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Kontaminationsvermeidung zuhause - Seite 4

Eure Rezepte, Fragen und Tipps, die zu keinem oben aufgeführten Thema passen

Kontaminationsvermeidung zuhause

Eure Rezepte, Fragen und Tipps, die zu keinem oben aufgeführten Thema passen
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Mr_Brazzle
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Re: Kontaminationsvermeidung zuhause

Beitragvon Mr_Brazzle » 01 Jan 2016 22:41:47

Rookie Andrea hat geschrieben:Ich glaube, dass es auf das Alter der zöliakiebetroffenen Person ankommt.

Also meinst Du, ich bin alt genug, um auf mich selbst aufzupassen? :lol:
Bei uns klappt das mit den Spaghettis. Nudeln haben extra Topf und Sieb, Sauce einen Löffel und es wird aufgepasst, aber meine Kinder sind über 20, da kann das schon klappen ;-)

Kann klappen, klappt aber nicht immer. Ich war auch lange der Meinung, aufzupassen und alles strikt zu trennen, bis ich gemerkt habe, dass meine zeitweiligen Probleme am Wochenende mit den Spaghetti zusammenhängen könnten.
Seitdem ist die Küche glutenfrei (nur Sonntags gh Brötchen im Herd) und diese Probleme sind weg. Es gibt nur in der Wohnküche einen Toaster für das normale Brot, das lagert auch da. Und die das essen, sitzen auch da.

MrB :computer:

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Hetairos
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Re: Kontaminationsvermeidung zuhause

Beitragvon Hetairos » 01 Jan 2016 23:00:17

zölli1976 hat geschrieben:Danke Di23 (oder mittlerweile Di26 ?),

endlich jemand, der diesen Wahnsinn mal beim Namen nennt.

Aber eine Frage hab ich trotzdem noch an alle die so Stolz sind, ihren Haushalt umgestellt zu haben und deren Mann oder Kind so toll mitmacht:

Wenn ihr nicht Zölli-positiv sein würdet, sondern z.B. mit Muskelschwund im Rollstuhl sitzen müsstet. Müssten dann euere Männer und Kinder zu Hause auch den ganzen Tag im Rollstuhl rumfahren, damit ihr euch besser fühlt?

Mit welchem Recht fordert ihr von anderen Menschen ein, euch eurer Krankheit unterzuordnen?

Mfg Zölli



Hallo zölli1976,

ich frage mich, was jemanden umtreibt, der sich neu in einem Selbsthilfe-Forum anmeldet und als ersten Eintrag einen solch aggressiven Beitrag verfasst.
Hier geht es doch darum, über Zöliakie und glutenfreie Lebensweise zu informieren und die Interessen der Betroffenen zu vertreten. Da kann man das Thema
Kontaminationsvermeidung nicht hoch genug hängen - das hat doch nichts mit Unterordnung zu tun, sondern vielmehr mit Empathie, Integrität und Akzeptanz.
Zeichnet sich eine Familie nicht in erster Linie durch Zusammenhalt aus und dadurch, dass sich alle in jeder Lebenslage nach demjenigen richten, der die Unterstützung aller gerade am dringlichsten braucht? Der Langsamste sollte doch das Tempo bei der gemeinsamen Rad (oder Rollstuhl-)Tour bestimmen, oder?
Ich finde deinen Vergleich anmaßend. Selbstverständlich nehmen Familienmitglieder auch von Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, entsprechend an,
dass sie eine Umstellung in der Lebensweise der ganzen Familie in Kauf nehmen müssen. Das hat auch nichts mit Unterordnen zu tun, sondern mit... s.o.
Mit wachsender Erfahrung stellt sich nach jeder "Umstellung" doch wieder etwas wie Normalität ein, zumindest aber tun sich doch mit der Zeit gangbare Wege für alle auf, die in Gemeinschaft zusammen leben.

Es geht hier nicht darum einzufordern, dass alle glutenfrei essen sollen, sondern darum, dass jede Familie einen Weg finden sollte, wie Kontamination im Haushalt am besten zu vermeiden ist. Dafür geben die Nutzer in diesem Thread hier durch den Austausch ihrer Erfahrungen Hilfestellung für alle, die diesen Prozess noch vor sich haben. Hättest du den Themenstart und die darin verlinkten Artikel sorgfältig gelesen, wäre das sicher klar geworden.

Ich könnte dich jetzt im Gegenzug fragen: Mit welchem Recht sprichst du unseren Nutzern ab, auf eine gelungene Umstellung stolz sein drüfen?
Stattdessen -->mein Vorschlag für (d)einen 2. Beitrag<--

Gruß
Hetairos
Es ist nicht alles glutenfrei, aber es ist nicht alles nicht glutenfrei, auf dem nicht glutenfrei drauf steht.

Rookie Andrea
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Re: Kontaminationsvermeidung zuhause

Beitragvon Rookie Andrea » 02 Jan 2016 07:11:13

Hallo MrB
Ich möchte nur darauf hinweisen, dass wenn die Familie mitspielt, es durchaus möglich ist einen gemischten Haushalt zu habeben
Disziplin gehört dann von allen dazu.
Wenn es aber stressfreier für alle ist, kann jeder tun, wie er.mag.
LG
Andrea

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Re: Kontaminationsvermeidung zuhause

Beitragvon Rosafell » 02 Jan 2016 09:10:59

Hallo, also bei uns klappt alles prima und mein Mann muß auf nichts verzichten was gh ist. Wenn Nudeln gekocht werden, dann in 2 Töpfen und mit getrennten Abgußsieben, hat bis jetzt immer geklappt, auch als unser Sohn noch zu Hause war und alles andere, außer Schnitzel, wird gf gekocht und ich finde so schlimm ist das geschmacklich gar nicht, zumindest haben viele unserer Gäste noch garkeinen Unterschied gemerkt, bis jetzt hat es allen geschmeckt. Ich finde, ich kann sehr gut gf kochen, z.B. Soßen mache ich mit viel angebratenem Gemüse welches ich dann in der entfetteten Soße püriere und dann brauche ich keinerlei Bindemittel mehr und alles Geschmack steckt in der Soße. Auch hat mein Mann einen gh Stollen nach altem Hausrezept bekommen, na und, dann wird hinterher alles ganz gründlich gereinigt und alles ist wieder gut. Bei uns klappt es jedenfalls.
LG und euch allen noch ein gesundes neues gf Jahr

Claudi
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Re: Kontaminationsvermeidung zuhause

Beitragvon Claudi » 03 Jan 2016 13:18:19

Hallo,

Nudeln gab es bis vor ca. 2 Jahren nur glutenfrei zuhause. Ebenso wurde nur glutenfrei gebacken. Schnitzel gibt es auch für alle gf.
Seit die Kinder größer sind und mehr essen gibt es nun öfters versch. Nudeln, 2erlei Maultaschen etc. Seit die Kleine Hauswirtschaft in der Schule hat und Back-Hausaufgaben bekommt die sie mit Fotos dokumentieren muss, gibt es wieder meh gh. Mehl als Vorrat, das separat in der Speisekammer gelagert wird. Ebenso habe ich ein altes gh, Muffinblech für die Kuchenspenden an Verein und Schule. Dafür war mir das gf. Mehl definitiv zu teuer.
Brot und Brötchen und Toaster gibt es doppelt.

Jeder soll es so handhaben wie es sich für einen selbst richtig und gut anfühlt und wie es sich im Alltag integrieren lässt.

lieber Gruß, Claudi


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