Zöliakie Treff - glutenfrei durch den Alltag
Das Forum rund um Zöliakie (Diagnose und Behandlung | Glutenfreie Ernährung)

Insulinresistenz und Xylit

Diabetes Typ 1 / Typ 2

Insulinresistenz und Xylit

Diabetes Typ 1 / Typ 2
Benutzeravatar
lexi-31
Gold-Mitglied
Gold-Mitglied
Beiträge: 553
Registriert: 27 Feb 2012 22:04:59
Geschlecht: weiblich
Wohnort: -Dortmund-

Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon lexi-31 » 21 Jun 2014 23:19:52

Guten Abend,

ich habe ja zusätzlich die Diagnose Insulinresistenz bekommen. Ernähre mich jetzt mehr als 3 Wochen Low Carb, was auch soweit gut funktioniert.

Also Alternative zum Zucker habe ich mir Xylit (Xucker) besorgt, was ich jetzt zweimal beim Backen eingesetzt habe. Da kann man es ja von der Menge 1:1 ersetzen.
Ich habe bisher zwei Kuchen damit gebacken und beide Mal habe ich sehr starken Durchfall bekommen. Gestern erst habe ich zwei Stücke Kuchen gegessen und nach genau 3 Stunden ging es los...Und zwar so stark, als wenn ich Abführmittel vor einer Darmspiegelung getrunken hätte. Ich weiß, dass Xylit bei größerem Verzehr abführend wirken KANN. Auch die Berechnung zunächst nicht mehr als 0,5 gr pro kg Körpergewicht zu verzehren kenne ich...Meiner Schätzung nach habe ich beide Male ca. 30-35 gr gegessen, eigentlich wäre das okay gewesen...

Benutzt hier jemand auch Xylit und welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Das Zeug ist ja nicht wirklich günstig, gibt es eine Xylit Unverträglichkeit oder Allergie?
Fructoseintolerant bin ja nicht, das wurde ja schon getestet.

Wäre schön, wenn mir jemand was sagen kann... :-D
LG Alexandra

Zöli Diagnose am 20.06.2012, Sohn Simon Zöli Diagnose am 27.02.2012

Sibylle

Re: Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon Sibylle » 22 Jun 2014 07:55:58

lexi-31 hat geschrieben:Meiner Schätzung nach habe ich beide Male ca. 30-35 gr gegessen, eigentlich wäre das okay gewesen...
Die 0,5 g-Grenze ist ja nur ein Richtwert. Empfindliche Menschen reagieren sicherlich früher, andere lässt das kalt.
Vielleicht kannst du beim Backen Xylit mit anderen Zuckeraustauschstoffen mischen? Ob du Kuchen einfach weniger süßt? Schmeckt wahrscheinlich nicht so(?).

anja3
Silber-Mitglied
Silber-Mitglied
Beiträge: 452
Registriert: 03 Nov 2005 21:36:35

Re: Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon anja3 » 22 Jun 2014 09:58:12

Hallo!

Vielleicht bin ich etwas ungewöhnlich :-D jedenfalls süsse ich seit langer Zeit meine selbst gebackenen Kuchen nur noch mit getrockneten Aprikosen, die ich fein aufschneide und dem Teig beimenge oder mit Rosinen. Eine reife Banane trägt manchmal auch zu einem feinen Aroma bei und da ich ausschliesslich mit Vollkornmehl backe, sind die Kuchen auch recht herzhaft - ohne dass Zucker beigemengt wird. Allerdings mag ich inzwischen keine Fertigprodukte wie Kekse von Schär & Co, da mir diese viel zu süss sind. Das Geschmacksempfinden ändert sich nach einer gewissen Umgewöhnungszeit.

Was ich auch schon von anderen gehört habe, die immer noch den Zuckergeschmack lieben:
Birkenzucker und/oder Stevia wären ebenso Alternativen, die Du testen könntest.

So hoffe ich, dass Du fündig wirst, um trotzdem feine Kuchen und Torten geniessen zu können!

Sonnige Grüsse von

Anja3

Karina34
Gold-Mitglied
Gold-Mitglied
Beiträge: 789
Registriert: 23 Mär 2006 11:47:10
Geschlecht: weiblich

Re: Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon Karina34 » 22 Jun 2014 10:08:26

Da ich ja Diabetiker bin, verwende ich immer nur ca. 50g normalen Zucker (sonst funktioniert der Teig nicht) und nehme für den Rest flüssigen Süßstoff.

PS: Bei Pudding verwende ich sogar nur Süßstoff und gar keinen Zucker.

Benutzeravatar
Purzeline
Moderator
Moderator
Beiträge: 8436
Registriert: 07 Apr 2004 09:01:30
Geschlecht: weiblich
Wohnort: Ravensburg (Umgebung)
Kontaktdaten:

Re: Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon Purzeline » 22 Jun 2014 13:02:19

lexi-31 hat geschrieben:gibt es eine Xylit Unverträglichkeit oder Allergie?
Fructoseintolerant bin ja nicht, das wurde ja schon getestet.


Hallo Lexi,

Xylit gehört zu den Zuckeralkoholen, wie Sorbit. Hier kann eine zusätzliche Unverträglichkeit unabhängig von Fruktose vorliegen. - Das heißt, wenn du Xylit nicht verträgst, sollte evtl eine gesonderte Sorbit- oder sogar Xylit-Intoleranz getestet werden.

Alledings kenne ich auch die Hinweise, dass man Xylit nicht sehr schnell und hochdosiert in die Ernährung einführen soll, sondern mit geringen Mengen starten, die Verträglichkeit überprüfen und dann langsam steigern soll.
Diese Unverträglichkeit soll es anscheindend bei Erythrit (Xucker light) nicht oder nicht in diesem Ausmaß geben - hast du das schon mal probiert?
Grüßle
Purzeline


================================================================

In meinen Beiträgen gebe ich meine persönliche Meinung, mein aktuelles Wissen und meine Erfahrung weiter.
Meine Beiträge ersetzen nicht die qualifizierte Beratung, Diagnostik und Therapie durch einen Arzt!

Benutzeravatar
lexi-31
Gold-Mitglied
Gold-Mitglied
Beiträge: 553
Registriert: 27 Feb 2012 22:04:59
Geschlecht: weiblich
Wohnort: -Dortmund-

Re: Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon lexi-31 » 22 Jun 2014 13:59:45

Hallo und danke für Eure Hinweise :yes: !

Aprikosen gehen nicht, da gegen nahezu alle Kernobstsorten eine Allergie vorliegt. Auch bei reifen Bananen fängt mir der Gaumen an zu jucken.... :?

Ich war halt der Meinung, dass mir der Füllstoff Zucker beim Backen fehlt, wenn ich z.B. mit Stevia oder Flüssigsüßstoff süße. Daher erschien mir Xylit eine gute Alternative, bzw. wird ja da auch das Insulin nicht aktiviert...

Purzeline, ja das mit dem langsam Steigern hatte ich gehört, vielleicht starte ich noch Mal einen Versuch. Stimmt, wenn man keine Fructoseunverträglichkeit hat, kann man ja trotzdem Sorbit- oder Xylit-Intolerant sein, jetzt wo Du es schreibst, dämmert es mir langsam.... :lol:
Und Xucker light, bzw. Eryhrit kenne ich noch gar nicht.
LG Alexandra

Zöli Diagnose am 20.06.2012, Sohn Simon Zöli Diagnose am 27.02.2012

Benutzeravatar
Kagari
Gold-Mitglied
Gold-Mitglied
Beiträge: 937
Registriert: 11 Apr 2007 08:17:55
Geschlecht: weiblich
Wohnort: München (Umgebung)
Kontaktdaten:

Re: Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon Kagari » 29 Jun 2014 09:09:46

Hallo,

ich habe ja auch eine Insulinresistenz und nach Rücksprache mit meinem Arzt verwende ich weiterhin Zucker oder Rohrohrzucker, dieses dann seltener und reduziert.
Oder mal Agavendicksaft o.ä.

Aber von den Alternativprodukten wie Stevia oder Xylit wurde mir abgeraten.

Meine Werte bessern sich - also mache ich es richtig ;-)
Viele Grüße, Kagari

Jeder Weg führt ans Ziel - auch glutenfrei :-)
www.gfnatürlich.de

Benutzeravatar
lexi-31
Gold-Mitglied
Gold-Mitglied
Beiträge: 553
Registriert: 27 Feb 2012 22:04:59
Geschlecht: weiblich
Wohnort: -Dortmund-

Re: Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon lexi-31 » 29 Jun 2014 11:02:22

Hallo Kagari,

Agavendicksaft habe ich auch zu Hause und Rohrohrzucker hatte ich auch vorher schon zum Backen genommen...Bis jetzt habe ich den doofen Xucker nicht mehr angerührt :lol: :lol: :lol: Zur Not schenke ich den meiner Freundin! Ich denke ich werde beim nächsten Backen wieder normal süßen, ich habe meine Ernährung ja schon fast zu 100% umgestellt. Also wird ein normal gesüßter Kuchen auch nicht ins Gewicht fallen, außerdem nehme ich zur Unterstützung noch Metformin...Habe nächsten Mittwoch eine BE wegen der Zuckerwerte...
LG Alexandra

Zöli Diagnose am 20.06.2012, Sohn Simon Zöli Diagnose am 27.02.2012

Benutzeravatar
Kagari
Gold-Mitglied
Gold-Mitglied
Beiträge: 937
Registriert: 11 Apr 2007 08:17:55
Geschlecht: weiblich
Wohnort: München (Umgebung)
Kontaktdaten:

Re: Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon Kagari » 02 Jul 2014 17:45:58

Hallo Alexandra,

inwiefern hast du deine Ernährung umgestellt? Interessiere mich sehr, wie andere damit umgehen.
Ich nehme ja auch Metformin, hoffe aber, bald ausschleichen zu können...
Viele Grüße, Kagari

Jeder Weg führt ans Ziel - auch glutenfrei :-)
www.gfnatürlich.de

Benutzeravatar
lexi-31
Gold-Mitglied
Gold-Mitglied
Beiträge: 553
Registriert: 27 Feb 2012 22:04:59
Geschlecht: weiblich
Wohnort: -Dortmund-

Re: Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon lexi-31 » 02 Jul 2014 19:39:31

Hallo Kagari,

ich esse alle 4 Stunden ganz pünktlich, merke auch eine Unterzuckerung recht schnell. Länger als 4 Stunden gehen auf keinen Fall. Ich esse morgens und mittags von der Menge her relativ normal KH und abends überhaupt keine mehr. Habe in 5 Wochen genau 5 kg abgenommen, wobei Übergewicht nicht unbedingt mein Problem ist, schaden tut es mir allerdings auch nicht ;-) ...

Dazwischen gibt es nichts, ich nasche nicht mehr, keine Schoki, Chips oder Gummibärchen. Allerdings gönne ich mir vielleicht 1-2 Mal in der Woche ein Stück Kuchen oder auch einen leckeren Schokopudding aus meinem neuen Thermi :lol: . Ich möchte ja auch noch ein bisschen leben und genießen :-D .

Hatte mir als Info das Buch über die Glyx-Zahlen geholt, da schaue ich auch noch ab und an rein, welche Nahrungsmittel einen hohen glykämischen Index oder Last haben, das ist auch eine interessante Sache.

Ich hatte heute eine BE bezüglich der Zuckerwerte, ich denke, dass ich das Metformin wahrscheinlich auch nicht allzu lange nehmen muss, ich bleibe da jetzt akribisch am Ball... :-D
LG Alexandra

Zöli Diagnose am 20.06.2012, Sohn Simon Zöli Diagnose am 27.02.2012

Benutzeravatar
Kagari
Gold-Mitglied
Gold-Mitglied
Beiträge: 937
Registriert: 11 Apr 2007 08:17:55
Geschlecht: weiblich
Wohnort: München (Umgebung)
Kontaktdaten:

Re: Insulinresistenz und Xylit

Beitragvon Kagari » 06 Jul 2014 07:53:41

Hallo Alexandra,

danke für deine Antwort. So ähnlich mache ich das auch.
Pausen zwischen den Mahlzeiten pendeln zwischen 4,5 und 5 Stunden - bei der Arbeit teilweise noch mehr; weil wir feste Pausenzeiten haben...
Zudem habe ich mein "Sport"pensum erhöht; dazu gehört neben dem Training im Fitnessstudio auch das Werkeln in Haus und Garten, oder auch zu Fuß einkaufen - ich muss mich jeden Tag mehr bewegen.
Und das geht langsam in Gewohnheit über.

Abgenommen habe ich leider noch nicht; aber dafür mache ich regelmäßig Tests mit Physiotherapeuten und nem Sportwissenschaftler.
Ansonsten schreibe ich auf was ich esse und trinke - das klappt ganz gut.

Auf den Thermomix spare ich noch....

Na dann wünsche ich uns, das wir das Metformin bald ausschleichen können.
Viele Grüße, Kagari

Jeder Weg führt ans Ziel - auch glutenfrei :-)
www.gfnatürlich.de


Zurück zu „Zöliakie und Diabetes“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Login