Anschuldigungen enden muss, nur weil sich zwei Menschen unterschiedlich ernähren - ist doch jedem selbst überlassen), trotzdem lasse ich ihn jetzt so, wie ich ihn vor den ganzen Wortgefechten verfasst hatte. Vielleicht hilft es ja jemandem weiter, den es interessiert.:

Und Moni und Die.L haben schon in gewisser Weise Recht, vegane Ernährung kann unausgewogen sein und einseitig, aber das kann fleischlastige oder vegetarische Ernährung genauso sein. Ist relativ betrachtet vermutlich sogar öfter der Fall, weil sich "Ottonormalverbraucher" nicht zwingend mit den Grundlagen gesunder Ernährung beschäftigen. ;) Gibt genügend Studien, die auch Veganern bis auf ein paar Schwachpunkte eine gesunde Ernährung und vor allem oft auch generell eine gesündere Lebensweise attestieren.
Ich persönlich kenne nicht viele andere Veganer (außer mir und meinem Freund), aber ich höre bzw. lese auch ab und an von normalen Essern, die Veganer kennen, die dann wohl etwas unwissend sind und kein Vitamin B12 zu sich nehmen, weswegen auch immer, und dann nen Vitamin B12-Mangel bekommen. Meine Mutter z. B. fragt auch jedes Mal, ob ich auch genug Vitamin B12 nehme :D. Einfach nur, weil das eben (sinnvollerweise) in jedem Buch über vegane Ernährung erwähnt wird. Man kann ja eigentlich (ob in einem Buch oder im Netz) alles Wichtige nachlesen. So oder so soll das Bewusstsein um die Vitamin B12-Zufuhr bei Veganern immer besser werden. Aber die positiven Beispiele bleiben leider seltener im Gedächtnis bei solchen Dingen. Vitamin B12 ist (genauso wie Jod) essenziell für den menschlichen Körper und kann nicht selbst gebildet werden, also muss man es eben von außen zuführen, egal ob durch Fleisch (das vorher oft übers Futter mit Vitamin B12 und Co. angereichert wurde), Vitaminpräparate, Zahnpasta oder vitaminisierten Traubenzucker ;) . Ungewaschenem Gemüse, Sauerkraut oder Algen hingegen sollte dabei nicht vertraut werden ^^. Das sind leider Fehlinformationen aus teils esoterischen Kreisen oder anderweitig nicht wissenschaftlich belegte Vermutungen. Wie er oder sie B12 zu sich nimmt, kann in unserer Gesellschaft ja jeder selbst für sich entscheiden. Und man sollte, wie Neuling sagte, alle 1 bis 2 Jahre den Vitamin B12-Status im Blut checken lassen. Dann ist man auf der sicheren Seite.

Zum Thema Eiweiß: das kommt vorwiegend (wie in der ganz normalen Ernährung auch) aus Getreideprodukten wie Brot, Nudeln und Co. oder ggf. glutenfreien Alternativen vor (z. B. das glutenfreie Sesambrot von Rossmann kann man ganz gut essen, das hat ca. 9g Eiweiß - besser nicht das ohne Sesam, das schmeckt naja, nüchtern), dann kommen noch Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Sojaprodukte hinzu.

Zur Veranschaulichung führe ich mal ein paar Beispiele an:

Wenn man z. B. 200 - 300g Brot am Tag isst, sind das schonmal ca. 18 bis 27g, dann kommt da ggf. noch Tofu hinzu, 100g haben ca. 14 - 17g Eiweiß, dann noch als Beispiel für Hülsenfrüchte: 100g rote Linsen haben 27g Eiweiß, also eine Portion von 50g hätte noch 13,5g. Man kann übrigens nicht sagen, dass per se alle Hülsenfrüchte blähen. Jeder verträgt manche besser und manche schlechter, denke ich. Mir bekommen z. B. Erbsen nicht, Linsen und Bohnen machen keine Probleme. Zumal die ja nicht jeden Tag aufm Speiseplan stehen.
Von Nudeln isst man vielleicht so 70 bis 100g pro Portion, das entspricht also 8,4 bis 12g. Kartoffeln und Reis haben auch immerhin ein bisschen Eiweiß ;). Dann gibt es noch z. B. Sojamilch oder Sojaghurt, welches je so ca. 3g Eiweiß auf 100g/ml hat. Also es gibt schon noch einige Varianten und Kombinationsmöglichkeiten, um relativ entspannt auf die nötige Eiweißmenge zu kommen. Auch wenn das von außen betrachtet erstmal schwierig erscheinen mag. Das läppert sich eben doch zusammen, wenn man seine bestimmten Zusammenstellungen raus hat und z. B. auf eiweißreiches Brot achtet.

Also wenn man z. B. eine erwachsene Frau zwischen 20 und 50 Jahren ist und 0,8g (laut DGE) Eiweiß pro Kg Körpergewicht braucht, wäre das bei 57kg 45g Eiweiß am Tag, was ja gedeckt werden könnte. Zumal ein bisschen weniger Eiweiß wohl gar nicht so dramatisch sein soll, wahrscheinlich wird es erst bei wesentlich zu wenig kritisch.

Erstmal bei der Ernährung zu gucken, ob es da irgendwelche Problematiken geben könnte, ist ja an sich schon naheliegend, wenn du Bauchschmerzen, Blähungen und Übelkeit hast. Die vegane Ernährung kann anfangs wohl schon zu Blähungen oder ähnlichem führen, da Gemüse oft sehr ballaststoffreich ist und nicht ganz so "leicht verdaulich" wie Fleisch, aber du hast die Probleme ja schon seit einem Jahr und nach einer gewissen Zeit sollte sich der Körper eigentlich dran gewöhnt haben.

Bist du bei einem Heilpraktiker oder einem normalen Arzt, weil du den IGG4-Test erwähnt hast, der scheinbar ganz gern von Heilpraktikern für teures Geld angeboten wird. Ich hoffe, du hast keine Unsummen dafür ausgegeben.

Ein Test auf Glutenantikörper, die Moni erwähnt hat, wird in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Übrigens hab ich auch als erstes Pantoprazol verschrieben bekommen, 2 Wochen genommen und bin dann wieder hin, weil es nicht besser wurde. Man muss manchmal etwas hartnäckig sein und bei diesem Termin hat die Ärztin (Allgemeinmedizin, sprich meine Hausärztin) dann auch Blut abgenommen und auf die Antikörper getestet, zwar nur Transglutaminase IgA und IgG, aber immerhin. 2 Wochen später wieder zur Besprechung der Blutwerte und wieder hartnäckig sein, "ja ich habe immer noch Beschwerden" und ggf. nochmal die Symptome nennen ;). Zur Abklärung habe ich dann eine Überweisung zum Gastroenterologen für Darmspiegelung, Ultraschall und Magenspiegelung bekommen.

So, Senf abgegeben.
Wünsche dir viel Energie und Hartnäckigkeit für die Diagnosestellung und allen liebe Grüße :)
Zuletzt geändert von Siliisa am 07 Aug 2017 11:10:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon Die.L » 03 Aug 2017 15:00:44

@Neuling07

Komm mal wieder runter, bitte!

Niemand hat Dich hier angegriffen. Moni hat einfach sachlich typische Stolperfallen genannt und einige wichtige Stichpunkte genannt (FODMAPs z.B.).

Sachlich wäre Dine Antwort gewesen, wenn Du einfach geantwortet hättest "B12 weiß ich, wird substituiert und gecheckt". Wunderbar, läuft.

Und ich würde mir sehr, sehr wünschen, glutenfreie, FODMAP-arme Eiweißquellen zu finden, denn mir widerstrebt es auch, so viele tierische Produkte zu verzehren. Tofu/Soja fällt aus, denn das bekomme ich mit meinem Hashimoto nicht vereinbart. Meine leichte Fructosemalabsorbtion lässt mich Hülsenfrüchte nur in begrenztem Umfang konsumieren.
Die 0,8g Eiweiß pro kg Körpergewicht sind übrigens wirklich die Untergrenze. Die Empfehlungen werden derzeit überarbeitet und werden mit Sicherheit höher ausfallen.

Hast Du also noch Tipps für Eiweißquellen?
Schöne Grüße von Heike!
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Re: Diagnosestellung - wie gehe ich vor?

Beitragvon moni130 » 03 Aug 2017 15:40:32

Die 0,8g Eiweiß pro kg Körpergewicht sind übrigens wirklich die Untergrenze. Die Empfehlungen werden derzeit überarbeitet und werden mit Sicherheit höher ausfallen.

Vor zwei Jahren schon wurde aus einem Ernährungsmediziner-Kongress berichtet, dass 1 bis 1,5 Gramm Eiweiß pro kg Körpergewicht pro Tag nötig sind, um bei einem erwachsenen bzw. älter werdenden Menschen die Funktionsfähigkeit zu erhalten. Aber wahrscheinlich dauert es wieder 10 bis 20 Jahre, bis sich das rumgesprochen hat.

Was Soja und Hülsenfrüchte betrifft, geht es mir ähnlich wie Dir, bzw. gehen die so gut wie gar nicht. Ausnahme: Erdnüsse bzw. Erdnusscreme, die aber für 10 g Eiweiß auch gleich 20 g Fett mitliefert, was die verträgliche Verzehrmenge doch erheblich einschränkt.

Also her mit Tipps für verträgliche Eiweißquellen.
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