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Wirbelsäulenblockierungen durch Zöliakie?

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Wirbelsäulenblockierungen durch Zöliakie?

Beitragvon Superbuff » 25 Aug 2019 03:56:07

Hallo, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin. Meine Kurzfassung: Ich bin 44 Jahre alt. Habe seit ca. 25 Jahren ständig Wirbelblockaden, die sehr starke Kopfschmerzen (uvm) auslösen. Meine Mutter hat das in fast der gleichen Form (Vererbung). Nun war ich im Zentrum für Seltene Erkrankungen hier in der MHH. Dort meinte man, es könnte eine Form der Zöliakie sein - ich kann mir das nicht vorstellen -. Daher meine Frage: Gibt es hier jemanden, der ähnliche Symptome hat? Ich bin kurz vor Erwerbsunfähigkeit. Bitte keine Ratschläge hinsichtlich Wirbelsäule. Ich habe alles - aber wirklich alles - durch. Ich soll nun probeweise 6 Wochen Diät machen. Wie das geht, weiss ich auch noch nicht...

Für Ratschläge bin ich dankbar (aber bitte nix mit Muskelaufbau usw...daran liegt es nicht).
Heiko

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Re: Wirbelsäulenblockierungen durch Zöliakie?

Beitragvon Heiterkite » 25 Aug 2019 07:18:51

Als alleininiges Symptom kann ich mir das nicht vorstellen.
Aber ich hatte das auch (halt zusätzlich).

Ich glaube nicht, dass es daran liegt. Aber das mit der Diät auszuprobieren schadet ja nicht.
Wie das geht, ist ganz einfach: Du lässt alles weg, was Gluten enthält. (Brot, Nudeln, Bier...)

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Re: Wirbelsäulenblockierungen durch Zöliakie?

Beitragvon moni130 » 25 Aug 2019 11:46:36

Hallo Heiko,

wenn der Verdacht auf Zöliakie besteht, dann sollte unbedingt, bevor Du mit glutenfreier Ernährung anfängst, die anerkannte Zöliakie-Diagnostik durchgeführt werden, also mit Bestimmung von Antikörpern und Biopsie.

Sollte Zöliakie nachweisbar sein, dann heißt es ohnehin glutenfrei auf Lebenszeit. Sollten die Diagnosekriterien für Zöliakie nicht erfüllt sein, dann kannst Du trotzdem probeweise eine zeitlich begrenzte glutenfreie Diät durchführen. Es gibt auch Glutenunverträglichkeit, die nicht Zöliakie und nicht Weizenallergie ist.

Wenn du es probieren willst, lohnt sich das nur, wenn Du absolut konsequent alles wegläßt, was auch nur Spuren von Gluten enthalten kann. Jeder noch so kleine Diätfehler kann sich gut eine Woche auswirken und jeder weitere Fehler die Sache fortsetzen, so dass Du nie zu einem Ergebnis kommen könntest. Auch wenn es nicht soooo einfach ist, von null Ahnung direkt auf eine korrekte Diät zu kommen, einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Wirbelsäulenprobleme habe ich seit der Einschulung und die haben sich - neben vielen anderen Beschwerden - tatsächlich unter glutenfreier Ernährung auch ganz erheblich gebessert. Es ist aber nicht Gluten allein. Bei mir löst Sorbit nach ein paar Stunden außergewöhnlich starke Rückenschmerzen aus. Als einziges Symptom, erstaunlicherweise, aber durch H2-Atemtest entdeckt.

Gruß
Monika
Zuletzt geändert von moni130 am 25 Aug 2019 12:12:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wirbelsäulenblockierungen durch Zöliakie?

Beitragvon AnneM » 25 Aug 2019 12:03:57

Hallo Heiko,

Da kam Monika mir zuvor, aber da ich es absolut richtig finde, möchte ich es gerne nochmal bekräftigen: wenn die Ärzte (?) In dem Zentrum der Meinung sind, es wäre eine Zöliakie, dann kann man das wesentlich unkomplizierter durch eine Antikörper-testung und gegebenenfalls anschließende Biopsie nachweisen/ausschließen, als dass du dich jetzt auf Verdacht hin in das komplizierte Feld der spurenfreien Ernährung einarbeitest.
Sollte es darunter nämlich tatsächlich besser werden, müsstest du zur definitiven Diagnose erneut glutenhaltig essen und die Symptome kämen wahrscheinlich wieder.
Das Konzept, wie in der Ambulanz vorgeschlagen, erschließt sich mir daher nicht.

Ich hoffe, es findet sich für dich eine Lösung!
Liebe Grüße
Anne

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Re: Wirbelsäulenblockierungen durch Zöliakie?

Beitragvon Heiterkite » 26 Aug 2019 21:41:58

Die beiden haben natürlich recht!
Mein „Versuch es halt mal“ liegt wohl daran, dass ich nicht glaube, dass es das ist.
Aber mit einer echten Diagnostik bist du besser dran.

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Re: Wirbelsäulenblockierungen durch Zöliakie?

Beitragvon Superbuff » 31 Aug 2019 20:18:05

danke für Eure Einschätzungen. Inzwischen habe ich die entsprechenden Blutparameter checken lassen. Keine Anzeichen für Zöliakie.

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Re: Wirbelsäulenblockierungen durch Zöliakie?

Beitragvon Superbuff » 08 Okt 2019 16:35:00

Was ich mich allerdings wundert, ist folgendes im Befundbericht:
"Auch für den Fall des Ausschusses einer Zöliakie empfehlen wir eine 90-95% glutenfreie Diät unter der Verdachtsdiagnose einer Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität. Leider existieren zur Diagnose der Nicht-Zöliakie-Weizensensivität, obwohl es bereits umfangreiche internationale Fachliteratur gibt, keine diagnostischen Verfahren, so dass die Diagnose allein auf dem Erfolg einer glutenfreien Diät basiert."

Gibt es hierzu Erfahrungen? Ich sehe hier absolut keinen Zusammenhang zu meinen Beschwerden.

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Re: Wirbelsäulenblockierungen durch Zöliakie?

Beitragvon moni130 » 08 Okt 2019 22:21:40

Ich sehe hier absolut keinen Zusammenhang zu meinen Beschwerden.


Das glaube ich Dir gerne. Aber ich rate Dir, es trotzdem zu versuchen. Einen Zusammenhang könnte es geben, wenn z.B. durch eine Unverträglichkeit manche Darmabschnitte "ungewöhnlich" beansprucht erscheinen, also sich bei bildgebender Wirbelsäulen-Diagnostik zufällig etwas zeigt, das nicht "normal" ist, aber Dir gar nicht auffällt, weil Du gar nichts anderes gewohnt bist.

Du kannst nichts verlieren, gehst kein Risiko ein, vor allem wenn Du Dich an die natürlicherweise glutenfreien Nahrungsmittel hältst und weitgehend verzichtest auf verarbeitete Produkte. Betrachte es wie eine Abenteuerreise in ein unbekanntes Gebiet, dessen Fallen und Tücken Du erst kennenlernen musst, bevor Du das Ziel erreichen kannst. Fange morgen an - und nehme dir vor, nicht vor dem 1. Advent glutenhaltigen Versuchungen nachzugeben. Es würde mich nicht überraschen, wenn Dir zu Weihnachten eine neue Erfahrung beschert wird.

Viel Mut und Erfolg!
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