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Namibia 2011

Fragen, Tipps, Reiseberichte und Adressen zu glutenfreien Hotels, Pensionen, Restaurants usw.

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jelisabetta
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Namibia 2011

Beitragvon jelisabetta » 22 Mai 2011 18:58:51

Ich war 3 Wochen mit einer 12köpfigen Reisegruppe in Namibia unterwegs. alle im Alter zwischen 50 und 70 Jahren, 7 und ich, wir kannten uns schon vorher, 4 "neue" kamen dazu. Eine Ärztin, ein Pharmazeut, 2 aus Pflegeberufen, eine Diätassistentin, das war alles Zufall, hat aber irgendwie gut gepasst, war eine tolle Gruppe. Der Reiseveranstalter hat mir im Vorfeld gesagt, das Glutenfreie Kost überhaupt kein Problem wäre, alle Lodges ( 10 verschiedene) wüssten Bescheid und wären darauf eingestellt. Zur Sicherheit habe ich eigenes eingeschweisstes Brot mitgenommem. Gegen meine sonstige Gewohnheit habe ich aber nicht vorher bei den Lodges angfragt, obwohl ich alle e-mail adressen hatte, das war höchst leichtsinnig von mir und ich habe es schon sehr bereut. Ich hatte bisher immer nur gute Erfahrung gemacht, auch in anderen Erdteilen.... naja, man lernt nicht aus.
Die Lodges ware überwiegend von deutschstämmigen, deutschsprechenden Namibiern geführt, gepflegt sauber sehr gute Küche.
In der ersten Lodge in Windhoek, hat man mir auf mein Nachfragen sofort gf Brot unter die Nase gehalten, obwohl sie angeblich nicht benachrichtigt wurden. Abends haben wir auswärts gegessen, da war das ganze Büffet glutenfrei (bis auf das weissbrot, dafür bekam ich Reisbrot).
Die nächste und übernächste Lodge war auch noch o.k.was das Abendessen betraf, aber gf frühstücken, da haben sie mich schon angeguckt, als hätte ich jetzt doch ein bisschen merkwürdige Wünsche. Da ich wegen meines Diabetes auch ein paar Kohlenhydrate zum Frühstück brauche, habe ich dann mein eigenes Brot aufgemacht. Das war dann nach zwei Tagen verschimmelt, da habe ich dann aber in einem Supermarkt in einer afrikanischen Kleinstadt (Opuwo) am A... der Welt, tatsächlich gf Knäckebrot,( so ähnlich wie das Schärknäcke)bekommen.
Das Opuwo Country Hotel war erste klasse, mit einem fliessend deutschsprechenden afrikanischen Küchenchef, der hatte zwar auch kein Brot, hat uns aber echt jeden Sonderwunsch von den Augenabgelesen. Aber was Gluten ist in worin es enthalten ist, wussten die meissten Küchenchefs kaum.
So habe ich mich über die ersten zwei Wochen hindurchgewurstelt, habe meine eigenen Vorräte gegessen, wenn es nicht anders ging, habe halt viel Obst Joghurt Fleich gemüse und Omletts verzehrt.
Unser Reiseleiter,ein junger Mann, mitte 20, der in München Ökotourismus studiert hat und wegen jedem Müll/Karton/Flasche/Plastiktüte in der Wüste angehalten und eingesammelt hat, war sehr fürsorglich.
Er hat sich gleich am ersten Tag von mir erklären lassen, was passiert im Falle von gh Essen, und hat dann immer gleich in der Küche entsprechend mit den ( meist Ovambo-Köchen ) verhandelt. Vorsorglich hat erfür mich Milch und gf Cornflakes dabei gehabt.
Einmal hat er eine Picknick- mahlzeit mitbekommen, weil wir unterwegs Mittags essen mussten, da war ich sehr misstrauisch, habe so labbrige Toastbrote erwarten, aber nein- ein überaus leckerer Kartoffelsalat mit gegrillten Hähnchenbeinen, mit richtigem Geschirr und Besteck , Ihr könnt Euch meine Begeisterung vorstellen.
In Swapokmund die Wirtin vom "Hotel am Meer" hat für mich frische hervorragende Maisbrötchen besorgt, in einer Menge, dass ich auch noch welche für die nächsten Tage mitnehmen könnte.
Auf einer Farm im "Hinterland"( von DeutschNamibiern geführt, waren wir zu Mittagessen angemeldet, da gab es (für alle) einen gf Kartoffelauflauf mit Trüffeln, dazu frischen grünen Salat. Das hat natürlich gutgetan.
Soweit so gut, bis wir in die "Zebra Lodge" kamen, auch eine gutgeführte Lodge, aber in der Küche hat man Gluten mit ? Glutamat verwechselt. War erst mal nicht schlimm, weil ich sowieso alles beäuge was auf dem Teller kommt, aber der Nachtisch, der mir als Obst mit Pudding hingestellt wurde ( es war schon dunkel, im Freien) da war Griess drin. Ich habs beim ersten Bissen bemerkt, bin in mein Bad gestützt und hab gleich den Finger in den Hals gesteckt, dann habe ich gehofft, dass das gereicht hat. 2Tage später, oh je....
Jetzt muss ich dazu sagen, dass wir in den 3 Wochen 5600 km gefahren sind, auf Strassen, die man hier nicht so bezeichnen würde, durch Steppe, Wüste, Savanne.... Toiletten sind da keine. Da geht man hinter einen Busch oder Stein (unter Einhaltung jeder Vorsichtsmassnahme wegen Schlangen, Skorpionen usw). Naja, das war ein Tag , den ich nicht vergessen werde, der Bus musste wegen mir immer wieder anhalten, und die Nashörner in der Gegend werden sich gewundert haben, was ich da so alles hinter den Büschen hinterlassen habe.
Also die Reise war toll, wir haben Löwen, Elefanten, Giraffen, Gnus, Kudus, Springöcke, Warzenschweine, Zebras, Schlangen Skorpione, Chamäleone und viele andere Tiere gesehen, und ich bin froh, dass ich sowas erleben durfte, aber es waren zuviele Km in kurzer Zeit, das war sehr anstrengend und ich war vielleicht nicht wirklich gut darauf vorbereitet. Auch das Anpassen an ein festes Programm in einer Gruppe ist halt schon grenzwertig, die Gruppe war zwar tolerant, verständnisvoll, fürsorglich und freundlich, aber das vorgegeben Programm musste halt eingehalten werden, da gab es keine Alternativen.
Wer Genaueres von mir wissen will, über die Reise, Lodges Veranstalter und Adressen, möge mir bitte eine Pn schreiben.
Übrigens habe ich drei Pack a 12 "Malarone" Filmtabletten (Malariaprophylaxe) original verpackt übrig, die ich vorsorglich mitgenommen hatte, aber nicht gebraucht habe( Expire Date 2015,) die ich gerne abgebe, da ich nicht mehr nach Afrika gehe / fahre/fliege.

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Jelisabetta

Alisia
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Re: Namibia 2011

Beitragvon Alisia » 25 Feb 2013 17:20:57

Hey
ist ja cool. In Afrika. Mein Traum ist auch einmal nach Afrika zu reisen. Ich würde gerne als Ärztin nach Tansania.
Nur habe ich etwas schiss vor Malaria. Kannst du mir einen Ratschlag geben und deine Meinung zu Malaria mit mir austauschen?
Würde mich freuen.
Alisia :-D


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