Wer ist online?

Insgesamt sind 18 Besucher online: 0 registrierte, 4 unsichtbare und 14 Gäste

Der Besucherrekord liegt bei 1274 Besuchern, die am 13 Nov 2012 13:12:49 zeitgleich online waren.

Mitglieder: 0 Mitglieder


Legende: Administratoren, Globale Moderatoren, Teil-Moderatoren

Zuletzt online

lucky luck20.01.2017

isdameldrin20.01.2017

Reni20.01.2017

Sira20.01.2017

Antiglutenia20.01.2017

Heidi1320.01.2017

Tamusi920.01.2017

Jessica-Verena20.01.2017

annegretli7420.01.2017

Nadine E.20.01.2017

Geburtstage

Glückwünsche an: wpcnet (58), fragola (55), Marisa (53), perly4 (53), Lemon (46), Thosta (44), hufnagel (43), Ludmila (42), biest3175 (42), trommi (38), Lebusana (37), Sagi (36), Katrinka (29), marywitch13 (25), pünktchen (22)

Steuerfreibetrag / Behinderung

:arrow: Sind Diätkosten als "außergewöhnliche Belastung" steuerlich abziehbar?

Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (vom 21.06.07 III R 48/04) sind Aufwendungen für die glutenfreie Diät nicht als außergewöhnliche Belastung steuerlich abziehbar. Abziehbar seien nur unmittelbare Krankheitskosten, wie z.B. Arzneimittel. Diätkosten seien auch dann nicht abziehbar, wenn

• sie mit einer Krankheit zusammenhingen
• ihre Notwendigkeit nachgewiesen sei und
• die Diät - wie bei der Zöliakie - eine medikamentöse Behandlung ersetze.


:arrow: Gibt es einen Steuerfreibetrag bei Zöliakie / Sprue?

Um einen Steuerfreibetrag, den sog. "Behinderten-Pauschbetrag", geltend zu machen, muss man folgende Voraussetzungen erfüllen und wie folgt vorgehen:

a) Antrag beim zuständigen Versorgungsamt

Zunächst muss beim zuständigen Versorgungsamt ein „Antrag auf Feststellung des Grades der Behinderung (GdB)“ gestellt werden. Einige Komunen bieten den Antrag sogar schon als Dowload an. Es ist empfehlenswert, schon möglichst bald nach der Diagnostizierung von Zöliakie / Sprue diesen Antrag zu stellen, da das Eingangsdatum maßgebend ist, ab wann der Steuerfreibetrag gewährt werden kann.
In der Regel gewährt das Versorgungsamt bei Zöliakie / Sprue 20 GdB (Grad der Behinderung). Liegt die Feststellung des Versorgungsamtes unter 50 GdB, steht dem Steuerpflichtigen nur dann ein Steuerfreibetrag zu, wenn:

• wegen der Behinderung ein gesetzlicher Anspruch auf Rente (z. B. Unfallrente, nicht aber aus der gesetzlichen Rentenversicherung) oder auf andere laufende Bezüge besteht oder
• die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt hat oder auf einer typischen Berufskrankheit beruht.

Kommen weitere Erkrankungen oder Beeinträchtigungen zur Zöliakie / Sprue hinzu, erhöht dies den Grad der Behinderung und somit die Chance, einen höheren Freibetrag gewährt zu bekommen. Diese können zum Beispiel sein:

• Dermatitis herpetiformis Duhring
• weitere Intoleranzen, wie z.B. Lactose, Fructose, Histamin usw.
• Diabetes mellitus
• Rheuma
• Asthma/Bronchitis
• Osteoporose
• Arthritis
• Stoffwechselstörungen
• Infektanfälligkeit
• Untergewicht

Die folgende Übersicht zeigt, wie hoch derzeit der einzelne Steuerfreibetrag bezogen auf den Grad der Behinderung ist:

• 25 - 30 GdB: 310 €
• 35 - 40 GdB: 430 €
• 45 - 50 GdB: 570 €
• 55 - 60 GdB: 720 €
• 65 - 70 GdB: 890 €
• 75 - 80 GdB: 1.060 €
• 85 - 90 GdB: 1.230 €
• 95 - 100 GdB: 1.420 €
(Stand: März 2010 / Angaben sind ohne Gewähr)

Sobald man den Bescheid vom zuständigen Versorgungsamt erhalten hat (das kann bis zu 9 Monate dauern), sollte man diesen sofort auf Vollständigkeit und Richtigkeit prüfen, da nur innerhalb einer Frist von einem Monat Einspruch eingelegt werden kann. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Änderung des Bescheids nicht mehr möglich.

b) Inanspruchnahme des Steuerfreibetrags

Wenn man mit dem Bescheid vom zuständigen Versorgungsamt einverstanden ist und einen Anspruch auf einen Steuerfreibetrag hat, dann hat man zwei Möglichkeiten:

entweder: man lässt sich gleich von seinem zuständigen Finanzamt den entsprechenden Steuerfreibetrag in die Lohnsteuerkarte eintragen (durch einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung), um einen geringeren monatlichen Lohnsteuerabzug vom Gehalt zu haben
oder: man macht seinen Steuerfreibetrag erst am Jahresende in der Einkommensteuererklärung bei den außergewöhnlichen Belastungen als sog. „Behinderten-Pauschbetrag“ geltend.

Steuerlich gesehen haben beide Varianten die gleichen Vorteile.

c) Vorteile des Grads der Behinderung (GdB)

Ab 50 GdB kann man zusätzlich zum Steuerfreibetrag folgende Vorteile geltend machen:

• fünf Tage Sonderurlaub auf dem Arbeitsplatz
• Kündigungsschutz vom Arbeitgeber
• ermäßigter Eintritt in vielen kulturellen Einrichtungen
• Ermäßigung bei Benutzung von Beförderungsmitteln (teilw.)

d) Weitere Informationen gibt es beim Sozialverband VdK Deutschland e.V.:

--> Informationen für Menschen mit Behinderungen <--

d) Weitere Informationen hier im Forum:

--> Behörden, Ämter, Versicherungen <--

Anmelden

Benutzername:

Passwort:


Automatisch anmelden
Unsichtbar sein

Registrieren

Aktuelle Themen