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Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Fruktose, Kasein, Histamin, Saccharose, Sorbit, Galactose
Heuschnupfen, Kernobst, Nüsse, Eier, Fisch, Soja, Sellerie, usw.

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Jolanda
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Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon Jolanda » 10 Jan 2014 14:29:07

Bei meinem Sohn wurde im Juli 2012 Zöliakie per Biopsie diagnostiziert. Trotz strenger glutenfreier Ernährung wurden seine Beschwerden nicht besser. Wir klapperten viele Fachärzte ab, doch alle Befunde waren negativ. Die Ärzte bestätigten mir immer wieder, dass mein Kind kerngesund ist. Wir verstanden die Welt nicht mehr.

Auf Empfehlung nahm ich mit Prof. Schuppan (Zöliakie-Ambulanz an der Uni Mainz) Kontakt auf und er verdächtigte Nahrungsmittelallergien.

Also haben wir einen sehr umfangreichen Bluttest bei einem erfahrenen Allergologen (Prof. Saloga, Uni Mainz) machen lassen. Ergebnis: ohne Befund!

Ich wandte mich daraufhin im Dezember an eine Osteopathin, die uns eine Heilpraktikerin empfahl, die sich auf Nahrungsmittelallergien spezialisiert hat. Sie vermutete eine Eiweißunverträglichkeit und Kuhmilchallergie.

Das sich die Situation um die Weihnachtsfeiertage für meinen Sohn zuspitzte, ernähre ich ihn seit Anfang des Jahres milchfrei, und die Beschwerden haben etwas nachgelassen. Mittlerweile waren wir bei der Heilpraktikerin zum Allergien austesten. Ergebnis: Milch Casein, Schafmilch, Soja, Rindfleisch, Huhn, Pute, Fisch, Karotten, Apfel, Orange und Banane.

Für mich eine tägliche Herausforderung, meinen Sohn ausgewogen zu ernähren. Wir versuchen nun, einige Allergien mit einer Bioresonanztherapie in den Griff zu bekommen.

Wir sind froh, endlich die Problemauslöser beim Namen nennen zu können und sind zuversichtlich, das alles wieder gut wird.

LG Jolanda

Sibylle

Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon Sibylle » 10 Jan 2014 20:32:19

Hallo Jolanda!

Jolanda hat geschrieben:Mittlerweile waren wir bei der Heilpraktikerin zum Allergien austesten. Ergebnis: Milch Casein, Schafmilch, Soja, Rindfleisch, Huhn, Pute, Fisch, Karotten, Apfel, Orange und Banane.

Wie testen Heilpraktiker auf Nahrungsmittelallergien?

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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon lucky luck » 10 Jan 2014 20:44:12

hi Jolanda
da du schon viele Fachärzte konsultiert hast und alle Test negativ waren, kann ich gut verstehen daß du jetzt andere Alternativen gesucht hast.
Hier hat es ja dazu schon mal eine Diskussion gegeben viewtopic.php?f=135&t=35530&p=244065#p244065.
Dem eigenen Kind zuschauen müssen wie er tagtäglich Beschwerden hat ,das könnte ich auch nicht.Auch wenn hier Untersuchungen gemacht worden sind
die von der Traditionellen Medizin nicht anerkannt sind,sollte man nicht vergessen daß es hier um einen 7 jahre alten jungen geht dem geholfen werden sollte.
Ich hoffe daß das der richtige weg ist für deinen Sohn ,daß er in Zukunft beschwerefrei wird.
Alles gute
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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon mumin » 10 Jan 2014 22:37:40

Liebe Jolanda,

Bei allem Verständnis für den Griff nach jedem Strohhalm, wenn die Mediziner nichts finden, aber ich bleibe dabei:

Diese angebliche Bioresonanztherapie ist pure Quacksalberei, reine Spekulation und Irreführung der Patienten! :(

Das Geld solltest du dir sparen.

Liebe Grüße,

Mumin

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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon FSM » 11 Jan 2014 00:24:42

Hallo lucky luck, hallo Jolanda,

als jemand, der Physik studiert hat kann ich dir versichern, dass die Bioresonanztherapie keinen Effekt hat. Sie wird höchstens als Placebo wirken, und da gibt es deutlich billigere Methoden. Lucky luck hat von der "Traditionellen Medizin" gesprochen, aber dieser Begriff ist irreführend. Die Medizin ist eine Wissenschaft, die permanent neue Heilmethoden untersucht und sich so weiterentwickelt. Bioresonanz wurde untersucht - sie hilft nicht, ganz sicher nicht.

Diese ganzen Allergien, die dein Sohn angeblich hat, sind nicht zufällig gegen Lebensmittel, die er in den Tagen vor dem Test gegessen hat? Dann war es nämlich schlicht ein IGG-Test, der völlig sinnlos ist, da er eine normale Reaktion des Immunsystems misst und keinesfalls eine Allergie. Ich halte es für auszuschließen, dass die Mainzer Uniklinik Allergien übersieht und diese dann von einer sog. Heilpraktikerin festgestellt werden. Vielleicht macht wirklich ein Nahrungsmittelbestandteil (Fructose / Laktose...) deinen Sohn krank. Dann findet ihr das z.B. über ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch sicher heraus. Aber ohne vernünftigen Grund einfach auf Nahrungsmittel zu verzichten macht doch keinen Sinn und könnte zu noch schlimmeren Frustrationen führen, wenn irgendwann klar wird, das diese Nahrungsmittel doch nicht die Ursache waren (es sei denn es war ein Glückstreffer dabei).

Genau wie den Placebo-Effekt, der dafür sorgen kann, dass sich dein Sohn evtl. nach Bioresonanz-Therapie besser fühlt, gibt es übrigens auch den Nocebo-Effekt. Der sorgt dafür, dass keine Besserung eintritt trotz richtiger Behandlung. Wenn man zum Beispiel jemanden, der Schmerzen hat, ein Schmerzmittel verabreicht und gleichzeitig sagt, dass dieses Mittel wahrscheinlich nicht wirken wird, dann bleiben die die Schmerzen in der Regel tatsächlich stark. Wenn man dann das gleiche Mittel nochmal spritzt und diesmal aber sagt, das sei jetzt garantiert das richtige Mittel, dann werden die Beschwerden plötzlich viel besser. Die Umstellung auf glutenfreie Kost ist immer schwer für den Körper. Häufig kommen noch vorübergehende Intoleranzen dazu (gegen Lactose und Fructose etwa). Man hat dann das Gefühl, die alleinige Umstellung auf glutenfrei würde nicht helfen und genau wegen dieser Denkweise können Symptome verlängert werden.

Vielleicht hat dein Sohn noch andere Unverträglichkeiten oder Krankheiten, aber eines ist doch sicher: Die strenge glutenfreie Ernährung ist auf jeden Fall gut für ihn, da die Zöliakie über Biopsie 100% sicher diagnostiziert wurde. Es besteht die reelle Chance, dass sich die jetzigen Beschwerden verbessern, da sich der Körper jeden glutenfreien Tag von den Schäden erholt, die durch die Aufnahme von Gluten vor der Diagnose entstanden sind.

Leider nehmen sich die meisten Mediziner nicht die Zeit, um ihren Patienten das Gefühl zu vermitteln, dass alles menschenmögliche gemacht wird, um ihre Krankheit zu bekämpfen. Sog. Alternativmediziner nehmen sich die Zeit, haben aber keine Ahnung, was sie da tun und können letzten Endes wenig ausrichten. Manchmal helfen sie via Placebo, manchmal Schaden sie aber auch durch unsinnige Allergiediagnosen oder Nocebo-Effekte.

Vielleicht könnte auch ein Psychotherapeut helfen, mit eurer unbefriedigenden Situation besser klarzukommen.

Seit ihr Mitglied bei der DZG? Mir hat Frau Baas von der DZG-Telefonsprechstunde sehr geholfen. Sie hatte bei mir auf Fructosemalabsorption getippt und war damit richtig.

Gute Besserung und liebe Grüße

FSM

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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon lucky luck » 11 Jan 2014 08:29:26

Hallo
ich habe nie gesagt daß ich solche Methoden befürworte :!:

FSM
Wenn du auf den Link geschaut hättest den ich oben reingestellt habe, da ist ersichtlich daß Laktose und Fruktose
schon gemacht worden sind :!:

Hi Jolanda
Die Schielddrüse wurde die denn Untersucht :?:
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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon moni130 » 11 Jan 2014 12:01:44

Hallo Jolanda,

schade, dass du nicht in dem urspünglichen Thread weiter geschrieben hast, so dass man die Geschichte Deines Sohnes und Eurer Bemühungen besser nachvollziehen könnte.

Zu dem, was mumin und FSM geschrieben haben, kann ich nur voll und ganz zustimmen. Mehr noch, ich finde es sogar gefährlich, wenn Du als Mutter jetzt Deinen Glauben und Deine Hoffnungen an solchen Hokupokus hängst. Andererseits verstehe auch ich sehr gut, dass Du nach jedem Strohhalm greifst, um Dein Kind nicht untätig leiden lassen zu müssen.

Ich möchte Dir daher einen etwas anderen "Strohhalm" aufzeigen: Du bist ja bereit, sehr viel dafür zu tun, dass es Deinem Kind besser geht. Du hast schon viel investiert, um seine Krankheit einzukreisen - und es hat Euch nicht weiter gebracht, sondern nur zu noch mehr Kummer wegen angeblicher zusätzlicher Unverträglichekiten geführt. Jetzt möchte ich Dir vorschlagen, mit seiner Gesundheit zu arbeiten - und zwar so oft wie irgend möglich! Statt Stunden beim Heilpraktikerhokuspokus zu verbringen (und damit seine "Krankheit" aufzuwerten), geht ins nächstgelegene Hallenbad! Du hast mal geschrieben, dass ihm Kälte Besserung bringt. Dann geht doch ins Wasser! Das ist, außer in Thermalbecken, immer noch kühl genug, um einen Kältereiz auszulösen. Lasse ihn schwimmen und im Wasser toben, anstatt ihn zum Stillsitzen bei der "Bioresonanz" zu verdonnern! Statt Dein Geld zum Heilpraktiker zu tragen, suche evtl. jemanden, der ihn so lange zum Schwimmen begleitet und zum Bewegen im Wasser motiviert, bis er sich einem Verein anschließen kann, aber nicht um stur Bahnen zu schwimmen, sondern eher in Richtung vielfältiger Bewegungsformen wie beim Wasserballtraining. Lasse Dein Kind spüren, dass es trotz der Störung, die ihm zusetzt, im Prinzip gesund ist und stelle diese Gesundheit in den Mittelpunkt Euerer Aktivitäten.

Damit kein Mißverständnis aufkommt: Es geht mir nicht darum, aus Deinem Sohn einen tollen Schwimmer zu machen, obwohl das ja vielleicht rein zufällig auch passieren könnte, dass er bald gegenüber seinen Schulkameraden mit seinen Schwimmfähigkeiten glänzen kann. Mir geht es viel mehr darum, dass durch die Bewegung im Wasser Reize auf den Körper ausgelöst werden, die mit etwas Glück der Funktionsstörung seiner Verdauungsorgane entgegen wirken. Das wird nicht gleich beim ersten oder zweiten Mal passieren. Aber wenn er mal drei Monate lang dreimal pro Woche sich für ca. 30-40 Min. intensiv im Wasser bewegt hat, dann wird das auch etwas in ihm bewegen - in seinem Körper und in seiner Seele! Fangt damit an und nehmt Euch vor, in den 13 Wochen von jetzt bis Ostern mindestens 30mal ins Hallenbad zu gehen.

Ich bin davon überzeugt, dass ihm das wirklich etwas bringen wird, was ja eigentlich schon die größte Belohnung ist. Trotzdem sind auch äußere Zeichen der Belohnung wichtig. D.h. kleine Ziele setzen, für deren Erreichen es dann eine Belohnung gibt, z.B. ein Besuch im Zoo oder ein schickes Basecap oder was auch immer einem seiner Wünsche entspricht. Natürlich sollte man langfristig auch die offziellen Schwimmabzeichen anpeilen. Aber es braucht eben auch kleine Belohnungen auf dem Weg dorthin. Leider ist er schon zu groß, für eines meiner selbst entworfenen Wasserfrosch-T-Shirts, mit denen die ersten Erfolge "meiner" Wasserfrösche belohnt wurden.

Sage Deinem Sohn nur, dass es wegen seinem Gewicht wichtig ist, dass er schwimmen geht. Wecke aber keine Erwartungshaltung in Bezug auf seine Bauchbeschwerden. Damit die sich nicht unangenehm auswirken, sollte er anfangs nicht zu allzuviel "Brustschwimmen" motiviert werden, sondern eher für so etwas in der Art von Aquajogging, Rückenschwimmen usw. Ansonsten lasse, ohne ihn diesbezüglich zu beeinflussen oder auch nur zu fragen, was seine Bauchschmerzen machen, einfach geschehen, was geschehen wird.

Packe es an, sobald er mit den aktuellen Infekten durch ist!

Alles Gute,
Monika

PS: Sicherlich mag auch Dein Sohn, wie doch fast jeder, gerne Schokolade. Die würde ich vorerst in jeder Form mal vorübergehend bis Ostern streichen. Also auch keine Schokodrinks, definitiv nichts, wo Kakao drin ist. Schokolade kann es dann aber nach einem Erfolgserlebnis mal als Belohnung geben. Sollte es der Fall sein, dass Kakao seine Darmfunktion beeinträchtig, was tatsächlich in anscheinend sehr seltenen Fällen vorkommen kann, dann werdet ihr das auf diesem Weg erfahren.

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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon Jolanda » 11 Jan 2014 16:29:48

So, dann werde ich mal „Stellung nehmen“…

An alle, die Bioresonanztherapie für Humbug halten, mir persönlich hat es schon vor Jahren einige Allergien gelöscht, was seit mehr als 10 Jahren anhält. Schulmedizinisch nachgewiesen! Und genauso, wie mir persönlich und auch meinem Sohn die Homöopathie in manchen Bereichen (z.B. bei Sinusitis) hilft, obwohl auch da offiziell keine Wirkung nachweisbar ist.

Ich glaube über nichts scheiden sich die Meinungen mehr, als über alternative Methoden. Trotzdem hat jeder das Recht, für sich selbst zu entscheiden, inwieweit er das in Anspruch nimmt oder nicht.

Der Allergologe hat bestimmt nichts übersehen, allerdings sind Allergie-Bluttests nicht immer aussagefähig laut Prof. Saloga. Der Test misst nur die Sensibilisierung. Die Testqualität hängt zusätzlich von den Allergenextrakten ab. Nahrungsmittel-Allergene sind häufig nicht stabil.

Fructose, Laktose, Glukose Tests hat er beim Gastroenterologen machen lassen. Waren ohne Befund.

Ernährungstagebuch haben wir schon mehrfach über einen längeren Zeitraum geführt. Weder der Gastro-Enterologe noch der Allergologen, noch der Zöliakie-Experte konnte daraus eine Unverträglichkeit gegen etwas Bestimmtes ableiten.

Mein Sohn verzichtet seit Anfang des Jahres auf jegliche Kuhmilchprodukte, und es geht ihm deutlich besser. Die anderen Unverträglichkeiten wurden erst danach festgestellt. Also wurde sein persönliches Empfinden nicht beeinflusst.

Er ernährt sich seit Juli 2012 streng glutenfrei und das werden wir auch weiter tun. Nur reicht das alleine nicht aus, laut Prof. Schuppan (Zöliakie Ambulanz Uni Mainz). Er hält Allergie Bluttests auch nicht für sehr sicher und empfahl mir, selbst über Ausschlussdiäten zu forschen, was die Beschwerden lindert und welche nicht.

Mein Sohn befindet sich bereits in psychotherapeutischer Behandlung.

Die Schilddrüse wurde im Dezember untersucht. Ohne Befund.

Und Monika, Deine Ratschläge in Ehren, aber mir zu unterstellen, dass ich meinen Sohn einem Heilpraktikerhokuspokus aufzwänge und ihn damit sogar schade, geht zu weit.

Zu Deiner Info: wir gehen seit über 4 Jahren regelmäßig (bedeutet mind. 2-3 mal / Woche) ins Schwimmbad. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere daran, dass mein Sohn eine Hüfterkrankung hatte. Er schwimmt seither regelmäßig und ausgiebig, taucht gerne und hat eine Menge Spaß im Wasser. Leider hatte es bisher keine entlastende Wirkung auf seine Bauchbeschwerden. Er ist in einem Sportverein und macht WingTsun, was ihm ein deutlich besseres Körpergefühl vermittelt. Er geht auch in einen Kunstschule, und verarbeitet seine Erfahrungen künstlerisch und er macht PME.

Alls das macht er mit viel Freude, ohne den Bezug zu seinen Bauchbeschwerden.

Schokolade lassen wir aufgrund der aktuellen milchfreien Ernährung sowieso weg. Und Belohnungen gibt es bei uns trotzdem, nur auf einer anderen Ebene, die nichts mit Essen zu tun hat. ;-)

Den Hinweis, mich mit Frau Baas von der DZG-Telefonsprechstunde in Verbindung zu setzen, werde ich baldmöglichst umsetzen.

Für sachliche Hinweise und Ratschläge habe ich weiterhin ein offenes Ohr.

Grüsse Jolanda.

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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon lucky luck » 11 Jan 2014 18:36:07

Hi Jolanda
Ich hoffe für dich, daß mit dieser Diät endlich Besserung für deinen Sohn eintritt,
auch wenn ich kein Befürworter bin, aber man sollte auch andere Behandlungen in Betracht ziehen wenn
die Schulmedizin schon alles Untersucht hat.
Alles gute
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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon moni130 » 12 Jan 2014 11:32:14

Hallo Jolanda,

Du wünscht Dir sachliche Hinweise und Ratschläge, gibst uns aber kaum sachliche Grundlage dazu. Du erwähnst
Ernährungstagebuch haben wir schon mehrfach über einen längeren Zeitraum geführt. Weder der Gastro-Enterologe noch der ...
- läßt es uns aber nicht sehen. Wir mit unseren Erfahrungen erkennen darin vielleicht noch ganz andere Dinge als die Mediziner mit ihrem Schubladendenken.
Fructose, Laktose, Glukose Tests hat er beim Gastroenterologen machen lassen. Waren ohne Befund.
Wann wurden diese Tests mit welchem Verfahren gemacht? Wie war der Verlauf während der Testphasen? Warum wurde Glukose getestet, wenn doch Fruktose und Laktose negativ waren? Zur Erläuterung: Glukose dient zur Testung auf bakterielle Fehlbesiedelung, wenn alle anderen Zuckerarten im Test Unverträglichkeitsreaktionen auslösen, also positiv getestet werden. Wenn nur negative Ergebnisse kommen, ist dagegen ein ganz anderer Stoff einzusetzen um zu prüfen, ob der Patient evtl. ein sog. Non-Responder ist. Fazit: Ich sehe in dem, was Du bisher dazu geschrieben hast, keinen Aussagewert in Bezug auf die Beschwerden.

Weiterhin schützt auch ein einmal negativ verlaufener Test nicht davor, dass später doch noch eine entsprechende Unverträglichkeit entstehen kann bzw. einfach falsch negativ getestet wurde. Z.B. wurde bei mir Laktose zunächst - mit einem für mich völlig ungeeigneten Test - negativ getestet, was überhaupt nicht zu den dabei aufgetretenen immensen Beschwerden passte. Erst ein anderes Testverfahren bei einem anderen Arzt brachte ein stimmiges Ergebnis. Mit dem gleichen Testverfahren wurde damals auch Sorbitunverträglichkeit festgestellt, während Fruktose zunächst klar negativ war, doch nach einigen Jahren, kam der Verdacht auf, dass ich auch Fruktose nicht mehr vertrage. Der Arzt hat mitgezogen und noch mal getestet - jetzt mit eindeutig positivem Ergebnis. Als das vorlag und ich mich entsprechend verhalten konnte, kristallisierte sich heraus, dass noch eine weitere Unverträglichkeit gegenüber einem Einzelstoff besteht. Auch den habe ich inzwischen zweifelsfrei identifizieren können - und merkwürdigerweise betrifft das einen Stoff, der noch nie irgendwo bei Unverträglichkeitsreaktionen genannt wurde.

Ich will Dir mit diesem Beispiel zeigen, dass es auf rein sachlicher Ebene noch genügend Informationsdefizite gibt. Was Du uns zuletzt angeboten hast, hat aber mit sachlich leider nichts zu tun, sondern ist reine Glaubensfrage. Glaube, an was auch immer, und Rituale sind in jeder Kultur in irgendeiner Form von Bedeutung. Die Art und Tiefe der kulturellen Prägung hat Einfluß darauf, welche "Form" des Nichtsichtbaren jemand zu seinem inneren Krafwerk, man kann es auch Seele nennen, vordringen läßt. Aber einem Menschen erst einmal fiktive sachliche Krankheitsursachen einzureden, um sie dann mit "modernen" Glaubensritualen zu "löschen", das hat damit überhaupt nichts zu tun, sondern ist reine Scharlatanerie. Und das erlaube ich mir auch zu sagen, wenn jemand um Rat fragt, denn auf dieser Ebene ist jede weitere Erörterung substanz- und sinnlos. Wenn Dir das in Anbetracht Deiner Allergie-Erfahrung nicht akzeptabel erscheint, dann nimm bitte zur Kenntnis, dass Allergien auch ohne spezielle "Behandlung" einfach so zur Ruhe kommen können. Nach acht Jahren in einer Allergiker-WG könnte ich auch dazu einige Beispiele liefern.

Setze die Ernährungstagebücher hier rein, dann können wir sachliche Hinweise dazu geben.

Gruß
Monika

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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon moni130 » 12 Jan 2014 19:45:11

Ergänzend zu den schon gegebenen sachlichen Hinweisen möchte ich daran erinnern, dass ich Dir schon einmal vor Wochen geraten habe, das Phänomen, dass es Deinem Sohn besser geht, wenn er etwas Kaltes anwendet, dagegen Wärme schlecht verträgt, unbedingt weiter zu verfolgen.

Es wäre Sache eines guten Physiotherapeuten gewesen, genau diesen Hinweis aufzugreifen. Zusammen mit der Bemerkung, dass sich Schwimmen nicht bessernd auswirkt, deutet sich an, dass da die rel. eng begrenzte lokale Kälteanwendung entscheidend ist. Genau dies - in Kombination mit dem bereits erfolgten Ausschluß von Problemen, die von Verdauungsorganen ausgehen, lässt an einen Triggerpunktproblem denken. Triggerpunkte und die von ihnen fortgeleiteten Schmerzen und Beschwerden sind Ärzten meist noch viel weniger vertraut als Zöliakie. Die erste deutschsprachige Ausgabe eines 1500 Seiten-Lehrbuches der Myofaszialen Triggerpunkte kam 1998 raus. Ist also noch nicht sooo lange her. Kurz gesagt sind Triggerpunkte bestimmte Stellen in der Muskulatur, von denen bei einer Störung an diesem Punkt fortgeleitete Schmerzen und Beschwerden an ganz anderen Körperstellen auftreten können. In diesem Lehrwerk ist für jeden einzelnen Muskel und seine Triggerpunkte genau angegeben, wo überall von dort ausgehend Beschwerden auftreten können.

Weshalb ich jetzt speziell bei Deinem Sohn daran denke? Nun ja, die Behandlung von aktivierten Triggerpunkten beruht auf Kälteanwendung an diesem Punkt und gezielter Dehnung des dazugehörigen Muskelstrangs. Mit Kälteanwendung allein kann man sich schon etwas helfen. Es funktioniert allerdings nur bei lokal eng begrenzter Kälteanwendung und nicht etwa, indem man ins kalte Wasser geht und so der ganze Körper runtergekühlt wird. In Kap. 49.1 in obigem Lehrbuch ist über die abdominellen Triggerpunkte zu lesen: "Die von diesen myofaszialen TrP übertragenen Symptome irritiern häufig die Diagnostik durch die Nachahmung einer viszeralen Pathologie." Die von diesen TrP hervorgerufenen Schmerzen werden als "Völlegefühl", "Blähung", "Schwellung" oder "Luft" oder auch als "brennend" beschrieben. Triggerpunkte in den Muskeln des Unterbauches wurden mehrfach als Ursache chronischer Diarrhoe identifiziert.

Wie wenig Wissen darüber verbreitet ist, mag diese Geschichte zeigen: Wenige Tage vor Antritt einer Reha passiert einem ohnehin vielfach schmerzgeplagten Patienten die Aktivierung eines Triggerpunktes, der heftige Schmerzen im Oberschenkel auslöst. Eigentlich ist er damit nicht reisefähig, schafft es aber doch die Reha-Klinik zu erreichen - in der Hoffnung, dass ihm da schnell geholfen werden kann. Denkste. Verordnet wird nur 08/15-Krankengymnastik zum Muskelaufbau, was die Sache nur verschlimmert. Sonnenschein, Sauna, Schwimmen im Thermalbad, alles läßt nur den Schmerz schlimmer toben. Jeden Morgen muss erst mal eiskaltes Wasser über das Bein laufen, bevor der Patient überhaupt richtig stehen kann. Die Ärzte und Therapeuten der Klinik stehen vor einem Rätsel, der Patient allerdings auch, denn der wundert sich über deren Ahnungs- und Hilflosigkeit, denn dieser Patient war zufälligerweise ein Rezensent der o.g. Lehrbücher und ahnte daher, was er wirklich hatte. Bis zum Termin bei einem Arzt, der sich auskannte, vergingen über 10 Wochen. Und dann war in weniger als 10 Minuten das Problem abgestellt und kam nie wieder.

Leider wurde inzwischen aus der Triggerpunktmedizin hierzulande eine Wischiwaschitherapie gegen alles Mögliche und Unmögliche gemacht, ohne dass sich alle Anwender wirklich vertiefte Kenntnisse der anatomischen Zusammenhänge angeeignet haben. Daher kann es auch da eine lange Odyssee geben, bis man den richtigen Therapeuten gefunden hat.

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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon Jolanda » 13 Jan 2014 12:54:02

Gkukose, Fruktose, Laktose wurden vor 7 Monaten per H2 Atemtests getestet. Als erstes Glukose, beim nächsten Termin Laktose, beim nächsten Termin Fruktose. Laut Arztbericht alle unauffällig.

Vor einem Jahr hatten wir jeweils für 3 Wochen Ausschlußdiäten bezüglich Laktose und Fruktose gemacht. Auch hier ergaben sich während der "Diäten" keine Besserungen.

Ich werde die Ernährungstagebücher meines Sohnes nicht veröffentlichen. Er befindet sich derzeit in osteopathischer Behandlung. Die Therapeutin ist auch Homöopathin und therapiert meinen Sohn ganzheitlich. Ich habe Kontakt zu Frau Dr. Baas von der DZG aufgenommen und stehe nach wie vor mit Prof. Schuppan (Zöliakie-Ambulanz Uni Mainz) in Kontakt.

Vielleicht sollte ich es fürs Erste dabei belassen. Zu viele Köche gleichzeitig verderben den Brei.

Ich melde mich wieder, sofern Bedarf an weiteren Ratschlägen besteht.

Vielen Dank an alle für die bisherige Unterstützung.

LG Jolanda.

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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon moni130 » 13 Jan 2014 14:48:37

Liebe Jolanda,

Deine Worte - Jolanda » 28 Nov 2013 14:54:39 :

Mein Physiotherapeut, der auch meinen Sohn während seiner Hüfterkrankung behandelt hat,.... gab auch zu Bedenken, dass seine Muskeln und Sehnen zu Organverbindungen "verkrampft" sind, bzw. Spannung haben (weil rechts die Hüfterkrankung war und seither noch Sehnenverkürzungen bestehen)... Ich glaube, dass dies ein wichtiger Ansatzpunkt ist, dem wir nachgehen müssen.

Genau DAS meine ich auch. Und das ist nicht zu ersetzen durch noch so viele Ernährungsumstellungen und gastroenterologische Untersuchungen und Meinungen, nachdem von dieser Seite offenbar ohnehin alles, was möglich ist, getan und ausgeschlossen wurde. Auch die DZG ist dafür nicht der kompetente Ansprechpartner. Und "ganzheitliche Behandlungen" tändeln am Ziel vorbei. Diese Verkürzungen und Verkrampfungen in der Muskulatur müssen behandelt werden! Sie sind die Grundlage, auf der die von mir erwähnten Triggerpunkte entstehen. Solange die nicht Punkt für Punkt gelöst sind, werden sie immer wieder zu Problemen führen, gegen die kein Gastroenterologe, kein Psychologe und auch kein Osteo- oder Homöopath ein Rezept hat bzw. haben kann!

Leider sind Triggerpunkteprobleme so ziemlich das Letzte, an das man bei Bauchbeschwerden mit Blähungen und Durchfall denkt. Es gibt wahrscheinlich auch nicht so viel Erfahrungen zu Triggerpunktbehandlungen zu diesem Problembereich. Wenn Therapeuten sich mit Triggerpunkten etwas auskennen, dann meist nur im Zusammenhang mit dem Bewegungsapparat oder evtl. noch Kopfschmerzen. Dein Physiotherapeut kann sich da sicherlich mal reinhängen, nachdem er ja schon ziemlich weit auf dem richtigen Weg war. Um beurteilen zu können, um was es geht, könnte man mal einen Blick ins grundlegende Lehrbuch werfen. Darin kann man online blättern und bei Eingabe von "obliqui abdominis" - aber ohne " - bei "Im Buch suchen" kommt man in den Bereich, der hier interessant ist.

Ich wünsche Deinem Jungen so sehr, dass er wirklich Hilfe findet.
Monika

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Re: Zöliakie und eine ganze Menge Nahrungsmittelallergien

Beitragvon Jolanda » 13 Jan 2014 15:26:31

Heute kam der Befund der Stuhlprobe, wo ein Florastatus ermittelt wurde. Hier liegt ganz viel im Argen. Sein Darm wird nun behandelt, um einiges wieder ins Lot zu bringen.

Gegen die Verkrampfungen und Spannungen im Körper wird mein Sohn osteopathisch und physiotherapeutisch behandelt, wo unter anderem auch die dafür verantwortlichen Triggerpunkte mit behandelt werden. So lange jedoch im Darm ein unbehandeltes "Bakterien Chaos" herrscht, kann keine isolierte Triggerpunkt-Therapie für Beschwerdefreiheit sorgen.

Wie ich schon zuvor schrieb, wird mein Sohn ganzheitlich behandelt.

Ich bin überzeugt, dass wir sind auf dem richtigen Weg und in guten Händen sind.


Grüsse Jolanda.


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