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Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel

:arrow: Die Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel

Nach 15 Jahren unzähliger Verhandlungen und harter Arbeit ist nun endlich der große Durchbruch für alle Zöliakie- und Sprue-Betroffene geschafft:

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben am 10. November 2003 beschlossen, dass ab dem 25. November 2005 u.a. glutenhaltiges Getreide und die daraus hergestellten Zutaten immer auf den Lebensmitteletiketten deklariert werden müssen!

Diese Vorschrift gilt ohne Ausnahme in allen Ländern der EU!



Grund für die Deklarationsvorschrift

Der Grund für die Deklarationsvorschrift ist, dass der Verbraucher ein Recht darauf habe, über die genaue Angabe aller Zutaten eines Lebensmittels in der Etikettierung angemessen informiert zu werden. Vor allem sei aber eine genaue Etikettierung notwendig, da Lebensmittelallergien mittlerweile derart häufig auftreten, dass sie das Leben vieler Menschen beeinträchtigt, indem sie Krankheiten auslösen, von denen einige harmlos, andere aber potenziell tödlich seien.
Durch die neue Deklarationsvorschrift sollte die Gesundheit des Verbrauchers geschützt werden.


Was hat sich geändert?

Seit dem 25. November 2005 sind alle Hersteller dazu verpflichtet, auf ihren Produkten folgende Angabe zu machen: das Wort „Enthält…“ gefolgt von der Bezeichnung der betreffenden Zutat. Diese Angabe entfällt jedoch, wenn die Zutat bereits unter ihrem spezifischen Namen im Verzeichnis der Zutaten enthalten ist.

• Folgende Zutaten müssen immer auf dem Produkt deklariert sein (auch, wenn sie nur in kleinsten Mengen enthalten sind):

- glutenhaltiges Getreide sowie die daraus hergestellten Erzeugnisse
- Krebstiere und Krebstiererzeugnisse
- Eier und Eiererzeugnisse
- Fisch und Fischerzeugnisse
- Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse
- Soja und Sojaerzeugnisse
- Milch und Milcherzeugnisse (einschließlich Laktose)
- Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Kaschunuss, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss und Queenslandnuss) sowie die daraus hergestellten Erzeugnisse
- Sellerie und Sellerieerzeugnisse
- Senf und Senferzeugnisse
- Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse
- Schwefeldioxid und Sulfite (bei einer Konzentration von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l)
- Lupinen
- Weichtiere (Mollusken)

• Die sogenannte 25%-Regelung wurde abgeschafft, nach der bislang Bestandteile von zusammengesetzten Zutaten, die weniger als 25% des Gewichts des Endproduktes ausmachen, nicht zwingend angegeben werden mussten. Beispiel: Die kleinen Hackbällchen in einem Eintopf machen weniger als 25% des Gewichts des Endproduktes aus. Nach der aktuellen Regelung müssen nun die gesamten Zutaten der Hackbällchen deklariert werden.

• Bei Sammelbegriffen wie "Stärke" muss bereits seit 1999 eine glutenhaltige Herkunft (z.B. Weizen) in runden Klammern angegeben sein, ansonsten gilt Stärke als glutenfrei. Das bedeutet, dass Stärke glutenfrei ist, wenn in der Zutatenliste lediglich der Begriff "Stärke" oder "modifizierte Stärke" verwendet wird. Handelt es sich dagegen um Stärke glutenhaltiger Herkunft, muss diese in runden Klammern auf der Zutatenliste angegeben werden z.B. Stärke (Weizen).

• Die Deklarationsvorschrift gilt auch für alkoholische Getränke, wie z.B. Sulfit in Weinen

• Die Deklarationsvorschrift gilt nicht für die Produkte aus Wurst-, Fleisch- oder Käsetheken sowie die Gerichte in Restaurants oder von Imbissständen! Hier gilt weiterhin: Im Zweifelsfall der Gesundheit zuliebe auf die Lebensmittel verzichten, bei denen die genaue Zusammensetzung oder Herstellungsmethode nicht bekannt ist.


Hinweis

Durch die Deklarationsvorschrift besteht leicht die Gefahr, dass zu viele Hersteller aus Sicherheitsgründen aufgrund des sogenannten "Cross-Contact-Effekts" auf ihre Etiketten "Kann Spuren von .... enthalten" drucken lassen. Dies ist z.B. der Fall, wenn z.B.

- in einer Produktionsmaschine zuerst Glutenhaltiges und später dann Glutenfreies hergestellt wurde oder
- im Betrieb durch Lagerung/Abfüllen von glutenhaltigen Zutaten eine Kontamination durch feinsten Staub nicht ausgeschlossen werden kann.

Auch nach sorgfältiger Reinigung der Produktionsmaschinen können dort immernoch Spuren von Gluten enthalten sein - müssen aber nicht. Dadurch kann es leicht passieren, dass ein Zöliakie- / Sprue-Betroffener durch die Aufschrift "Kann Spuren von Gluten enthalten" stark verunsichert wird und folglich dieses Produkt nicht mehr kauft und zu sich nimmt, obwohl er es vielleicht könnte, da das Produkt vielleicht tatsächlich glutenfrei ist.


Weitere Informationen

Richtlinie 2000/13/EG im Amtsblatt EU L 109/29 vom 06.05.2000

Richtlinie 2003/89/EG im Amtsblatt EU L 308/15 vom 25.11.2003

VERORDNUNG (EG) Nr. 41/2009 DER KOMMISSION vom 20. Januar 2009

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