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Verdacht auf Duhring

Hauterkrankung Dermatitis herpetiformis Duhring

Verdacht auf Duhring

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sabbel83
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Verdacht auf Duhring

Beitragvon sabbel83 » 26 Jun 2011 12:26:16

Wie schon in der Geschichte zur Zöliakie unseres Sohnes erwähnt, leiden wir Eltern beide an Hauterkrankungen.
Jetzt stellen wir uns natürlich die Frage, ob es nicht irgendwie mit der Zöliakie in zusammenhang stehen könnte. Sicher seid ihr hier keine Ärzte aber vlt. findet sich ja jemand in meinen Beschreibungen wieder. :oops:
Ich (die Mutter :koenigin: ) leide laut meiner Hautärtin an Neurodermits und Schuppenflechte. Die Neurodermitis habe ich an den Händen. Besonders an den Fingern. An manchen Tagen ist es so schlimm, dass mir die Finger reißen und anfangen zu Bluten. Es sieht dann immer so aus, als hätte ein Star in ein Kirsche gebissen. Jetzt habe ich mich eine Woche 100% Gf ernährt und siehe da, die Stellen sind alle abgeheilt und auch die trockenen Stellen rund herum sind wesentlich besser worden. Die gleichen Stellen habe ich noch an den Ellenbogen und auf der Kopfhaut. Die einfachsten Dinge werden zu einer Qual. Wischen und abwaschen geht nur mit Handschuhen und selbst das Händewasche ist der reinste Horror.
Mein Mann (der Papa :koenig: ) hat laut seinem Hautarzt Schuppenflechte. Er hat es an den typischen Stellen: Knie, Kopfhaut, um den Bauchnabel, Gesicht (unteres Augenlid) und im Schulterbereich. Es sieht aus wie ein roter Punkt, der schuppig ist.

Jetzt haben wir uns überlegt, einen Glutencheck zu machen. Doch ist es ausreichend, wenn wir uns eine Woche gh ernähren. Schließlich ernähren wir uns auf Grund der Zöliakie unseres Sohnes ja ebenfalls gf.
Hat denn jemand schon mal diesen Glutencheck gemacht und eine sichere Diagnose bekommen?


Ich dachte immer ich leide an Laktoseintoleranz und habe daher die offenen Stellen an den Händen jedoch habe ich das letzte Woche testen lassen und der Test war negativ.

Ich hoffe ihr versteht mein durcheinander :lol:

Freue mich auf zahlreiche Antworten.

sonnige Grüße Sabine

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Re: Verdacht auf Duhring

Beitragvon pieps » 26 Jun 2011 13:11:27

Warum willst du unnötig Geld ausgeben für einen Test, bei dem du nachher -egal wie er ausfällt- genauso schlau bist wie vorher? Geht doch einfach beide zu eurem Hausarzt und lasst eine Blutuntersuchung auf die Zöliakie-spezifischen Antikörper machen. Kostet euch nichts, da euer Sohn ja Zöliakie hat und ihr im Rahmen eines Familienscreenings Anspruch darauf habt. Wie lange ernährt ihr euch denn schon glutenfrei? Falls das länger als wenige Wochen wäre, müsstet ihr euch aber erst mal eine Weile wieder glutenhaltig ernähren. Das ist bei diesem Glutencheck aber genauso, da der ja auch nur die Antikörper nachweist.
Liebe Grüße
Pieps

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Re: Verdacht auf Duhring

Beitragvon Purzeline » 26 Jun 2011 13:36:09

Hallo Sabine,

der Glutencheck allein hat keien Aussagekraft, da es hier viele Fehlerquellen gibt, dass der Check negativ ausfallen kann, und sollte der Check positiv ausfallen, muss er vom Arzt sowieso zur Diagnosesicherung wiederholt werden.

Um eine möglichst sichere Diagnsotik durchführen zu können sollte man sich zuvor mindestens 4 Monate glutenreich ernährt haben.

Wurden denn bei dir und deinem Mann die Schuppenflechten (Psoriasis) durch Hautbiopsie gesichert? - Wenn nicht, sollte das noch gemacht werden.

Psoriasis (Schuppenflechte) wird übrigens auch mit Zöliakie assoziiert, dazu findest du hier auch einige Beiträge im Forum und es gibt unabhängig von einer Zöliakie auch unterschiedliche Auslöser für Psoriasis / Psoriasisschübe, dazu kann auch Getreide / Weizen / Gluten gehören, oder aber ganz andere Nahrungsmittelbestandteile.....
Eine genauere untersuchung empfiehlt sich auf alle Fälle!


Morbus Duhring kann in der Erscheinungsform der Psoriasis sehr ähnlich sein und umgekehrt, allerdings dauert es bei Duhring in der Regel mehrere Monate / Jahre, bis eine deutliche Besserung unter konsequent glutenfreier und streng jodarmer Ernährung eintritt!

Übrigens spielt sich eine Laktose-Intoleranz nicht als Neurodermitis auf der Haut ab, das ist eine Geschichte, die nur im Darm stattfindet.... - Eher würde ich bei der Neurodermitis an eine Milch-Allergie denken, wenn du vielleicht festgestellt hast, dass du auf Milch reagierst - wurde bei dir ein RAST-Test (IgE-Antikörper im Blut) durchgeführt?
Grüßle
Purzeline


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Re: Verdacht auf Duhring

Beitragvon sabbel83 » 26 Jun 2011 19:59:47

pieps hat geschrieben:Warum willst du unnötig Geld ausgeben für einen Test, bei dem du nachher -egal wie er ausfällt- genauso schlau bist wie vorher? Geht doch einfach beide zu eurem Hausarzt und lasst eine Blutuntersuchung auf die Zöliakie-spezifischen Antikörper machen. Kostet euch nichts, da euer Sohn ja Zöliakie hat und ihr im Rahmen eines Familienscreenings Anspruch darauf habt. Wie lange ernährt ihr euch denn schon glutenfrei? Falls das länger als wenige Wochen wäre, müsstet ihr euch aber erst mal eine Weile wieder glutenhaltig ernähren. Das ist bei diesem Glutencheck aber genauso, da der ja auch nur die Antikörper nachweist.





Hallo, wir ernähren uns schon sehr lange (wenn man das so sagen kann) gf. Allerdings nicht 100 %. Da unser Sohn das ja hat, haben wir uns entschieden unseren Haushalt gf zu gestalten um Diätfehler auszuschließen. Also seit gut 3 Monaten essen wir Gf.
Jedoch bei Familienfeiern und so essen wir Erwachsenen ganz normal. So wie heute :-D Allerdings habe ich das Gefühl, dass es mir nicht bekommt. Ich bekomm dann immer Durchfall. Nicht sofort aber spätestens am nächsten Tag. Von daher haben wir uns entschieden uns ebenfalls testen zu lassen. Wir dachten daran es mit diesem Glutentest zu machen und es anschließen von einem Arzt bestätigen zu lassen.

Schönen Abend wünscht
Sabine

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Re: Verdacht auf Duhring

Beitragvon sabbel83 » 26 Jun 2011 20:09:22

Purzeline hat geschrieben:Hallo Sabine,

der Glutencheck allein hat keien Aussagekraft, da es hier viele Fehlerquellen gibt, dass der Check negativ ausfallen kann, und sollte der Check positiv ausfallen, muss er vom Arzt sowieso zur Diagnosesicherung wiederholt werden.

Um eine möglichst sichere Diagnsotik durchführen zu können sollte man sich zuvor mindestens 4 Monate glutenreich ernährt haben.

Wurden denn bei dir und deinem Mann die Schuppenflechten (Psoriasis) durch Hautbiopsie gesichert? - Wenn nicht, sollte das noch gemacht werden.

Psoriasis (Schuppenflechte) wird übrigens auch mit Zöliakie assoziiert, dazu findest du hier auch einige Beiträge im Forum und es gibt unabhängig von einer Zöliakie auch unterschiedliche Auslöser für Psoriasis / Psoriasisschübe, dazu kann auch Getreide / Weizen / Gluten gehören, oder aber ganz andere Nahrungsmittelbestandteile.....
Eine genauere untersuchung empfiehlt sich auf alle Fälle!


Morbus Duhring kann in der Erscheinungsform der Psoriasis sehr ähnlich sein und umgekehrt, allerdings dauert es bei Duhring in der Regel mehrere Monate / Jahre, bis eine deutliche Besserung unter konsequent glutenfreier und streng jodarmer Ernährung eintritt!

Übrigens spielt sich eine Laktose-Intoleranz nicht als Neurodermitis auf der Haut ab, das ist eine Geschichte, die nur im Darm stattfindet.... - Eher würde ich bei der Neurodermitis an eine Milch-Allergie denken, wenn du vielleicht festgestellt hast, dass du auf Milch reagierst - wurde bei dir ein RAST-Test (IgE-Antikörper im Blut) durchgeführt?




Hallo Purzeline,

danke für deine Antwort. Das mit der Milch habe ich schon bedacht. Vor gut 6 Jahren wurde durch einen Kinesiologietest eine Kuh- Milcheiweißunverträglichkeit festgestellt. Habe dann umgestellt auf Schaf- und Ziegenprodukte. Jedoch haben meine Symptome sich nicht wirklich gebessert (starker Durchfall). Dann habe ich es auf die Laktose geschoben. Denn seit der Diagnose von unserem Sohn haben wir uns ja gf und laktosefrei ernährt. Und siehe da, die Symptome waren weg. Dann kam zur Geburt des kleinen die sache mit der Haut. Da ich immer wieder die offenen Stellen an den Händen habe (wenn ich normal esse) habe ich diesen Laktosetest beim Arzt machen lassen. Negativ. Daher meine Frage zu dem Gluten. Vlt. hängt es ja damit zusammen, denn die Risse kommen, wenn ich mich "normal" ernähre. Nun habe ich die letzten zwei Tage Milchprodukte gegessen und weiter gf. Und siehe da, der Durchfall blieb aus. :roll:

Daher kam unsere Überlegung zu Hause den Test zu machen und bei einem Positiven Ergebnis, es von einem Arzt bestätigen zu lassen. Denn auch die Migräne-Aura die ich habe, ist seit der Umstellung auf GF-Ernährung WEG ! Ich hatte keine Aura mehr seit dem.

Kann das denn wirklich alles im Zusammenhang stehen???

Liebe Grüße Sabine

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Re: Verdacht auf Duhring

Beitragvon Purzeline » 26 Jun 2011 22:21:52

Hallo Sabine,

sabbel83 hat geschrieben:Vor gut 6 Jahren wurde durch einen Kinesiologietest eine Kuh- Milcheiweißunverträglichkeit festgestellt.
Hier kann es gut sein, dass die Kinesiologie, (jenachdem wie getestet wurde) nur auf eine Milchunverträglichkeit hingewiesen hat, die Auslegung dass es das Milcheiweiß war und nich der Milchzucker, aber der Kinesiologe getroffen hat.
Oder es könnte sein, dass du auf das Eiweiß mehrerer tierischen Milcharten reagierst - aber, da dein Körper die anderen Milcharten bis dahin nicht kannte, Schafs- und Ziegenmilch kinesiologisch nicht positiv getester werden konnten....

sabbel83 hat geschrieben:Kann das denn wirklich alles im Zusammenhang stehen???
Ja sicher, das kann!
gibt doch mal Neurodermitis oder Migräne bei uns in die Suche ein.... ;-)

Gluten kann der Auslöser sehr vieler Symptome sein.
Sehr häufig wird die Zöliakie wegen der so atypischen Beschwerden sehr lange übersehen und sehr oft erst durch ein Familienscreening erkannt, wenn andere Familienmitglieder diagnostiziert wurden.

Ich denke es gibt im Wesentlichen 2 Optionen für dich (und evtl. auch für deinen Mann): entweder du hörst auf deinen Körper und hältst auf Grund deiner Hautprobleme weiter die glutenfreie Ernährung ein - riskierst dabei aber, in Zukunft immer wieder zu zweifeln.
Oder du steigst jetzt wieder auf eine glutenhaltige / glutenreiche Ernährung um und versuchst eine ordentliche Diagnose zur Zöliakie zu erreichen.
So oder so, solltest du aber auf alle Fälle die Diagnose "Psoriasis" sichern lassen (per Hautbiopsie), denn auch diese Diagnose kann irgendwann relevant werden!

Was vielleicht für dich auch sehr interessant sein kann: ist ein Ernährungs- und Beschwerde-Tagebuch zu führen, um so erkennen zu können, welche Nahrungsmittel (auch noch 2 - 3 Tage später) zu welchen Beschwerden führen kann.
Grüßle
Purzeline




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