Zöliakie Treff - glutenfrei durch den Alltag
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melioooh
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Beitragvon melioooh » 12 Sep 2017 08:15:39

Hallo liebes Forum,
ich bin neu hier, vor allem um Antworten auf meine Fragen zu finden.
Ich bin laktose- und fructoseintolerant. Beides festgestellt durch Atemtests. Die Werte waren eher leicht im unteren Level, aber Symptome habe/hatte ich genug. Eigentlich habe ich (32) Verdauungsprobleme und schwierigkeiten soweit ich denken kann. Ich achte nun weitestgehend auf meine Ernährung,aber an manchen Tagen/Wochen scheint es trotzdem nichts zu bringen.Nun aber zu dem eigentlichen Grund. Seit ca. 6 Monaten habe ich ständig übelst schmerzende Aphten am Zahnfleisch(besonders schmerzhaft...war deswegen beim Zahnarzt,dachte die schmerzen kommen aus der Richtung)und jetzt auch neue an der Lippe (Innenseite) :(
Ich muss dazu sagen, dass ich mich noch nicht auf eine glutenintoleranz habe testen lassen. Mir reichen meine anderen intoleranzen mehr als aus.
Habe mal beobachtet dass die Aphte am Zahnfleisch bösartig anfängt wehzutun wenn ich eine bestimmte Marke Cornflakes gegessen habe. Ich esse zu meinem Salat mittags immer ein unbelegtes Brötchen. Jeden tag das selbe. Habe das Gefühl die Aphte an der Lippeninnenseite schwillt nach dem verzehr des brötchens. Toast dagegen bewirkt gar nichts (...meine ich zumindest). Lange Rede, kurze Frage: kann es möglich sein dass ich auch noch glutenintolerant bin? Oder ggf an einer glutensensitivität leide?
Aphten können wohl auch durch stress entstehen. Ich habe mir zu versuchszwecken mal glutenfreies brot geholt und werde dies anstatt dem Brötchen mal austesten. Macht das Sinn ohne diagnose "einfach mal" ein paar alltägliche Produkte in glutenfreie auszutauschen?
Liebe Grüße

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Re: Hallo Zusammen

Beitragvon moni130 » 12 Sep 2017 09:15:57

Macht das Sinn ohne diagnose "einfach mal" ein paar alltägliche Produkte in glutenfreie auszutauschen?

Nein!!! Das macht nicht nur keinen Sinn, sondern gefährdet die Möglichkeit einer klaren Diagnose.

Also erst untersuchen lassen und dann, egal wie das Ergebnis ausfällt, muss (bei Zöliakie) oder darf (bei evtl. Glutensensitivität ohne Zöliakie) auf glutenfreie Ernährung übergegangen werden.

Aphten sind ein deutlicher Hinweis auf mögliche Zöliakie. Früher nannte man die Zöliakie bei Erwachsenen "Sprue", abgeleitet von einem niederländischen Wort für genau solche schmerzhaften Bläschen im Mund.

Ebenso sind das gemeinsame Vorkommen von Laktose- und Fruktoseunverträglichkeit als Hinweis auf mögliche Zöliakie zu werten - noch dazu wenn die Meidung dieser Stoffen nicht wirklich Besserung bringt.

Aber mal ganz allgemein: Knusprige Brötchen und Cornflakes sind ja zunächst mal ziemlich "scharfkantig" und können einer empfindlichen Mundschleimhaut ganz schön zusetzen. Da würde ich nicht unbedingt von Reaktionen auf Gluten ausgehen, sondern von einer vorwiegend mechanischen Geschichte.
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Re: Hallo Zusammen

Beitragvon melioooh » 12 Sep 2017 11:55:03

Danke, Moni.
Ich habe mich erst vor ein paar tagen daran gewöhnt, dass auch eine glutenintoleranz bei mir in frage kommen könnte. Die aphten weisen mich jeden tag darauf hin,dass da was nicht in ordnung ist. Bin also absoluter frischling bei dem thema. Ich muss dazu erwähnen dass bei mir schon vor 20 jahren hashimoto diagnostiziert wurde und ich akut heuschnupfen geplagt bin. Beides laut manchen Aussagen ein weiterer Hinweis auf eine mögliche glutenintoleranz. Am liebsten möchte ich es auch gar nicht wissen :roll: am ende des tages bleibt wohl nicht mehr viel zum esse übrig. Letzte Frage: wie fange ich an eine diagnose in Erfahrung zu bringen? Bluttest, dann je nach ergebnis magenspieglung? Eventuell noch biopsie?

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Re: Hallo Zusammen

Beitragvon moni130 » 12 Sep 2017 12:40:44

wie fange ich an eine diagnose in Erfahrung zu bringen?

1. Bestimmung von zöliakiespezifischen Antikörpern im Blut.
2. Gastroduodenoskopie (= Magenspiegelung, die bis in den oberen Dünndarm geht) mit Entnahme von Schleimhautproben nach diesem Schema: mindestens vier Biopsien aus den vier Quadranten des absteigenden Duodenums und ein bis zwei weiteren Proben aus dem Bulbus.

Dass nicht mehr viel übrig bleibt, was Du essen kannst, stimmt nur, wenn Du Dich ausschließlich an Imbissbuden u.ä. orientierst. Ansonsten wirst Du staunen, was Du alles essen kannst, vor allem, wenn die Fruktose- und Laktoseunverträglichkeit möglicherweise zurück gehen.

Packe es unverzüglich an. Du wirst Dich später nur ärgern über jeden Tag, den Du durch Zögerlichkeit weiter mit Deinen Beschwerden verbringen musstest.

Monika

PS: Akut Heuschnupfen? Jetzt, in diesem doch wohl nirgendwo bei uns regenfreien September? Eigentlich kommt da fast nur noch Ambrosia als Auslöser in Frage. Achte mal darauf, ob es die in deiner Umgebung gibt und kümmere Dich darum, dass sie vernichtet wird. Das muss sein! Hier ein Poster dazu: http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ips/ ... hmen_2.pdf
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Re: Hallo Zusammen

Beitragvon FSM » 13 Sep 2017 03:29:56

Zum Thema Heuschnupfen: Gerade beginnt die Saison für Hausstaubmilbenallergien, weil die Tierchen gerade sterben und die Allergene freisetzen.

Deine Krankheitsgeschichte ist meiner sehr ähnlich, bei mir lief es auf Zöliakie heraus. Während die Intoleranzen nur über die Jahre langsam besser wurden, verschwanden die Aphten wenige Wochen nach Umstellung auf glutenfrei Kost. Es lohnt sich also, die Diagnose schnell anzugehen und wie Moni geschrieben hat keinesfalls vor der Diagnose auf glutenfrei umzustellen.

Mit Diagnose muss man sich streng glutenfrei ernähren, auch Kontaminationen vermeiden - gerade in Restaurants oder gemischten Haushalten eine Herausforderung. Sonst kann der Körper schweren Schaden nehmen, auch wenn man es selbst zunächst nicht wahrnimmt.

Wenn man sich ohne Zöliakie trotzdem glutenfrei/glutenarm ernähren will, kommt es ja nur darauf an wie man sich fühlt und kann dementsprechend selbst entscheiden, wie streng man auf Spuren / Kontaminationen achtet.

Deswegen ist eine Diagnose so wichtig, denn der Unterschied zwischen glutenarm und wirklich glutenfrei ist am Alltag enorm.

Der Verweis auf Hashimoto als mit der Zöliakie genetisch verwandten Krankheit sollte zusammen mit den Aphten und sonstigen Problemen locker ausreichen, um deinen Hausarzt entweder zu einem Antikörpertest auf zöliakiespezifische Antikörper oder - falls er da keine Erfahrung hat - zu einer Überweisung zum Gastroenterologen wegen Verdacht auf Zöliakie zu bewegen.

Viele Grüße vom FSM


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