Alternative Behandlung zu Dapson? (Kinderwunsch!)

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Alternative Behandlung zu Dapson? (Kinderwunsch!)

Beitragvon L R » 25 Mär 2010 10:33:25

Hallo zusammen,

seit mehreren Jahren nimmt meine Frau Dapson zur Behandlung. Damit geht es ihr soweit gut und die Krankheit stört auch dank der besonderen Ernährung kaum.

Da wir gerne Nachwuchs hätten, muss sie laut Arzt das Medikament über längere Zeit absetzen. Ein Versuch war trotz richtiger Ernährung katastrophal. Die Bläschenbildung und der Juckreiz waren unüberwindbar schlimm.
Unsere Fragen sind jetzt:
Gibt es alternative Medikamente oder Behandlungen, die die Auswirkungen zumindest lindern?
Wurde jemand trotz der Einnahme von Dapson schwanger? und wenn ja, wie geht es euch jetzt?
Gibt es spezielle Ärzte im Großraum Nürnberg?

Weil unser Kinderwunsch wirklich groß ist, würden wir uns über alle Hinweise und Ratschläge sehr freuen!

Vielen Dank!!!

L und R
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Re: Alternative Behandlung zu Dapson? (Kinderwunsch!)

Beitragvon Jochen » 25 Mär 2010 10:41:29

Hallo L und R,

willkommen im Zöliakie Forum ,

wie schon aus dem Titel unseres Forums zu erkennen ist,
handelt es sich hier speziell um diese Autoimunerkrankung.

Ist Deine Frau denn Zöliakie - Betroffen ?
Gebe uns doch dazu bitte ein paar Anhaltspunkte mehr.

Bis dann :winken:
Gruß Jochen Bild
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Re: Alternative Behandlung zu Dapson? (Kinderwunsch!)

Beitragvon mumin » 25 Mär 2010 17:02:35

Hallo L&R,

Vielleicht erzählst du (ihr) uns etwas mehr zu dieser Frage? Aus der Tatsache, dass deine Frau Dapson nimmt und der Information, dass sie nach dem Absetzen unter Bläschenbildung und der Juckreiz leidet schließe ich, dass sie Dermatitis herpetiformis Duhring hat? Assoziiert mit Zöliakie?

In der Information zu Dapson heißt es:

Schwangerschaft und Stillzeit:
- Material über experimentelle Untersuchungen zur Embryotoxizität von DDS gibt es nach Kenntnissen des pharmazeutischen Unternehmers nicht. In drei Fällen wird über eine komplikationslose Entbindung eines gesunden Kindes von einer Frau berichtet, die wegen Dermatitis herpetiformis regelmäßig 25-50 mg DDS täglich einnahm. Ferner ist über 70 Schwangerschaften bei 67 Frauen berichtet worden, die wegen Lepra täglich 100 mg DDS einnahmen. Eine fetale Schädigung wird nicht erwähnt. Seine Anwendung besonders in den ersten 4 Monate der Schwangerschaft sollte mit äußerster Zurückhaltung (wenn überhaupt) erfolgen.
- Da DDS in die Muttermilch übergeht, dürfen mit DDS behandelte Frauen nicht stillen.

Die weitere Einnahme von Dapson bei gleichzeitigem Kinderwunsch kann also wirklich nur mit Einverständnis und Überwachung des Arztes geschehen,

Liebe Grüße,

Mumin
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Re: Alternative Behandlung zu Dapson? (Kinderwunsch!)

Beitragvon L R » 26 Mär 2010 13:26:20

Danke schonmal für die Antworten.

Es ist richtig, dass MORBUS DUHRING, zusammen mit Zöliakie bei meiner Frau festgestellt worden ist. Da ich im Internet gut beschriebene Infos nur über Zöliakie gefunden habe, sind wir jetzt den Weg über dieses Forum gegangen, da die Verknüpfung beider Krankheiten wohl sehr häufig ist.

Die Einnahme von Dapson während einer Schwangerschaft erscheint uns nach unserem Wissen als keine vertretbare Lösung.
Deshalb eben die Suche nach Alternativen, um wenigstens den unmenschlichen Juckreiz zu lindern.

Für alle Hinweise jedenfalls vielen Dank!!!
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Re: Alternative Behandlung zu Dapson? (Kinderwunsch!)

Beitragvon Purzeline » 26 Mär 2010 15:02:13

Hallo LR,

noch eine Frage: wie ernährt sich deine Frau jetzt?
Bei Duhring besteht immer auch eine Zöliakie - wobei Duhring-Betroffene seltener die zöliakietypischen Symptome haben und die Zöliakie oft nicht eindeutig nachgewiesen werden kann.
Das heißt es kann durchaus sein, dass deine Frau Gluten-Diätfehler nicht als Zöliakie-Symptome bemerkt, aber dass das Hautbild sich nicht verbessern kann.
Deine Frau sollte deshalb unbedingt jeden Diätfehler meiden und auch daran denken, dass auch die sogenannte glutenfreie Weizenstärke eine wesentliche Rolle spielen kann.
Bei Duhring spielt zudem Jod in der Ernährung und auch in Kosmetika eine entscheidende Rolle.

Wenn deine Frau sowohl Gluten (auch die "glutenfreie Weizenstärke") und Jod konsequent meidet, sollte sie eigentlich nach mehreren Jahren Dapson (in Absprache mit dem behandelnden Arzt) ersatzlos langsam ausschleichen können.
Da sie das wohl nicht kann, lässt mich das an Fehler in der Ernährung (oder Kosmetika) denken.

Ich kann dir nur empfehlen über die DZG Kontakt zur Duhring-Kontaktperson und ggf auch zu einem Duhring-Spezialisten (Arzt) aufzunehmen.
Grüßle
Purzeline


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