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Vegan und glutenfrei

Eure Rezepte, Fragen und Tipps, die zu keinem oben aufgeführten Thema passen

Vegan und glutenfrei

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Hashimota
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Vegan und glutenfrei

Beitragvon Hashimota » 05 Mär 2018 11:09:29

Gutan Tag!

Zum einen wollte ich mal horchen, ob es noch mehr Veganer hier im Forum gibt und zum anderen brauche ich noch eine Info zu Tofu.

Ich bin jemand, der jeden Tag kocht und keine Convenience Produkte verwendet - das ist ja bei Sprue schon mal vorteilhaft, right? Allerdings verwende ich gerne gewürzten Tofu und nun hab ich mal meine Sammlung durchgesehen:

"Kann Spuren von Weizen... enthalten"

Würdet ihr diese Produkte komplett meiden?

Und ein weiteres Problem ist, dass ich nicht alleine lebe und ich meinem Mann nicht unbedingt auch noch eine glutenfreie Nahrung andrehen will. Wie ist das mit Brotkrümeln. Seht ihr da eine große Gefahr, wenn ich auf Brettchen Brot zubereite oder aber auch Müslis im Schrank lagere, dass mein Essen kontaminiert wird?

Ich esse gerne "Hot Hafer" von Bauck zum Frühstück, ein Haferbrei. Darauf steht, dass dieser glutenfrei ist. Nun gibt es verschiedene Seiten, die sagen, dass man dennoch auch auf diesen speziellen glutenfreien Hafer verzichten sollte.

Und zu guter Letzt: auswärts essen. Ich bin ein "Schummel-Veganer". Zwei- dreimal im Jahr esse ich gerne Sushi. Fragt ihr beim Japaner nach? Sushi stecke ich in die Kategorie "von Natur aus glutenfrei".

Vielen Dank für´s Lesen und antworten :)

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moni130
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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon moni130 » 05 Mär 2018 15:45:01

"Kann Spuren von Weizen... enthalten"
- Wenn Du gesund werden willst, überlässt Du so etwas anderen!

Seht ihr da eine große Gefahr, wenn ich auf Brettchen Brot zubereite oder aber auch Müslis im Schrank lagere, dass mein Essen kontaminiert wird?

- Brettchen sind "Gift", wenn glutenhaltiges Brot drauf lag!
- Solange Du Dein Müsli nicht aus dem Schrankfach kratzt und die Tüten nicht verwechselst (!!) ist es egal, was neben Deinem Müsli steht.
... Haferbrei. Darauf steht, dass dieser glutenfrei ist.

- 1. Das gilt - soweit nichts anderes angegeben ist - nur in Bezug auf Gluten aus Weizen.
- 2. Ggf. unbedenklich bei Zöliakie sind nur ganz bestimmte, wenige Hafersorten. So weit mir bekannt, geben die Vertriebsfirmen aber keinerlei Infos darüber, welche Sorten sie verkaufen.
- 3. In jedem Fall darf nur eine kleine Menge Hafer und nur unter ärztlicher Aufsicht in die gf Ernährung einbezogen werden. Ärztliche Aufsicht bringt aber nur etwas, wenn der Zustand und evtl. Veränderungen der Schleimhaut durch wiederholte Biopsien (!) dokumentiert wird. Andere Möglichkeiten, die Auswirkung verlässlich zu erfassen, gibt es derzeit nicht. Beschwerdefreiheit oder Antikörperbefunde sind da nicht aussagefähig.
- 4. So lange die Schleimhaut nicht vollständig regeneriert ist, fehlt die Ausgangsbasis für 3. Somit sollte Hafer vorerst absolut nicht in Frage kommen.
Sushi stecke ich in die Kategorie "von Natur aus glutenfrei".
- Aber Ausgangsmaterial für Sojasauce ist Weizen!!!

Vegan & glutenfrei - na ja, wenn Du Dein Leben damit zubringen willst, von jedem Nahrungsmittel die genaue Zusammensetzung, d.h. Nährstoffe (einfach), alle Vitamine und alle Spurenelemente zu berechnen (viel Spaß!), um nachvollziehen zu können, ob Du von allem, was ein Mensch braucht, um an Körper und Geist gesund zu bleiben oder gar erst wieder gesund zu werden, dann mal los. Ich halte es für so gut wie ausgeschlossen, dass es gelingen kann, eine glutenfreie Ernährung auch nur halbwegs so zu gestalten, dass sich daran
Ich habe extreme Nährstoffmängel, in sogut wie jedem Bereich, obwohl ich Unmengen supplementiere.
etwas ändern könnte.

Gruß
Monika
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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon Hashimota » 05 Mär 2018 19:41:38

Ok, also kein Hot Hafer, sondern zukünftig Hot Hirse.

Ich könnte mir die Sojasoße in die Sushibar mitnehmen, Tamari ist ohne Weizen, Shoyu ist auf Weizenbasis. Ich habe ansonsten, was das Essen gehen angeht wirkliche Vertrauensprobleme mit Köchen. Daher hatte ich an Sushibar gedacht - da ist ja grundsätzlich nichts zu befürchten.

Vegan & glutenfrei - na ja, wenn Du Dein Leben damit zubringen willst, von jedem Nahrungsmittel die genaue Zusammensetzung, d.h. Nährstoffe (einfach), alle Vitamine und alle Spurenelemente zu berechnen (viel Spaß!), um nachvollziehen zu können, ob Du von allem, was ein Mensch braucht, um an Körper und Geist gesund zu bleiben oder gar erst wieder gesund zu werden, dann mal los. Ich halte es für so gut wie ausgeschlossen, dass es gelingen kann, eine glutenfreie Ernährung auch nur halbwegs so zu gestalten, dass sich daran

Ich habe extreme Nährstoffmängel, in sogut wie jedem Bereich, obwohl ich Unmengen supplementiere.


etwas ändern könnte.


Zum einen kenne ich von fast allen Lebensmitteln die Vorzüge in Hinblick auf Mineralstoffe und Vitamine und zum anderen sind die Mängel nicht durch den Veganismus entstanden, sondern waren bereits vorher da.

Vielleicht finden sich hier im Forum ja noch ein Veganer.

*Jo*
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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon *Jo* » 05 Mär 2018 21:37:13

Hashimota hat geschrieben:
Zum einen kenne ich von fast allen Lebensmitteln die Vorzüge in Hinblick auf Mineralstoffe und Vitamine und zum anderen sind die Mängel nicht durch den Veganismus entstanden, sondern waren bereits vorher da.

Vielleicht finden sich hier im Forum ja noch ein Veganer.


Ist es nicht egal wann und durch was die Mängel entstanden sind? Du willst rauskommen und dass ist mit veganer Ernährung deutlich schwieriger als mit einer weniger extremen Ernährungsform.

Bei mir zu Hause ist es übrigens kein Problem, dass ich nur glutenfrei koche, da beschwert sich niemand. Es gibt ein paar Ausnahmen für meine Männer, z.B. Brot, aber das schneiden sie nicht in der Küche.

Um aus dem Loch rauszukommen, musst du die Glutenfreiheit und die Vermeidung von Kontaminationen an erste Stelle setzen.
Restaurants versuchen die meisten erst, wenn es ihnen wieder besser geht.

Grüße Jo

Hashimota
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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon Hashimota » 06 Mär 2018 12:48:48

Es geht doch gar nicht darum, dass sich mein Mann beschwert, sondern, dass ich vermeiden will, dass mein Mann unnötig eingeschränkt wird.

Veganismus ist extrem? Pflanzennahrung ist komplett normal und in weiten Teilen der Erde verbreitet. Lediglich in Europa wird den Konsumenten suggeriert, dass ein Tierholocaust normal sei.

Was soll denn in Tierleichen und Eutersekret enthalten sein, was ich nicht auch aus Pflanzenkost bekomme? Hormone? Eiter? Fipronil?

Schade, dass es keinen konstruktiven Vorschlag gibt.

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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon Heiterkite » 06 Mär 2018 14:20:40

Fleischin! Dir fehlt dann auf jeden Fall das Fleischin und das Schweinin!

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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon mumin » 06 Mär 2018 14:52:06

Hallo,

seit einigen Jahren habe ich mir angewöhnt, in Diskussionen, die eher Glaubenscharakter haben nicht einzugreifen.

Heute werde eine Ausnahme machen und zwar, weil ich mich über zwei der Beiträge in diesem Chat extrem geärgert habe.

1. Zu Moni
Die Antwort zur Frage der Nutzung von Brettchen

"Brettchen sind "Gift", wenn glutenhaltiges Brot drauf lag!"

... ist vollkommen aus der Luft gegriffen. Dass sie tausendmal in diesem und anderen Foren wiederholt wird, macht sie nicht korrekter. Ich weiß nicht wer die "Urban Legend" in die Welt gesetzt hat, dass in den "Rillen" der Brettchen "Glutenmoleküle" lauern um sich dann Raubtieren gleich aufs nächste Stück glutenfreies Essen zu stürzen - sie ist auf alle Fälle unsinnig, wenn das Brettchen vor Gebrauch mit heißem Wasser und einer Bürste gereinigt wurde, was ich voraussetzte.
Es macht keinen Sinn, mit den immer gleichen Panik- und Paranoiaparolen Unsicherheit und Angst zu verbreiten.

2. Zu Hashimota
Deine Aussage:

"Veganismus ist extrem? Pflanzennahrung ist komplett normal und in weiten Teilen der Erde verbreitet. Lediglich in Europa wird den Konsumenten suggeriert, dass ein Tierholocaust normal sei.

Was soll denn in Tierleichen und Eutersekret enthalten sein, was ich nicht auch aus Pflanzenkost bekomme? Hormone? Eiter? Fipronil?"

... halte ich für absolut unakzeptabel, weil Du mit Deiner Wortwahl alle anderen Teilnehmer in diesem Forum, die Fleisch essen und nicht Deine persönliche Bewertung von veganem Leben teilen beleidigst.

Liebe Grüße
Mumin

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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon Hashimota » 06 Mär 2018 17:21:55

Achso, aber Veganer als extrem zu bezeichnen ist ok. Ich habe niemanden beleidigt und ich versuche auch niemanden zu bekehren, falls das auch noch kommt. Dass Tiere zu Tausenden produziert werden und in Schlachthöfen und Milchhöfen leiden ist kein Glaubenssatz, sondern deren tägliche Realität. Wer Fleisch isst, muss da einfach ein bisschen robuster werden, mit den Tieren wird ja auch nicht zimperlich umgegangen.

Fleischin! Dir fehlt dann auf jeden Fall das Fleischin und das Schweinin!

Ah :lol: zum Glück hau ich mir ab und zu im Jahr mein Fischin rein.

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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon Die.L » 07 Mär 2018 07:08:20

Jedenfalls ist es auch für gesunde Menschen ohne Darmschäden sehr sportlich, den Eiweißbedarf, den Eisen-, Zink- und B12-Bedarf über vegane Ernährung zu decken.
Dafür muss man fast zwangsläufig auf stark verarbeitete Lebensmittel von kleinen Produktionsbetrieben zurückgreifen, die viel Geld mit Proteinanreicherung machen aber (mindestens Aufgrund der kleinen Chargengrößen) sich wenig Gedanken um Kontaminationen machen. Dazu braucht es Nahrungsergänzungsmittel (mindestens B12).

Wir Menschen tun unserer Mutter Erde eh nicht gut. Ich versuche mein Möglichstes, aber meine Gesundheit und meinen Lebensspaß nehme ich mir trotzdem heraus.
Schöne Grüße von Heike!
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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon *Jo* » 07 Mär 2018 09:51:55

Hallo,

aktuell habe ich "Grippe" und verschlafe immer noch den ganzen Tag. Allerdings möchte ich mich hier doch nochmal einschalten und dich bitten genauer zu lesen:

"....und dass ist mit veganer Ernährung deutlich schwieriger als mit einer weniger extremen Ernährungsform."


Was ist schlimm dran die vegane Ernährung als extrem zu bezeichnen? So schlimm, dass du deinen Rundumschlag damit meinst rechtfertigen zu können?

Wir haben Menschen die alles essen, wir haben Vegetarier in den verschiedensten Abstufungen (Fisch, Eier, Milch) und es gibt die Veganer, die jedes tierische Produkt ablehnen. Fakt ist, in dieser Hierarchie ist der Veganismus die extremste Ernährungsform und das ohne Wertung!

Warum wird bei Veganern die Ernährung immer zum Glaubenskrieg und eine sachliche Diskussion unmöglich?

Ich schrieb, dass sich meine Männer nicht "beschweren" Das heißt sie genießen weiterhin ihr Essen, sie merken nicht mal einen Unterschied, vor allem weil für sie normales Brot ja funktioniert. Eine vegane Ernährung würde ich ihnen nicht zumuten, wenn sie es selbst nicht selbst wollen.

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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon Hashimota » 07 Mär 2018 10:22:26

Jedenfalls ist es auch für gesunde Menschen ohne Darmschäden sehr sportlich, den Eiweißbedarf, den Eisen-, Zink- und B12-Bedarf über vegane Ernährung zu decken.
Dafür muss man fast zwangsläufig auf stark verarbeitete Lebensmittel von kleinen Produktionsbetrieben zurückgreifen, die viel Geld mit Proteinanreicherung machen aber (mindestens Aufgrund der kleinen Chargengrößen) sich wenig Gedanken um Kontaminationen machen. Dazu braucht es Nahrungsergänzungsmittel (mindestens B12).


Ich stehe gerade auf dem Schlauch und weiß nicht, was Du genau meinst. Ich esse gar keine verarbeiteten Lebensmittel, es sei denn zu zählst Tofu oder Brot dazu. Eiweiß ist bei Veganismus doch gar kein Problem. Ich esse täglich Tofu und Hülsenfrüchte. Eisen geht auch noch durch grünes Blattgemüse. B12 ist kein rein veganes Problem, spritze ich seit Jahren, schon vor dem Veganismus. (Das B12 im Fleisch ist dort nur durch das angereicherte Tierfutter, also nix natürliches)

Zink ist in Vollkorngetreide enthalten und da ist ja nun das Problem, weshalb ich hier andere Veganer suche, die eben auch auf Getreide verzichten müssen.

Warum wird bei Veganern die Ernährung immer zum Glaubenskrieg und eine sachliche Diskussion unmöglich?

Glauben ist wenn man ein imaginäres nicht reales Phänomen für wahr erachtet. Veganismus hat nichts mit Glauben zu tun, sondern mit Wissen. Geh mal in einen Schlachthof, da bekommst Du das kalte kotzen. Tiere werden unbetäubt aufgeschlitzt und das ist durch die Massenabfertigung nicht die Ausnahme. Mc D hat ja gerade einen Schlachthofbetreiber angezeigt. Warum soll man Fleischessern gegenüber immer so super zimperlich sein und Veganer dürfen als Extremisten oder Gläubige bezeichnet werden - ich bin Atheist und verbitte mir mit den Verrückten in einen Topf gesteckt zu werden. Nur ein weil eine Mehrheit einer Gruppe etwas tut, muss es noch lange nicht das richtige sein. Ich brauche keine Diskussion mit Fleischessern - ich habe hier einen Thread eröffnet wie ich das Zöli-Problem lösen kann und ich nicht nach Meinungen zu meinem Veganismus gefragt. Die Diskussion fangen immer die Omnis an. Wenn ich mit jemandem essen gehe, muss ich mir den ganzen Abend ungefragt einen Sermon zu deren Fleischkonsum anhören, dann essen plötzlich alle nur noch gaaaanz selten Fleisch und nur Bauern nebenan und sowieso nur Bio. Immer wieder beeindruckend :lol:

Für meinen Teil ist alles gesagt, vielleicht back to the topic?

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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon Die.L » 07 Mär 2018 12:22:34

...gerade in der aktuellen MedMoPharm habe ich den Artikel zur veganen Ernährung und den dabei auftretenden Schwierigkeiten gelesen. Zugegebenermaßen habe ich die wichtigsten Dinge nur aus dem Kopf wiedergegeben.

Aber es reicht nicht, dass in pflanzlichen Lebensmitteln viel Zink/Eisen enthalten ist... es wird schlicht nicht im ausreichendem Maße aufgenommen.

Dein Nickname impliziert, dass Du Hashimoto hast, daher ging ich davon aus, dass Du Soja nur in kleinen Mengen verzehrst.
Womit wir wieder beim Eiweiß wären. Man braucht etwa 1g Eiweiß pro kg Körpergewicht.
Ich schaffe das nur mit tierischen produkten.
Schöne Grüße von Heike!
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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon Hashimota » 07 Mär 2018 15:09:00

Ja, zum Teil ist das auch richtig. Bei Eisen handelt es sich um das dreiwertige Eisen, was noch von Körper umgewandelt werden muss. Im Fleisch ist bereits das verfügbare zweiwertige enthalten, da geht so rein. Ich kombiniere das mit viel Vitamin C, meist einfach mit einem Salat. Man muss sich schon am Anfang kurz Gedanken machen, wie man sich aufstellt und Eisen tatsächlich jeden Tag im Kopf haben.

Dazu kommen die Phytate, die die Aufnahme von Mineralien wie zB Zink massiv behindern, indem sie sich unlöslich damit verbinden - das meintest Du bestimmt. Dem kann man entgegen wirken, indem man zB Sauerteigbrot isst. Bei der Gärung wird die Phytinsäure abgebaut.

Und hier ist nun das Problem :( Kein Brot mehr, ich liebe Sauerteigbrot. Und lt Aussagen einiger User wohl auch keine Haferflocken mehr. Haferflocken sind leider auch das Superlebensmittel, was Zink angeht. Ich dachte bisher, dass Lebensmittel mit der durchgestrichenen Ähre auch für Zöli geeignet ist.

Es gibt wohl einige Hashis, die Soja nicht gut vertragen oder die mit ihrer Dosis nicht mehr auskommen. Aber auch in anderer Pflanzenkost ist Eiweiß enthalten. Ist den meisten nicht bewusst - Bohnen, Linsen und Co enthalten genauso viel Eiweiß wie Fleisch, nur eben nicht das komplette Profil, weshalb man es immer kombinieren muss.

Um das komplette Aminosäurenspektrum aufzunehmen, kann man zB Reis mit Bohnen kombinieren, wie es in bestimmten Kulturkreisen üblich ist.

Das Problem ist nur immer wieder die verdammte Phytinsäure. Ich will mich nicht dauerhaft mit Pillen versorgen und auch kein Tier essen :( Blöde Situation.

Sprossen? Sind die glutenfrei?

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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon Die.L » 07 Mär 2018 19:44:29

Wie schön, dass die 1980er Jahre vorbei sind :lol: zu der Zeit waren Veganer nicht so gut informiert.

Ich hab mir jetzt die MedMoPharm nochmal zur Hand genommen: Die Eisenzufuhr ist bei Veganerinnen höher als bei anderen Ernährungsformen, insbesondere auch höher als die empfohlene Zufuhr. Aber trotzdem weisen 40% der Veganerinnen einen deutlich zu niedrigen Ferritinwert auf (12ug/l Norm 25-250ug/l).

Beim Zink sieht es ganz ähnlich aus.

Gekochte Hülsenfrüchte haben so um die 10g Eiweiß/100g wenns gut läuft. Ich finde es nach wie vor sportlich (nicht unmöglich), damit den Eiweißbedarf zu decken.

Vielleicht löst sich ja schon ganz viel, wenn sich Dein Darm erholt und Du wieder Nährstoffe resorbieren kannst.
Schöne Grüße von Heike!
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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon *Jo* » 07 Mär 2018 21:03:02

ich habe hier einen Thread eröffnet wie ich das Zöli-Problem lösen kann und ich nicht nach Meinungen zu meinem Veganismus gefragt.


und wir/ich haben dir geschrieben, dass es schwierig wird, nur das! und das wolltest du nicht hören. Ich habe dir keinen Extremismus vorgeworfen sondern nur gedacht, dass so ab und an ein Ei oder Milchprodukte vielleicht helfen würde, es muss ja nicht gleich Fleisch sein.
Aber man kann natürlich alles verdrehen!

Bekannte von uns betreiben einen Gnadenhof. Die Familie lebt Tierschutz! So ab und an isst die Frau, mit der ich mich länger unterhalten habe, ein Ei, aber nur von ihren Hühnern, "gerettet" aus einer konventionellen Tierhaltung.
Ich bewundere diese Frau, aber sie ist gesund!

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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon Hashimota » 07 Mär 2018 21:26:54

Ein Gnadenhof, wie schön :)

Ei und Honig sind in der Tat Lebensmittel, die ich mir vorstellen könnte. Man kann mit Bienen und Hühnern tatsächlich in guter Symbiose leben. Ich kann hier nur leider keine Hühner halten, das gibt Mecker. Wenn es nach mir ginge hätte ich den ganzen Garten voller Wachteln, die sitzen nämlich in rauhen Mengen im Tierheim. Eier kaufen schaffe ich nicht, ich hab die schrecklichen Bilder vor mir und vertrauen da niemandem, nicht mal wenn da Bio drauf steht. Ich bin einfach zu sensibel.

Wie schön, dass die 1980er Jahre vorbei sind :lol: zu der Zeit waren Veganer nicht so gut informiert.

Ja, das Internet ist ein Segen!

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Re: Vegan und glutenfrei

Beitragvon FSM » 08 Mär 2018 13:14:35

Leider muss ich eine weitere Schwierigkeit in die Debatte einbringen: Meine Vertrauen in kleine Bio-Betriebe was das Allergenmanagement angeht hat stark gelitten. Ob mit oder ohne Spurenwarnung, ob mit durchgestrichener Ähre oder ohne, leider scheint es hier zu deutlich mehr Kontaminationen zu kommen als bei größeren Betrieben, vermutlich durch weniger getrennte Produktionslinien und den Einsatz von Zutaten mir größerem Kontaminationsrisiko, wie Buchweizen oder Linsen.

Für diese eiweißhaltigen Hülsenfrüchte gilt generell: Wer viel davon isst sollte besser auszählen. Ich habe in Buchweizen (sowohl bio als auch konventionell, sowohl mit durchgestrichener Ähre, als auch ohne, sowohl mit Spurenwarnung als auch ohne) schon Unmengen an glutenhaltigen Körnern gefunden, teilweise mehr als 20 pro 500g Packung. Aktueller Spitzenreiter in Sachen Fremdkörnern ist bei mir davert, gefolgt von Werz (mit durchgestrichener Ähre, hab dort angerufen, sie haben Probleme eingeräumt, gab keinen Rückruf) und abgeschlagener Dritter ist Alnatura. Bei Buchweizen habe ich mittlerweile aufgegeben, weil das Auslesen so lange dauert, aufgrund der optischen Ähnlichkeit. Bei Linsen sieht man die Körner wenigstens recht schnell - wenn man danach Ausschau hält.

Wenn man das Ab- und Zu mal kocht hält sich die Auszählerei ja noch in Grenzen, aber wenn man seinen Eiweißbedarf damit befriedigen will wird es ja quasi zum Vollzeitberuf.

Viele Grüße vom FSM

PS: Ich war viele Jahre vor der Diagnose Veganer, im Sinne von habe halt keine tierischen Produkte gegessen. Selbst bei der Diagnose (Marsh 3c) hatte ich keine Mängel im großen Blutbild. Supplementiert habe ich nur Vitamin B12 (ist schließlich auch im Tierfutter zugesetzt) Mittlerweile esse ich wieder Käse, nachdem ich zu wenig Vitamin B2 hatte. Das hatte ich früher über glutenhaltige Vollkornprodukte bekommen, die jetzt halt wegfallen.


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