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AlexandraW.
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Umfrage für Bachelorarbeit

Beitragvon AlexandraW. » 30 Nov 2017 14:46:10

Hallo an Alle (:
Mein Name ist Alexandra Wegel. Derzeit studiere ich Kulturanthropologie an der Goethe Universität Frankfurt. Für meine Bachelorarbeit untersuche ich die Nutzung von „Health Apps“ bei einer glutenfreien Ernährung. Ich suche Leute, die schon mal eine App (wie bspw. Codecheck) genutzt haben, um z.B. beim Einkaufen ihre Lebensmittel zu scannen und sich anzeigenzulassen ob das jeweilige Produkt glutenfrei ist oder nicht. Auch Apps wie „Glutenfree roads“ um glutenfreie Restaurants zu finden sind für mich von Interesse. Ich wäre dankbar über jede Rückmeldung und geteilte Erfahrung (gerne auch wenn sie nicht positiv sein sollte). (sämtliche gesammelte Informationen werden selbstverständlich nur anonymisiert weiterverwendet)

MfG
Alexandra

Emilia1
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Re: Umfrage für Bachelorarbeit

Beitragvon Emilia1 » 30 Nov 2017 15:16:39

Hallo Alexandra,

was genau möchtest du denn wissen? Mein Sohn (7Jahre) hat seit 5 Jahren Zöliakie und wir nutzen Codecheck regelmäßig. Es ist sehr hilfreich, gerade dann, wenn man mal ein neues Produkt kauft. Die Seite das-ist-drin.de nutzen wir ebenfalls ab und zu.

Ich kann dir gerne noch mehr erzählen, aber dafür brauche ich Informationen, was genau du wissen möchtest.

Viele Grüße
Emilia

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moni130
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Re: Umfrage für Bachelorarbeit

Beitragvon moni130 » 01 Dez 2017 12:54:33

Hallo Alexandra,

wer sich auf solche Apps verlässt, ist alsbald von allen guten Geistern verlassen!

Um das nicht einfach so im Raum stehen zu lassen, habe ich eben noch einmal anhand von zwei Apps die etwa 30 Übernachtungsorte meiner diesjährigen Touren in D angeschaut. Ich war meist mit Rad und Campingkram unterwegs, konnte also kaum Lebensmittel mitschleppen, sondern musste da, wo ich bleiben wollte, meinen Bedarf einkaufen. Hätte ich mich auf das verlassen müssen, was die Apps anzeigen, wäre ich glatt verhungert! Nicht nur die Einkaufsquellen, aus denen ich mich tatsächlich versorgt habe, sind überwiegend nicht verzeichnet, sondern auch die Gaststätten, in denen ich eingekehrt bin. Dort, wo nicht mit glutenfreiem Essen geworben wurde, habe ich erklärt, was ich brauche bzw. gar nicht brauchen kann - und es hat geklappt. Aber nach dem als glutenfrei beworbenen Kuchen in einem Café am Weserradweg gab es hinterher die für eine Glutenpanne typischen Beschwerden. Deswegen und weil bei den anderen die gf Bedienung reine Verhandlungssache war, habe ich keine Hinweise auf gfgermany.de hinterlassen, was ich sonst gerne tue, wenn ich die Entwicklungen an einem Standort langfristig überblicken und meine Einträge notfalls aktualisieren kann.

In keiner dieser speziellen glutenfrei-Apps sind die Jugendherbergen erfasst, in denen man in der Regel gut glutenfrei versorgt wird. Das ist jedenfalls meine Erfahrung, auch wenn es mittlerweile für Einzelreisende sehr schwer geworden ist, in einer JuHe unter zu kommen, da meist durch Gruppen bzw. Schulklassen alles voll belegt ist.

Codecheck benutze ich so gut wie nie. Aber heute habe ich mal eine Ausnahme gemacht, da ich für die Weihnachtsbäckerei eine Zutat benötige, die ich in meiner näheren Umgebung nur in verpanschter Form kaufen kann, d.h. mit weiteren Zutaten, die ich definitiv nicht haben will. An einem früheren Wohnort gab es ein geeignetes Produkt dort, wo ich sowieso hauptsächlich eingekauft habe. Deshalb habe ich jetzt einmal über Codecheck versucht rauszufinden, ob es diesen Artikel noch gibt und wo ich in meiner jetzigen Umgebung danach suchen muss. Ha ha, Fehlanzeige. Das Produkt wird zwar aufgeführt, aber ohne Datum (also fraglich, ob noch im Handel) und ohne Hinweis darauf, wo es erworben werden kann. Okay, ich habe im 10 km Umkreis noch vier Läden, die ich noch nicht abgeklappert habe; so wird der hoffentlich erfolgreiche Einkauf zu einer sportlichen Übung und die Beschäftigung mit der App war nichts als vertane Zeit.

Für Neudiagnostizierte Zölis mögen die Apps in den allerersten Wochen eine Hilfe sein. Zugleich besteht aber auch die Gefahr, dass der Blick eingeengt wird, auf das, was die App liefert und dabei "vergessen" wird, dass jeder, wirklich jeder Supermarkt und jeder Discounter eine Fülle von natürlicherweise glutenfreien Lebensmitteln bietet, aus denen man mindestens 80 % seiner Ernährung gestalten kann - auch wenn es immer mühsamer wird, unter der Lawine von anscheinend gleichartigen Produkten diejenigen herauszufinden, die man wirklich verwenden kann. Und dabei hilft keine App, denn das, was ich gestern noch als glutenfrei eingekauft habe, kann nach der nächsten Lieferung schon mit unverträglichen Zutaten im Regal liegen! Für die wenigen speziellen Diätprodukte, die man wirklich braucht, wird man die Einkaufsquellen schnell herausfinden. Und sobald ich weiß, welche Handelskette welche dieser Produkte führt, kann ich an jedem Ort über den Namen der Kette nach Standorten in der Umgebung suchen. Dann bekomme ich aktuelle Informationen, die vom Anbieter auf seiner eigenen Website selbst eingepflegt werden.

Sich auf Sekundärquellen wie diese von dir genannten Apps zu verlassen, ist in einer Zeit, in der sich sowohl Produkte, als auch Einkaufsquellen und Einkehrmöglichkeiten rasant wandeln, so als ob man sich in einem historischen Museum informieren wollte, was aktuelle Kommunikationstechnologie bietet.

Viel Spaß bei Deiner Arbeit,
Monika
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Immanuel Kant (1784): "Sapere aude – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."


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