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Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Milchzuckerunverträglichkeit

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a_b_c_a
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Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon a_b_c_a » 23 Mai 2012 01:02:34

Hallo,

Ich leide unter Mundgeruch trotz durch von vielen Zahnärzten bestätigter guter Zahnhygiene.
Eine Tonsillektomie (Mandeln waren äußerlich unauffällig, aber bei der Untersuchung der Mandeln nach der Entfernung selbiger wurde festgestellt, dass diese total kaputt bzw. entzündet waren und auf jeden Fall umbedingt raus mussten) im Jahr 2010 hat das Problem drastisch gelindert, aber nicht beseitigt.
Ebenfalls im Jahr 2010 wurde bei H2-Atemtests bezüglich Fructose, Gluktose, Sorbit und Laktose festgestellt, dass ich eine leichte Laktoseintoleranz haben würde. Ein Gentest hat zu dem Ergebnis geführt, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine sekundäre Laktoseintoleranz handelt.

In Kürze werde ich Untersuchungen bezüglich Zöliakie haben, da die sekundäre Laktoseintoleranz ja eigentlich irgendeine Ursache haben sollte (Alle Ärzte meinen ich hätte super Blutwerte etc. und müsste eigentlich kerngesund sein). Desweitern klage ich über unregelmäßige Stuhlgänge alle paar Tage/Wochen, manchmal stark in Richtung Durchfall gehend. Und das nun schon seit Jahren...

Hinweis: Noch wurde in Richtung Zöliakie noch nichts diagnostiziert!

Hat jemand eine Idee? Kann ich auch einfach so - grundlos - eine sekundäre Laktoseintoleranz haben?

Danke für jede Antwort.

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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon moni130 » 23 Mai 2012 05:57:29

Hallo,

um Laktoseintoleranz zu bekommen, reicht es eigentlich, jedes Jahr um ein Jahr älter zu werden. Weltweit betrachtet, verträgt der weit überwiegende Teil der erwachsenen Bevölkerung keinen oder nur ganz wenig Milchzucker. Das ist keine Krankheit, sondern eine ganz normale Entwicklung im Laufe des Lebens. Milch ist von Natur aus Säuglingsnahrung.

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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon Hetairos » 23 Mai 2012 07:54:25

Hallo,

wurdest du beim Atemtest auch auch Helicobacter pylori getestet?
Wenn deine Beschwerden so periodisch auftreten, könnte dies mit den Entwicklungsstadien von Parasiten zusammenhängen,
drum lass dich auch zusätzlich mal gezielt auf Parasiten untersuchen, falls noch nicht geschehen!

Selbstvertändlich: alle Befunde aushändigen lassen!

Lieben Gruß und ich drücke dir die Daumen für klare Ergebnisse!
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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon a_b_c_a » 23 Mai 2012 14:16:07

Also ich war 19 als man die Laktoseintoleranz festgestellt hat.

Danke für den Tipp mit Helicobacter Pylori. Der ist nämlich in einigen Fälle von chronischem Mundgeruch Gold wert! Aber Helicobacter Pylori wurde bei mir schon ausgeschlossen (Biopsie bei Magenspiegelung und per Stuhlprobe).
Welche Parasiten kämen da denn in Frage? Ich habe hier Materialien für eine Stuhlprobenentnahme vom Labor Dres. Haus, dort gibt es unter dem Punkt Parasitologie "Wurmeier und Protozoenoozysten (Lamblien / Amöben / Cryptosporidien)", "Abklatschpräparat auf Oxyureneier" und "Borelien in Zecken (PCR)" - lohnt sich bei irgendwas die Untersuchung des Stuhls darauf durchzuführen? Müsste man die Dinger nicht irgendwann evtl. sogar mit bloßem Auge sehen - meine Probleme halten jetzt schon über ein halbes Jahrzehnt an.

Was ich vergessen habe zu erwähnen: Der Mundgeruch kommt von einem weißen Zungenbelag, welcher sich immer wieder in wenigen Stunden zurückbildet. Zungenbelag ist an sich normal, aber bei mir ist er der Grund für den Mundgeruch und evtl. auch das Symptom eines anderen grundlegenderen Problems.

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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon a_b_c_a » 25 Mai 2012 11:13:46

Ich weis nicht ob ihr von derartigen Untersuchungen etwas haltet, aber ich poste es einfach mal.

Eine Stuhluntersuchung von Juli 2010 hatte folgendes Ergebnis:
Sekretorisches IgA im Stuhl <277,5 µg/ml

Als Referenzbereich für diesen Wert wird 510 µg/ml - 2040 µg/ml genannt.

Kann man dem Wert irgendeine Bedeutung beimessen?

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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon a_b_c_a » 26 Mai 2012 10:07:55

um Laktoseintoleranz zu bekommen, reicht es eigentlich, jedes Jahr um ein Jahr älter zu werden.


Gilt diese Aussage auch bei einer sekundären Laktoseintoleranz?

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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon Purzeline » 26 Mai 2012 13:01:19

a_b_c_a hat geschrieben:Eine Stuhluntersuchung von Juli 2010 hatte folgendes Ergebnis:
Sekretorisches IgA im Stuhl <277,5 µg/ml

Als Referenzbereich für diesen Wert wird 510 µg/ml - 2040 µg/ml genannt.


Hallo a_b_c_a,

diese Wert bedeutet, dass in deiner Darmschleimhaut zu wenige IgA-Antikörper produziert werden, bzw. aus der Darmschleimhaut in den Darm abgegeben werden - eben ein Mangel an IgA-Antiköpern bereits bei der Sekretion (Produktion und Abgabe) - in den meisten Fällen / als Folge kommt es dann auch zu einem IgA-Mangel im Blut. Wenn allgemein zuwenig IgA-Antikörper vorhanden sind, sind in aller Regel auch die Transglutaminase-IgA-Antikörper nicht in einer aussagekräftigen Höhe nachweisbar.

a_b_c_a hat geschrieben:
um Laktoseintoleranz zu bekommen, reicht es eigentlich, jedes Jahr um ein Jahr älter zu werden.


Gilt diese Aussage auch bei einer sekundären Laktoseintoleranz?

Diese Aussage gilt immer! Es gibt verschiedene Arten von Laktoseintoleranz - darunter auch eine altersbedingte Form: mit zunehmenden Alter reduziert der Darm ganz natürlich die Laktaseproduktion langsam nach und nach... Diese Form der Laktoseintoleranz ist sehr oft ein schleichender Prozess, denn viele lange Zeit gar nicht wahrnehmen - es sei denn, es kommt noch eine zusätzliche (sekundäre) Laktoseintoleranz dazu.
Grüßle
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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon a_b_c_a » 27 Mai 2012 23:09:58

Purzeline hat geschrieben:
a_b_c_a hat geschrieben:Eine Stuhluntersuchung von Juli 2010 hatte folgendes Ergebnis:
Sekretorisches IgA im Stuhl <277,5 µg/ml

Als Referenzbereich für diesen Wert wird 510 µg/ml - 2040 µg/ml genannt.


Hallo a_b_c_a,

diese Wert bedeutet, dass in deiner Darmschleimhaut zu wenige IgA-Antikörper produziert werden, bzw. aus der Darmschleimhaut in den Darm abgegeben werden - eben ein Mangel an IgA-Antiköpern bereits bei der Sekretion (Produktion und Abgabe) - in den meisten Fällen / als Folge kommt es dann auch zu einem IgA-Mangel im Blut. Wenn allgemein zuwenig IgA-Antikörper vorhanden sind, sind in aller Regel auch die Transglutaminase-IgA-Antikörper nicht in einer aussagekräftigen Höhe nachweisbar.


Danke für die Erklärung.
Am Dienstag erhalte ich die Ergebnisse der Zöliakie-Blutuntersuchung. Geistig bin ich schon auf ein negatives Resultat eingestellt. Werde aber in jedem Fall nach den Blutuntersuchungen und einer eventuellen Darmspiegelung glutenfreie Ernährung einige Wochen testen.

Ich bin mal gespannt was bei der zweiten Stuhluntersuchung herauskommt - ob die Ergebnisse von 2010 wiederholt werden, oder ob ich jetzt z. B. plötzlich keinen SIgA-Mangel im Stuhl mehr habe.
Auch bin ich darauf gespannt ob im Blut ein IgA-Mangel vorliegt.

Neben Mundgeruch durch den Zungenbelag und ab und zu Durchfall habe ich eine weitere Beschwerde: Obwohl ich acht oder neun Stunden geschlafen habe fühle ich mich fast immer vollkommen fertig beim Aufstehen. Wasser trinken, Fenster aufmachen, mich bewegen hilft zwar, aber trotzdem dauert es mindestens 15 Minuten bis ich mich erträglich fühle.

Hier ein Bild meiner Zunge:
http://www.abload.de/img/2012-05-27_22-33-49_84ddo6.jpg
Aufgenommen direkt nach dem Aufstehen. Natürlich habe ich vor dem Zubettgehen Zähne und Zunge geputzt.

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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon a_b_c_a » 29 Mai 2012 10:46:03

Blut-Testergebnisse:

IgG-Ak 1.2 U/ml (<7 bedeutet negativ)

IgA-Ak 0.4 U/ml (<7 bedeutet negativ)

IgG 0.6 U/ml (<7 bedeutet negativ)

IgA 1.7 U/ml (<7 bedeutet negativ)

Das heist, dass ich nicht an Zöliakie leide.

IGA 91 (Normbereich 70 – 500)

Das bedeutet, dass ich keinen IGA Mangel im Blut habe.

Im Moment warte ich auf die Ergebnisse eines zweiten Stuhltests.
Habe im Sommer schon einen Stuhltest machen lassen: Dieser war unauffällig, nur der Wert sekretorisches IGA war verringert. Ausserdem war die quantitative Bakterienverteilung nicht optimal, z. B. war Clostridium Species stark erhöht. Aus schulmedizinischer Sicht kann man dieser Untersuchung aber leider keine Bedeutung beimessen.

Werde in jedem Fall eine Weizen, Gluten und Sojafreie Ernährung umstellen.

Wenn das einige Wochen erfolglos sein sollte werde ich in Richtung Darm weitersuchen.

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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon Purzeline » 29 Mai 2012 11:43:27

a_b_c_a hat geschrieben:Blut-Testergebnisse:

IgG-Ak 1.2 U/ml (<7 bedeutet negativ)

IgA-Ak 0.4 U/ml (<7 bedeutet negativ)

IgG 0.6 U/ml (<7 bedeutet negativ)

IgA 1.7 U/ml (<7 bedeutet negativ)

Das heist, dass ich nicht an Zöliakie leide.

IGA 91 (Normbereich 70 – 500)

Das bedeutet, dass ich keinen IGA Mangel im Blut habe.

.


Kannst du bitte die genauen Bezeichnungen der Werte dazu schreiben? - denn so kann man nicht unterscheiden, welche spezifischen Werte hier untersucht wurden...
Grüßle
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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon a_b_c_a » 29 Mai 2012 13:06:19

Gewebetransglutam. IgG-Ak 1.2 U/ml (< 7 bedeutet negativ)

Gewebetransglutam. IgA-Ak 0.4 U/ml (< 7 bedeutet negativ)

Anti-Gluten=Gliadin (IgG) 0.6 U/ml (< 7 bedeutet negativ)
(synthetisch deamidierte Gliadin-Peptide)

Anti-Gluten=Gliadin(IgA) 1.7 U/ml (< 7 bedeutet negativ)
(synthetisch deamidierte Gliadin-Peptide)


IGA 91 (Normbereich 70 – 500)

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Re: Laut DNA-Test wahrscheinlich sekundäre Laktoseintoleranz

Beitragvon a_b_c_a » 05 Jun 2012 15:45:37

Die Ergebnisse des Stuhltests sind da. Im Folgenden erst die Ergebnisse des ersten Stuhltests, dann die Ergebnisse des aktuellen Stuhltests:

1. Stuhltest vom 28.7.2010 (Labor Dr. med. Ralf Kirkamm)
- Stuhlfarbe dunkelbraun
- Stuhlkonsistenz breiig
- Stuhl pH-Wert 6,5 (Referenzbereich 6 - 6,5)
- Keine Pilze nachweisbar
- Fett/Wassergehalt/Eiweiß/Stärke/Zuckergehalt im Stuhl normal, wobei Eiweiß eher leicht erhöht ist (aber im Normbereich)
- Alpha-1-Antritrypsin im Stuhl <4,1 U/ml (Referenzbereich <27,5)
- Calprotectin im Stuhl im Stuhl <7,8 mg/l (Referenzbereich <50)
- Pankreaseelastase im Stuhl >500,0 µg/g (Referenzbereich >200)
- Gallensäure im Stuhl negativ (Referenzbereich negativ)
- Eosinophiles Protein X im Stuhl 143,8 ng/ml (Referenzbereich <360)
- Sekretorisches IgA im Stuhl <277,5 µg/ml (Referenzbereich 510 - 2040)
- Helicobacter pylori Antigen im Stuhl negativ (Referenzbereich negativ)
Es wurde auch das quantitative bakterielle Vorkommen einiger "Leitkeime" im Stuhl untersucht. Auffällig dabei war
- Morganella morganii 2x10⁸ (Referenzbereich <1x10⁴)
- Enterococcus species 1x10⁵ (Referenzbereich 1x10⁶ - 9x10⁷)
- Clostridium species 4x10⁷ (Referenzbereich <1x10⁶)

2. Stuhltest vom 24.5.2012 (Labor Dres. Hauss)
- Parasitologische Untersuchung auf
Wurmeier, Cryptosporidium spec., Entamoeba histolytica, Giardia lamblia, Blastocystis hominis
Alles negativ, konnte im Stuhl nicht nachgewiesen werden
- Sekretorisches IgA 366 µg/ml (Referenzbereich 510 - 2040)
- Alpha-1-Antrypsin 21,4 mg/dl (Referenzbereich <=40)
- Beta-Defensin-2 4,2 ng/ml (Referenzbereich 8 - 60)
- Entzündungsmarker Calprotectin 15 mg/kg (Referenzbereich <=50)
- Zöliakiediagnostik Anti-Transglutaminase-sIgA <50 U/I (Referenzbereich <=90)
- Eosinophiles Protein X 265 ng/ml (Referenzbereich <= 360)


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